Marokko: Homosexuelle Kreuzfahrer unerwünscht

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"Nieuw Amsterdam" ankert im Hafen von Malaga (Spanien). Am 1. Juli hatte das Kreuzfahrtschiff einen Ausflug in Casablanca geplant.

Ein Kreuzfahrtschiff mit rund 1.600 homosexuellen Passagieren an Bord hat einen geplanten Stopp in der marokkanischen Metropole Casablanca absagen müssen.

 Die Behörden des nordafrikanischen Landes untersagten es der „Nieuw Amsterdam“ nach spanischen Medienberichten, den Hafen von Casablanca anzulaufen. Das Schiff der US-Reederei Holland America Line ging stattdessen am Sonntag in der südspanischen Stadt Málaga vor Anker.

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Der US-Reiseveranstalter RSVP Vacations hatte damit geworben, erstmals eine Kreuzfahrt für Homosexuelle mit einem Besuch in dem arabischen Land zu organisieren. In Casablanca war für die Teilnehmer ein Besuch der Moschee „Hassan II.“ und einiger Märkte geplant. Die von gemäßigten Islamisten geführte Regierung in Marokko nahm zu dem Vorfall zunächst nicht Stellung. In Marokko ist Homosexualität illegal und kann mit sechs Monaten bis zu drei Jahren Haft bestraft werden.

www.rsvpvacations.com

dpa

Homosexualität ist in fast 50 Ländern strafbar

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