Hoteliers auf Mallorca wollen für Touristensteuer aufkommen

+
Urlauber am Strand von Arenal auf der Mittelmeerinsel Mallorca. Foto: Julian Stratenschulte

Vor gut einem Jahrzehnt mussten Mallorca-Urlauber schon einmal eine Abgabe zahlen. Die von der Reisebranche heftig bekämpfte Taxe blieb nur anderthalb Jahre in Kraft. Nun soll eine Neuauflage kommen.

Palma de Mallorca (dpa) - Viele Hoteliers auf Mallorca wollen die geplante Touristensteuer laut einem Medienbericht in diesem Jahr noch nicht auf die Urlauber umlegen. Wie die Zeitung "Ultima Hora" berichtete, will die große Mehrheit der Hotelbesitzer zunächst selbst für die Abgabe aufkommen.

Der Hoteliersverband FEHM relativierte den Bericht jedoch. "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagte die Verbandspräsidentin Inmaculada Benito. Zuerst müsse abgewartet werden, wie die genauen Bestimmungen der geplanten Regelung aussehen.

Die Regionalregierung der Balearen will die Steuer zu Beginn der Hauptsaison auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera einführen. Die Taxe soll - abhängig von der Art der Unterkunft und der Reisezeit - zwischen 0,25 und 2 Euro pro Nacht und pro Person kosten. Das Regionalparlament hat die Regelung aber noch nicht verabschiedet.

Nach Informationen der Zeitung wollen die Hoteliers die Taxe zunächst aus eigener Tasche bezahlen, weil die Steuer in den Verhandlungen mit den Reiseunternehmen über die Zimmerpreise für 2016 noch nicht berücksichtigt worden sei.

Die Tourismusbranche auf den spanischen Ferieninseln ist gegen die Einführung der Steuer.

Bericht in Ultima Hora

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.