Eine lange Rampe oder viele Treppen führen zum Bahnhaltepunkt Bosserode

Nichts für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste, die einen Kinderwagen schieben müssen: Den Bahnsteig Richtung Bebra erreicht man nur über viele Treppen. Fotos: Schankweiler-Ziermann

Bosserode. Vor die Zugfahrt in Richtung Bebra haben die Erbauer des Bahnhofs Bosserode die Treppen gesetzt. Über knapp 30 Stufen erreichen die Reisenden den Bahnsteig. Rollstuhlfahrer und Personen mit Kinderwagen haben kaum eine Chance.

Anders in Richtung Eisenach: Da geht es über eine lange Rampe unter Bäumen hinauf zum Zug. Der Bosseröder Haltepunkt ist vor allem grün und idyllisch gelegen. Wer warten muss, kann den Blick übers schöne Land Richtung Kaliberg schweifen lassen. Bei Regen sitzt man auf Bänken im Trockenen, aber bei praller Sommersonne bieten die beiden sauberen Wartehäuschen nur wenig Schutz.

Nur einen guten Meter haben die Fahrgäste Platz hinter dem weißen Streifen auf dem schmalen Bahnsteig: Es ist also Vorsicht geboten, wenn ein Zug durchsaust. Ansagen haben wir bei unserem Besuch am Haltepunkt nicht vernommen. Wer in den Zug ein- oder aussteigt, muss eine kleine Stufe überwinden.

Der Haltepunkt, Treppe und Rampe sind ausreichend beleuchtet, auch die Uhr zeigt die korrekte Zeit. Züge rollen im Takt meist jeweils um 18 Minuten nach der vollen Stunde Richtung Eisenach und um 37 Minuten nach der vollen Stunde nach Bebra. Genaue Zeiten findet man in den ordentlichen und aktuellen Informationskästen.

Das bewohnte Bahnhofshaus wird keinen Schönheitspreis gewinnen. Zur Treppenseite hin ist eine Scheibe kaputt. Wer sein Auto abstellen möchte, findet einen Platz unter den Bäumen vor dem Bahnhofsgebäude. Auch ein überdachter Fahrradstand ist vorhanden. Allerdings ist die Beschilderung zum Haltepunkt für Fremde etwas undurchsichtig. Direkt an der Landesstraße steht ein Hinweisschild zum Bahnhof, danach aber gabelt sich die Straße. Dass man in die Straße mit dem Schild Sackgasse ohne Wendemöglichkeit zum Bahnhof gelangt, erschließt sich nicht sofort und ist auch falsch: Man kann durchaus am Bahnhof wenden.

Insbesondere zu Schulzeiten fahren unweit der Bahn an der Landesstraße auch Busse ab auf den Strecken R 312 Obersuhl - Dankmarshausen - Heringen oder R 310 Richtung Bebra über Raßdorf, Großensee und Hönebach.

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