Der westliche Teil der Algarve bietet abenteuerliche Panorama-Wanderwege

Immer auf der Klippe lang

Siesta im Schatten: Die alten Herren genießen die Mittagszeit unter Bäumen in Aljezur. Conceicao (rechts) hat mit Müßiggang nichts im Sinn. Sie arbeitet lieber in ihrer Töpferei.

Conceicao liebt ihre Arbeit. Auch heute sitzt sie, wie jeden Tag, an ihrem Platz in der Töpferei Artesanato Malha zwischen Porches und Senhora da Rocha an der Algarve und verziert die getöpferte Ware. Vorsichtig trägt sie ein Blumenmuster auf einer Vase auf, während ein Lächeln um ihre Mundwinkel spielt. Ihre wunderschön bemalten Teller und Vasen, die die Regale der kleinen Werkstatt füllen, sind ein beliebtes Mitbringsel. Viele Urlauber halten auf der Fahrt an die Strände der Felsenalgarve bei ihr an und nehmen eines ihrer Kunstwerke mit nach Hause.

In Porches zwischen Albufeira und Portimão befindet sich das Zentrum der Töpfer an der Algarve. Von hier aus geht es zu den schönsten Stränden der Felsenalgarve. Am besten folgt man den Hinweisschildern nach Senhora da Rocha, einer kleine Kapelle auf einem Felsvorsprung. 30 Meter weiter unten klatschen die Wellen gegen den Muschelkalkfels, den sie über Jahrtausende ausgewaschen haben. So sind zahlreiche Grotten und Felsformationen entstanden, für die diese Gegend so bekannt ist.

In Porches startet auch einer der schönsten Klippenwanderwege der Algarve, der bis nach Carvoeiro führt. Ausgerüstet mit festen Schuhen, Sonnenhut und einer Flasche Wasser wandert man immer direkt am Meer entlang. Bei der Routenplanung sollte man viele Fotostopps einkalkulieren, denn den Wanderern werden atemberaubende Ausblicke geboten.

An diesem Küstenabschnitt hat sich eine Landschaft aus Grotten mit grotesk geformten Felsformationen, Tunneln, Toren und Felsbrockengebildet. Die Farbpalette des Meeres reicht vom leuchtenden Türkis bis zum satten Azurblau und immer wieder laden kleine verträumte Badebuchten zum Verweilen ein, zu denen man entweder auf einem schmalen Pfad oder über steile Treppenstufen hinabklettern muss.

Abkühlung im Meer

Am Praia de Marinha hat man schon den halben Weg geschafft. Eine Holztreppe führt zu einer von Felsen eingerahmten pittoresken Sandbucht, an der man eine kleine Rast einlegen und sich in den Fluten etwas abkühlen kann. Danach geht es erfrischt weiter nach Carvoeiro.

Das idyllische Ortsbild des Fischerdorfes hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Die kleine sandige Bucht, in der im Sommer die vielen bunten Sonnenschirme wie fröhliche Farbklekse in der Sonne leuchten, ist eingerahmt von weiß gekalkten oder rot und blau gestrichenen Häuschen, die sich an die niedrigen, direkt dahinter aufsteigenden Klippen schmiegen. Die Kulisse ist wie geschaffen für eine längere Rast nach einer anstrengenden Wanderung auf dem Klippenweg.

Von Ursula Angelika Küffner

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