Türkisblaue Visitenkarte: Die Hafenbucht von Kokkari ist ein Schmuckstück der griechischen Insel Samos

Inselglück wie im Bilderbuch

Kleine Häuser, dicht an dicht: Der malerische Ortskern von Kokkari liegt auf einer Landzunge im türkisblauen Meer. Foto: Seger

Eine malerisch bebaute Halbinsel zwischen Badestrand und Hafenbucht – das ist Kokkari: Der griechische Küstenort gilt als schönstes Urlaubsziel der Insel Samos. „Aber es ist eher ein Dorf als ein Städtchen“, sagt der Reiseführer vor den weißen, gelben und grauen Altstadthäusern der ehemaligen Fischersiedlung.

Dicht gedrängt stehen die zweistöckigen Gebäude mit ihren roten Ziegeldächern auf einer kleinen Landspitze an der samiotischen Nordküste, um sich den prächtigen Panoramablick auf eine weit geschwungene und von zwei winzigen Felsenkaps geschützte Hafenbucht zu teilen.

Friedlich dümpeln die Boote in der Bucht

„Die Bucht ist die Visitenkarte von Kokkari“, betont der Reiseführer – denn das klare Wasser der Hafenbucht schimmert meistens türkisblau. Werften, Frachtschiffe oder dröhnende Containerterminals gibt es dort nicht – stattdessen lädt eine schmale, autofreie Uferpromenade mit kleinen Restaurants, Bars und Tavernen zum ungestörten Blick auf die Fischerboote der Bucht ein: Ganz ruhig und friedlich dümpeln sie vor den Häusern Kokkaris.

„Der Ort hat nur 1000 Einwohner“, erklärt der Reiseführer, „aber es gibt schon mehr als 3000 Gästebetten.“ Viele sind an der Westseite Kokka-ris zu finden, denn dort erstreckt sich ein kilometerlanger Kieselstrand mit Appartements und Ferienwohnungen.

Urlauber können am „Long Beach“ nicht nur Sonnenbäder nehmen, schnorcheln und das Windsurfen erlernen. Sie können auch die grandiose Felsenkulisse des 1153 Meter hohen Ampelos-Gebirges be-wundern.

Das alpine Bergmassiv im Zentrum der Insel Samos ist ein weitläufiges Wanderrevier mit größeren Platanen- und Pinienwäldern, vielen Weingärten, knorrigen Olivenbäumen und Zypressenhainen. Als Ausflugsziele bieten sich auch einsam gelegene Klöster, Höhlen und Bergdörfer wie Manolates oder Vourliotes an. Ein ganzes Netz markierter Wege lädt Urlauber zu Erkundungstouren ab Kokkari ein.

Für Abwechslung sorgt eine Busfahrt in die Hafenstadt Pythagorio. Dort lädt der antike Tunnel des Eupalinos zu einer Entdeckungstour ein. Der 1036 Meter lange Stollen wurde vor zweieinhalb Jahrtausenden durch einen Felshügel gemeißelt, um das Wasser einer zwei Kilometer entfernten Quelle auf geheimem Wege in die befestigte Stadt zu leiten – und damit das Überleben ihrer Einwohner bei langen Belagerungen zu sichern. Der Tunnel ist ein Meisterwerk der antiken Ingenieurskunst und ist 150 Meter weit begehbar.

Pythagorio gilt als touristische Hauptstadt der Insel Samos – mit Yachthafen, Tempelruinen und regem Nachtleben. Aber manche Gäste bevorzugen das heimeligere Flair Kokkaris. „Wer dort abends spazieren geht, hat nach einer Stunde fast alle ge-sehen, die im Ort Urlaub machen“, sagt der Reiseführer.

Von Martin Seger

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