Das Leitzachtal lockt mit unberührter Natur, einem Loipen-Paradies und zwei attraktiven Skigebieten

Kein Platz für „Anton aus Tirol“

Traumhafte Kulisse: Das Skigebiet am Sudelfeld bei Bayrischzell lädt geradezu zu einer Tour ein. Foto: srt

Zillertal oder Zermatt, Kitzbühel oder Kitzsteinhorn, Arlberg oder Andermatt: Das Angebot für Wintersportler ist riesig. Und die Tage sind gezählt, bis sich wieder lange Wagenkolonnen mit sargähnlichen Plastikkästen auf den Autodächern in Richtung Alpen auf den Weg mache. Kein Weg ist dann zu weit, kein Stau zu lang. Angesteuert werden meist die bekannten Wintersportzentren. Doch es gibt Alternativen für Schneesucher, die gerne auf Schirmbars, Techno-Sound und den „Anton aus Tirol“ verzichten wollen.

Das nur etwa eine Autostunde südlich von München gelegene Leitzachtal mit seinen schönen Loipen und den beiden Skigebieten Spitzingsee und Sudelfeld ist so eine Alternative. Spätestens wenn man sich im Schritttempo dem berühmten Schönwetter- und Wochenendstau auf der Autobahn zwischen München und Salzburg nähert, könnte man ja einfach mal rechts abbiegen in das etwa dreißig Kilometer lange Tal, das sich von der Ortschaft Wörnsmühl im Norden bis zum traditionsreichen kleinen Wintersportort Bayrischzell im Süden erstreckt.

Idyllische Loipen

Und es lohnt sich. Allerdings nur, wenn man erst am Sonntagnachmittag anreist, wenn die Münchner Skifahrer und Snowboarder sich wieder in den Stau in Richtung Norden einreihen. Von Montag bis Freitag gehören die Pisten und Loipen den Urlaubern dann ganz allein.

Wartezeiten an den Liften, Gedrängel auf den Pisten gibt es nicht. In den idyllischen Loipen begegnet man eher einem Reh als einem rasenden Skater. Und neben kilometerlangen Wanderwegen in einer Bilderbuchlandschaft zu Füßen des 1838 Meter hohen Wendelsteins genießt man auch, dass einem in den zahlreichen Gasthäusern, den gemütlichen Cafés niemand den Platz streitig macht. Und das gilt auch für die urigen Hütten mit ihren Sonnenterrassen in den beiden Skigebieten.

Natürlich gibt es im nahen Österreich größere Skigebiete, längere Pisten, riesigere Bettenburgen und die bereits erwähnten Schirmbars mit Pistenbeschallung. Das große Plus im Leitzachtal ist jedoch die weitgehend unberührte Natur. Es sind die alten Bauernhöfe mit den schönen Lüftlmalereien an den Hauswänden, die freundlichen Menschen, die auch den Fremden auf den Straßen und Wegen mit einem freundlichen „Grüß Gott“ begegnen.

Zwar hat man hat auch in den beiden traditionsreichen Münchner Hausskigebieten technisch „aufgerüstet“, moderne Vierer-Sessellifte ersetzen alte Schlepplifte, Schneekanonen helfen der oft säumigen Frau Holle auf die Sprünge. Doch vom Pistenrummel ist man noch weit entfernt. Und das soll auch so bleiben.

Pisten für Skifahrer, Snowboarder und Langläufer

Während Skifahrer und Snowboarder die oberen Etagen des Tales als Spielwiese nutzen, gehört das Tal der immer größer werdenden Zahl von Langläufern. Und unter denen gibt es nicht wenige, die das bis zu hundert Kilometer lange Loipennetz auch intensiv nutzen. Man darf nur nicht am Wochenende kommen... (srt)

Von Günter Reimann

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