Übler Geruch

Koffer stinkt - Airline darf Gepäck vernichten

+
Wein und Salami stinken im Koffer: Airline haftet nicht für Verlust.

Plötzlich ist der Koffer weg? Grundsätzlich ersetzen Fluggesellschaften Passagieren den Verlust ihres Reisegepäcks. Doch es gibt Ausnahmen. In besonderen Fällen gehen Urlauber leer aus.

Verliert ein Passagier während eines Fluges ein Gepäckstück, ersetzt ihm die Airline normalerweise den entstandenen Schaden.

Das gilt jedoch nicht, wenn der Koffer im Fundbüro des Flughafens vernichtet werden musste, weil er tropft und übel riecht. Über ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Frankfurt (Az.: 30 C 1914/12 [32]) berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“.

In dem Fall war der Kläger mit der Airline von Lamezia Terme nach Rom und anschließend von Rom nach Frankfurt geflogen. Sein Koffer kam jedoch nicht am Ziel an. Er wurde in Rom am Flughafen gefunden und vernichtet. Im Gepäck waren neben Bekleidung, einer Kamera und einem Handy auch vier Flaschen Wein, ein Beutel Oliven und mehrere Salamis. Laut Zollprotokoll wurde der Koffer vernichtet, weil er Flüssigkeit verlor und übel roch. Der Grund dafür seien zerbrochene Weinflaschen und zerdrückte Oliven gewesen.

Grundsätzlich können Flugreisende können beim Verlust ihres Gepäcks höchstens 1134,71 Euro Entschädigung von der Fluggesellschaft erwarten. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) 2010 in Luxemburg entschieden.

dpa

Mehr zum Thema:

Käse im Koffer stinkt dem Zoll

Übergepäck? Tipps für einen leichten Koffer

Clever packen: Die besten Tipps

Top 10: Die Flughäfen der Langfinger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.