Im Jahr der Schwestern

Kreuzfahrt 2015: Das sind die neuen Luxusliner

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Baden mit Aussicht: Der Infinity Pool auf der Viking Star gibt einem das Gefühl, direkt im Meer zu schwimmen.

Die Reedereien bringen immer mehr Schiffe auf den Markt, denn Kreuzfahrten boomen. Im kommenden Jahr gibt es gleich sieben neue Passagier-Luxusliner.

Dabei handelt es sich aber vor allem um größtenteils baugleiche Schwestern zubereits existierenden Schiffen. Eine wichtige Ausnahme kommt aus Rostock: Die Reederei Aida Cruises wagt mit der Aida Prima etwas Neues.

Sommer- und winterfit

Aida Prima (Aida Cruises)
Die Jungfernfahrt findet im Herbst statt – von Japan nach Dubai. Ab April 2016 bricht die Aida Prima ganzjährig von Hamburg zu den Metropolen Westeuropas auf. „Damit ist Aida Cruises die erste Reederei, die ganzjährig ein Schiff ab einem deutschen Hafen einsetzt“, sagt Michael Ungerer, Chef von Aida Cruises. Dafür wurde der Beach Club mit einem kaum sichtbaren Foliendach überspannt. Daneben erwarten die Passagiere zwei Wasserrutschen, ein Klettergarten und ein großes Sportdeck. Die Aida Prima hat Platz für 3300 Passagiere.

Wellness auf Skandinavisch

Mein Schiff 4 (TUI Cruises)
Erst im Juni wurde Mein Schiff 3 getauft, der erste Neubau der Reederei. Im kommenden Frühjahr folgt die Schwester Mein Schiff 4. Bei dieser bleiben wesentliche Elemente ihrer Vorgängerin erhalten. Ein paar kleinere Neuheiten gibt es aber: Der Spa & Sport-Bereich wurde vergrößert und bekommt ein skandinavisches Flair. Das Steakhouse erhält einen Außenbereich. Ebenfalls neu ist ein Kasino mit Rauchersalon. Die Taufe findet am 5. Juni in Kiel statt.

Kunstgalerie auf hoher See

Britannia (P&O Cruises)
Ein Wow-Erlebnis gibt es gleich beim Betreten des Schiffs: Im Atrium ist ein von der Decke bis zum Boden reichender Mix aus Kronleuchter und Skulptur installiert. Insgesamt kommen die an Bord befindlichen Kunstwerke auf einen Gesamtwert von mehr als 1,2 Millionen Euro. Weitere Highlights: Kochprofis geben den Passagieren im Cookery Club Tipps, außerdem gibt es Dinner Shows. Mit 141.000 Tonnen und Platz für 3647 Gäste übertrumpft die Britannia die übrigen sieben Flottenmitglieder. Beginn der Jungfernfahrt: 14. März in Southampton.

Speisen bei Jamie Oliver

Anthem of the Seas (Royal Caribbean)
Ab April ist mit der Anthem of the Seas die Nachfolgerin der Quantum of the Seas unterwegs. Wie auf dem Schwesterschiff gibt es hier eine Fallschirmsprungsimulation. Weiteres Highlight: Die Innenkabinen verfügen über einen virtuellen Balkon. Platz bietet das Schiff für 4180 Gäste bei Doppelbelegung der Kabinen. Unter den 18 Restaurants befindet sich auch ein italienisches von Starkoch Jamie Oliver.

Kleiner Polarflitzer

Le Lyrial (Compagnie du Ponant)
Maximal 244 Passagiere finden auf dem fünften und neuesten Flottenmitglied Le Lyrial Platz. Auf die Gäste kommen stolze 140 Besatzungsmitglieder. Das Schiff ist auch in den Polarregionen unterwegs – in der Premierensaison zum Beispiel in der Antarktis. Zuvor stehen jedoch nach der Jungfernfahrt am 9. Mai Reisen durch das Mittelmeer auf dem Programm.

Ein Deck mehr

Norwegian Escape (Norwegian Cruise Line)
Platz bietet das Schiff für 4248 Passagiere. Seinen Schwestern Breakaway und Getaway ist es sehr ähnlich, allerdings bekommt es ein Deck mehr. Für die Rumpfbemalung ist erneut der in Deutschland geborene jamaikanische Künstler Guy Harvey verantwortlich, der eine Meeresszene mit Fischen, Schildkröten und Seevögeln entworfen hat. Ab dem 14. November kreuzt die Norwegian Escape auf einer Sieben-Nächte-Route durch die östliche Karibik.

Hochsee- Premiere

Viking Star (Viking Ocean Cruises)
Vom Fluss aufs Meer: Der Flusskreuzfahrtanbieter Viking wagt sich erstmals ins Hochseesegment. Auf der Viking Star können rund 900 Passagiere unterkommen. Alle Kabinen haben einen Balkon. Zielgruppe sind vor allem Kulturinteressierte. Dementsprechend liegen auch die Fahrtgebiete etwas abseits des Kreuzfahrt-Mainstreams. Zum Beispiel geht es zu den schwedischen Åland-Inseln. Kleiner Haken für deutsche Passagiere: Hierzulande werden die Reisen nicht angeboten. Wer mitfahren will, muss im Internet buchen. Für 2016 sind zwei Schwesternschiffe geplant.

Passagiere immer jünger

Kreuzfahrten werden kürzer. 2014 sind Reisende im Schnitt 9,8 Tage unterwegs – und damit 0,3 Tage weniger als im Vorjahr. Das Publikum verjüngt sich übrigens zunehmend. Senioren ab 66 nutzen die Angebote nicht mehr so stark wie früher. Der Anteil der Kinder dagegen ist seit 2010 um 40 Prozent gestiegen. Auch reisen Kreuzfahrer mittlerweile seltener nur zu zweit. Der Trend geht klar in Richtung Gruppen von mindestens drei Personen.

„Quantum of the Seas“

Royal Caribbean
Kreuzfahrtschiff mit Panoramaaussicht: Hoch hinaus können die Passagiere der neuen "Quantum of the Seas". Eine gläserne Aussichtskugel schwebt 90 Meter über dem Meer. © Royal Caribbean International
Quantum of the Seas
Die Reederei Royal Caribbean International zeigt erste Details ihrer neuen Kreuzfahrtschiffe. Die Schiffe sollen jeweils über 2090 Kabinen verfügen und Platz für 4180 Passagiere bieten. © Royal Caribbean International
Panoramablick
Meeresblick steht bei dem neuem Schiff hoch im Kurs: Eien perfekte Aussicht verspricht auch ein mehrstöckiger, verglaster Raum mit 270-Grad-Panoramablick.   © Royal Caribbean International
Autoscooter Royal Caribbean Quantum of the Seas
Aktion und Amüsement auf hoher See: Autoscooter, Rollerskate-Bahn oder Fliegen soll Gäste die Zeit an Bord vertreiben.  © Royal Caribbean International
Quantum of the Seas
Keine Zeit für Langeweile © Royal Caribbean International
Royal Caribbean  „Quantum of the Seas“
Der Surf-Simulator FlowRider auf der neuen Royal Caribbean  „Quantum of the Seas“ © Royal Caribbean International
Quantum of the Seas
Im Herbst 2014 soll das neue Kreuzfahrtschiff getauft werden. Das Schwesterschiff  "Anthem of the Seas", soll im Frühjahr 2015 auf Jungefernfahrt gehen. © Royal Caribbean International

Michael Zehender/DPA

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