Tausende Passagiere jährlich

Corona-Krise: Erste deutsche Kreuzfahrtmarke insolvent - alle Reisen abgesagt

MS Astor der Kreuzfahrtmarke Transocean Kreuzfahrten
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Das Kreuzfahrtschiff MS Astor des Reiseveranstalters Tranocean Kreuzfahrten an der Columbuskaje in Bremerhaven.

Zahlreiche Airlines und Reedereien kämpfen aufgrund der Corona-Krise ums Überleben - eine deutsche Kreuzfahrtmarke ist nun insolvent.

  • Die Kreuzfahrtindustrie* hat ihren ersten großen Insolvenzfall zu vermelden.
  • Die Muttergesellschaft von Transocean Kreuzfahrten hat einen Insolvenzantrag gestellt.
  • Über 80.000 Passagiere beförderte das Kreuzfahrtunternehmen pro Jahr.

In der Kreuzfahrtindustrie gibt es nun den ersten großen Insolvenzfall. Das britische Unternehmen South Quay Travel & Leisure Limited („SQTL“) operierte in Deutschland unter dem Markennamen Transocean Kreuzfahrten. Am 20. Juli stellte das Unternehmen einen Insolvenzantrag, wovon auch unweigerlich die Tochtergesellschaft betroffen ist.

Deutsche Kreuzfahrtmarke insolvent: Diese Schiffe gehören dazu

Die South Quay Travel & Leisure Limited ist in Großbritannien unter der Marke Cruise & Maritime Voyage bekannt, während sie in Deutschland unter Transocean Kreuzfahrten operierte. Offenbar hatte das Management bis zuletzt versucht, frisches Geld von Banken und Investoren zu bekommen, wie das Online-Portal Reisevor9 berichtet. Transocean Kreuzfahrten verfügte über eine überschaubare Flotte von kleineren Schiffen: die bekanntesten davon MS Astor oder MS Vasco Da Gama. Über 80.000 Passagiere beförderte das Unternehmen pro Jahr. Auch auf Flüssen war Transocean Kreuzfahrten unterwegs: Die MS Belvedere auf Main und Donau, die TC Bellevue auf Rhein und Mosel und MS Sans Souci auf Oder, Elbe, Havel und Ostsee.

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Transocean Kreuzfahrten: Das rät die Reederei den Kunden

Nun wurden drei Anwälte der Kanzlei Duff & Phelps in London zu Verwaltern bestimmt, die sich einen Überblick über die Finanzlage von SQTL machen sollen. Laut Website der Reederei sind die von SQTL verkauften Kreuzfahrtpakete durch Sicherungsscheine der ABTA Ltd. mit Sitz in London geschützt. Alle noch nicht angetretenen Reisen sind demnach abgesagt. Kunden, die eine Pauschalreise über ein Reisebüro gebucht haben, sollen sich an das entsprechende Reisebüro wenden, um weitere Beratung und Unterstützung zu erhalten.

Schon 2009 musste das Vorgängerunternehmen Transocean Tours einen Insolvenzantrag stellen. Damals wurde es von der Premium AG übernommen. Seit 2014 gehört Transocean zu britischen Reederei CMV, die Teil von SQTL ist. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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