Lesen verschlimmert Reiseübelkeit

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Lesen hilft gegen Langeweile bei der Autofahrt, doch leider wird vielen Kindern dabei übel.

Autofahren ist für viele eine Qual: Das flaue Gefühl im Magen steigert sich Kilometer für Kilometer. Besonders Kinder haben es im Auto schwer. Hier ein paar Tipps, damit die Reise klappt. 

Lesen verschlimmert Reiseübelkeit. Blickt ein Kind auf etwas Unbewegliches wie ein Buch oder eine Konsole, sendeten die Augen das Signal “keine Bewegung“, das Gleichgewichtsorgan aber “Bewegung“, erklärt Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Köln.

Das verursache eine Art Orientierungslosigkeit, die Schwindel und Übelkeit auslöst. Legt ein Kind seinen Kopf auf einen Kissen, schaukelt dieser hin und her, was den Effekt weiter steigert. Um Reiseübelkeit zu vermeiden, sollten Kinder bei Autofahrten möglichst nach vorne schauen und sich auf Dinge konzentrieren, die weiter entfernt liegen und sich bewegen. Wird dem Kind trotzdem schlecht, legen seine Eltern besser eine Pause ein, rät der Kinder- und Jugendarzt. Der Nachwuchs sollte dann ausreichend Gelegenheit haben, sich dabei zu bewegen.

Bei längeren Reisen sollten von vorneherein mehrere solcher Stopps eingerechnet werden. Vor allem Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren leiden unter Reiseübelkeit. “Wenn ein Kind aber auch unabhängig von bewegten Fahrzeugen unter Schwindel leidet, eventuell verbunden mit Kopfschmerzen, Hör-, Seh-, oder Sprachstörungen oder Gangunsicherheit, dann sollten Eltern mit ihm zum Kinder- und Jugendarzt“, rät Fegeler.

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