Ungeheuer von Loch Ness

Wurde Nessie endlich erwischt? Eine Flut neuer Sichtungen am Loch Ness in Schottland

Castle Urquhart am Loch Ness, Schottland
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Im schottischen See Loch Ness soll sich das Ungeheuer Nessie verbergen.

Das Ungeheuer von Loch Ness, das in dem schottischen See leben soll, löst seit Jahrzehnten eine Faszination bei Touristen aus. In diesem Jahr gab es noch mehr Sichtungen als sonst.

Immer wieder berichten Einheimische wie Besucher von Sichtungen des Monsters im See. Fotos kursieren durchs Netz und sorgen für Spekulationen. Ein aktuelles Foto einer Touristin wurde offiziell zu einer neuen Nessie-Sichtung erklärt. Wie Experten sagen, gibt es derzeit mehr und mehr Augenzeugen-Berichte, und das obwohl durch Covid-19 die Besucherzahlen in der Region gesunken sind. Erst im September wurden Fotos eines englischen Touristen publik, die Nessie zeigen sollen.*

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Nessie gesichtet? Besucherin präsentiert Foto eines mysteriösen Tiers im Loch Ness

Die Touristin Karen Scott, 54, aus Aberdeen entdeckte eine unbekannte Kreatur, die im schottischen See schwamm, als sie mit ihrem Partner an der Burgruine Urquhart Castle zu Besuch war. Die Frau war sich nicht sicher, was sie davon halten sollte, und machte ein paar Fotos von dem mysteriösen Tier.

Jetzt wurden die Bilder vom offiziellen „Loch Ness Monster Sightings Register“ als positive Nessie-Sichtung aufgezeichnet. Scott berichtet gegenüber dem Magazin The Mirror: „Wir sind an einem Wochenende durch Urquhart Castle gelaufen. Ich habe gerade von der Burg über den See geschaut, als ich etwas im Wasser entdeckte. Anfangs dachte ich, es sei ein Vogel, der auf dem Wasser sitzt, aber mein Partner sagte, das sei definitiv nicht der Fall. Als ich meine Handykamera einschaltete, ist die Kreatur langsam unter Wasser getaucht und tauchte dann ein Stück weiter wieder auf. Da habe ich die Fotos gemacht. Dann hat es noch ein paar Mal dasselbe gemacht, bis es viel weiter weg war.“

Scotts Partner schätzt, dass die Kreatur die Größe einer sehr großen Robbe hatte. „Aber als wir mit den Führern im Schloss sprachen, sagten sie, es sei sehr selten, dass ein Seehund so weit oben am Loch Ness ist, also weiß ich nicht, was es war“, fügt Karen Scott hinzu.

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Ungeheuer von Loch Ness: mehr Sichtungen in 2020 trotz Corona-Pandemie

Gary Campbell, der das offizielle „Loch Ness Monster Sightings Register“ führt, sagt, dass 2020 ein unerwartet starkes Jahr für neue Nessie-Berichte gewesen sei: „Wie bei allen anderen auf der ganzen Welt, war 2020 in Loch Ness ein ganz anderes Jahr. Die Haupttouristenattraktion, Urquhart Castle, würde normalerweise mehr als 500.000 Besucher begrüßen, aber wie Sie sich vorstellen können, wurden die Zahlen durch die Covid-Krise stark eingeschränkt. Im Jahr 2020 gab es jedoch immer noch eine beträchtliche Anzahl von Nessie-Sichtungen.“

Wie Campbell hinzufügt, seien einige Sichtungen mit einer Live-Kamera online gemacht worden. Menschen aus aller Welt nehmen über die Loch-Ness-Webcam an der „Jagd“ nach dem Ungeheuer von Loch Ness teil. Einige der Nessie-Sichtungen wurden über die Webcam gemeldet. Nessie wurde jedoch im Laufe des Jahres auch von einigen der wenigen Besucher, wie Karen, die es bis zum Loch geschafft haben, persönlich gesehen – und auch von Anwohnern entdeckt, die in der Nähe wohnen.

„Es ist großartig zu sehen, dass Nessie trotz einer globalen Krise immer wieder auftaucht, sodass wir sicher sein können, dass sie immer noch da ist, um sie willkommen zu heißen, wenn mehr Leute zu Besuch kommen.“, so Gary Campbell. Karen Scott ist sich derweil nicht sicher, was sie im November gesehen hat, sagt aber, wenn es eine Robbe war, habe sie sich sicherlich nicht wie eine bewegt: „Es tauchte nicht unter Wasser, sondern ging langsam unter Wasser. Es bewegte sich nicht so, wie es ein Seehund tun würde.“ (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Von Bigfoot bis Loch Ness: Auf der Spur mythischer Kreaturen

Hier sieht das Seeungeheuer Nessie eher wenig furchterregend aus. Wie es tatsächlich aussieht, weiß keiner - es wurde nie gefangen. Foto: VisitScotland/Kenny Lam
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