Eine authentische Ayurvedakur in Südindien stärkt Körper, Geist und Seele – wenn man sich darauf einlässt

Der Luxus der Askese

Tiefe Entspannung: Beim Stirnguss „Shirodhara“ fließt über einen längeren Zeitraum warmes Öl auf die Stirn. Diese Anwendung löst seelische Blockaden und fördert eine tiefe Entspannung. Foto: nh

Nein, als Wellnessurlaub kann man eine Ayurvedakur im Kalari Kovilakom wirklich nicht bezeichnen. In Palakkad im südindischen Bundesstaat Kerala macht man authentisches Ayurveda auf höchstem Niveau – und nach strengen Regeln. So darf man selbstverständlich zwischen den Anwendungen, den Meditationen, der Yoga und den Konsultationen nicht sonnenbaden, schwimmen oder Sport treiben. Auch Ausflüge sind nicht gern gesehen. Und gegessen wird nur, was die Köche nach Anweisung der Ärzte für jeden Patienten individuell zubereiten – ayurvedisch und vegetarisch.

Gestärkt an Körper, Geist und Seele

„Ein bisschen ist es bei uns wie im Ashram“, sagt Hoteldirektor Cherry Cherian lächelnd. Da hat er ein Stück weit Recht. Doch die Gäste im Kalari Kovilakom genießen die Askese im Luxus und werden, wenn sie sich auf die Kur einlassen, erfrischt und gestärkt an Körper, Geist und Seele die Heimreise antreten.

Gewicht, Stress und Sorgenfalten loslassen

Doch bis es soweit ist, müssen sie sich voll und ganz auf die Kur einlassen. Und das heißt vor allem Ruhe. Denn die Behandlungen sind anstrengend für den Körper und auch der Geist muss loslassen und sich auf die Ruhe einlassen. Tägliche Yogaübungen und Meditationen helfen dabei. Für mindestens zwei Wochen betreten Gäste eine neue Welt, leben in königlichem Luxus eines Maharani-Palastes aus dem 19. Jahrhundert, aber zugleich enthaltsam und diszipliniert. Auf Alkohol und Nikotin muss man verzichten und man fühlt sich – zumindest während der ersten Tage – müde, schlapp und traurig.

Doch wenn man das überstanden hat, geht es steil bergauf und man kann königlich loslassen: Gewicht, Stress und Sorgenfalten – und auch die Nikotinsucht – bleiben in den Bergen Keralas zurück.

Von Jutta Kneissler

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