Zur Kasse, Autofahrer!

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Bitte zahlen: Viele Strecken in Europa – wie hier der Warnowtunnel in Rostock – dürfen nicht gratis befahren werden.

Verreisen ist uns lieb und teuer – vor allem Letzteres, denn wer mit dem Auto in Urlaub fährt, muss nicht nur die Benzinkosten ins Budget einkalkulieren, sondern auch eine meist recht stattliche Summe für die Maut...

...die in rund 20 europäischen Ländern für die Benutzung von Autobahnen, Tunneln oder Brücken kassiert wird.

Es gibt zwei Systeme, nach denen die Maut erhoben wird: die nutzungsbezogene (bezahlt wird nur, wenn man tatsächlich fährt) oder die zugangsbezogene Gebühr (Zugang zum Beispiel mit Vignette). Unterschieden wird bei den Mautberechnungen auch, ob man mit Motorrad, Pkw, Pkw mit Anhänger oder mit einem Wohnmobil unterwegs ist.

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Wie der ADAC mitteilt, werden unter anderem in Italien, Kroatien, Polen, Portugal, Serbien, Spanien, Griechenland, Irland und Frankreich die Straßennutzungsgbühren erhoben. Als Faustregel kann mit rund fünf Euro pro 100 Kilometer rechnen, allerdings gibt es auch Streckenabschnitte im Gebirge, die wegen ihrer aufwendigen Bauweise teurer sind. In manchen Gegenden, wie beispielsweise in den französischen Regionen Elsass, Lothringen und in der Bretagne, ist die Autobahnnutzung teilweise kostenfrei. In Bulgarien, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn gibt es Vignetten mit unterschiedlichen Zeitfenstern – gültig von wenigen Tagen bis zu einem Jahr (s. Info-Kasten unten). Oft müssen aber noch auf bestimmten Strecken, bei der Nutzung von Tunnels oder Brücken und in Städten noch gesondert Gebühren gezahlt werden.

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Italien, Manerba: In diesem Dorf haben Autofahrer keine Probleme, einen kleinen Brunnen zu erreichen.
Italien, Manerba: In diesem Dorf haben Autofahrer keine Probleme, einen kleinen Brunnen zu erreichen. © Langenscheidt
Wer auf Reisen ist, kann so einiges erleben. Vor allem im Straßendschungel oder am Wegesrand treffen Urlauber auf Schilder, die obwohl sehr ernst gemeint, komisch sein können. Hier die zehn besten Schnappschüsse. Darunter das Hinweisschild für Touristen mit Fotoapparat, gesehen in Österreich, Hellbrunn.
Wer auf Reisen ist, kann so einiges erleben. Vor allem im Straßendschungel oder am Wegesrand treffen Urlauber auf Schilder, die obwohl sehr ernst gemeint, komisch sein können. Hier die zehn besten Schnappschüsse. Darunter das Hinweisschild für Touristen mit Fotoapparat, gesehen in Österreich, Hellbrunn. © Langenscheidt
Deutschland, Moritzburg: Lebt hier der legendäre Moritzburger Monsterkarpfen?
Deutschland, Moritzburg: Lebt hier der legendäre Moritzburger Monsterkarpfen? © Langenscheidt
Japan, Kyoto: Normale WC&#39s sind im fernen Osten scheinbar eine Herausforderung. Traditionelle Plumpsklos benutzen Japaner mit dem Gesicht zur Wand, so erscheint eine Hinweistafel durchaus sinnvoll. 
Japan, Kyoto: Normale WC's sind im fernen Osten scheinbar eine Herausforderung. Traditionelle Plumpsklos benutzen Japaner mit dem Gesicht zur Wand, so erscheint eine Hinweistafel durchaus sinnvoll.  © Langenscheidt
Dieses Schild weist in Namibia, Solitaire auf eine Gefahr hin. Aber auf welche eigentlich?
Dieses Schild weist in Solitaire in Namibia auf eine Gefahr hin. Aber auf welche eigentlich? © Langenscheidt
In Bad Griedbach konnte man dieses Schild bestaunen.
In Bad Griedbach konnte man dieses Schild bestaunen. © Langenscheidt
Was da wohl auf einer Toilette in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul los war, dass dieses Schild aufgestellt wurde?
Was da wohl auf einer Toilette in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul los war, dass dieses Schild aufgestellt wurde? © Langenscheidt
Ob es im polnischen Wyreba wohl wirklich Außerirdische gibt? Wenn man diesem Schild glaubt, wohl ja.
Ob es im polnischen Wyreba wohl wirklich Außerirdische gibt? Wenn man diesem Schild glaubt, wohl ja. © Langenscheidt
Im Great Otway National Park in Australien kann so einiges passieren.
Im Great Otway National Park in Australien kann so einiges passieren. © Langenscheidt
Ein Schild auf Sylt, das einen schmunzeln lässt.
Ein Schild auf Sylt, das einen schmunzeln lässt. © Langenscheidt
"Urlaub im Schilderwald", über 100 Schnappschüsse mit Texten von Titus Arnu erschienen im Langenscheidt Verlag für 9,95 Euro.  
"Urlaub im Schilderwald", über 100 Schnappschüsse mit Texten von Titus Arnu erschienen im Langenscheidt Verlag für 9,95 Euro.   © Langenscheidt

Wer meint, sich die teure Maut sparen zu können und keine Vignette kauft, rechnet schlecht. Der ADAC warnt vor dem Schwarzfahren, das empfindliche Strafen nach sich ziehen kann. In der Slowakei kann das bis zu 500 Euro kosten, in Slowenien maximal 800 Euro. Neben der Zahlung der Ersatzmaut muss man meist noch mit einem Bußgeldverfahren rechnen, bei dem in Österreich bis zu 3000 Euro fällig werden können.

Das Ausweichen auf mautfreie Nebenstrecken lohnt sich wegen dem Zeitverlust und den erhöhten Spritkosten für Pkw-Fahrer meist nicht – außer man reist nach dem Prinzip, dass der Weg schon das Ziel ist. Wer dagegen mit einem Wohnmobil oder mit einem Anhänger unterwegs ist, sollte beide Alternativen durchkalkulieren, da die Maut für diese Fahrzeuge oft sehr hoch ist.

Im Internet gibt es dafür Mautrechner, mit denen unterschiedliche Routen verglichen werden können. Die Preise für Zeitvignetten werden bei diesen Online-Werkzeugen allerdings oft nicht mit eingerechnet.

Bei einem längeren Urlaub sollte man prüfen, ob es billiger ist, wenn man zwei Kurzzeitvignetten statt einem Mehrmonatspickerl kauft. Gerade für die Fahrt durch Österreich kann diese Version günstiger sein: Zwei 10-Tage-Vignetten kosten für einen Pkw je 7,90 Euro, die Zwei-Monats-Vignette dagegen 23 Euro.

Viel Zeit und unnötige Hektik an der Grenze kann sparen, wer den Vorverkauf nutzt. In den ADAC-Geschäftsstellen gibt’s Vignetten für Österreich, die Schweiz, Slowenien und Tschechien, außerdem kann man die Videomaut für Österreich (z.B. Brenner) und die Via Card für Italien dort besorgen.

Caravaner müssen einige besondere Vorschriften beachten: So wird beispielsweise in der Schweiz für Reisemobile über 3,5 Tonnen eine Schwerverkehrsabgabe fällig, die an der Grenze zu entrichten ist. Außerdem verlangen die Eidgenossen, dass am Wohnwagenanhänger eine eigene Vignette klebt.

Volker Pfau

INFOS ZUR MAUT

In diesen Ländern müssen Straßenbenutzungsgebühren entrichtet ­werden:

BULGARIEN: Vignette; 7 Tage 5 Euro, 1 Monat 13 Euro, 1 Jahr 34 Euro.

DÄNEMARK: Sondermaut für Storebaeltbrücke (Fünen-Seeland) und Öresundbrücke (Kopenhagen-Malmö).

FRANKREICH: Streckenmaut.

GRIECHENLAND: Streckenmaut.

ITALIEN: Streckenmaut.

KROATIEN: Streckenmaut.

NORWEGEN: Sondermaut und City-Maut Oslo.

ÖSTERREICH: Vignette; 10 Tage 7,90 Euro, 2 Monate 23 Euro, 1 Jahr 76,50 Euro.

POLEN: Streckenmaut.

PORTUGAL: Streckenmaut.

RUMÄNIEN: Vignette; 7 Tage 3 Euro, 1 Monat 7 Euro, 3 Monate 13 Euro, 1 Jahr 28 Euro.

SCHWEDEN: Sondermaut für Öresundbrücke (Malmö-Kopenhagen).

SCHWEIZ: Vignette; 1 Jahr 31,50 Euro.

SERBIEN: Streckenmaut.

SLOWAKEI: Vignette; 7 Tage 7 Euro, 1 Monat 14 Euro, 1 Jahr 50 Euro.

SLOWENIEN: 7 Tage 15 Euro, 1 Monat 30 Euro, 1 Jahr 95 Euro.

SPANIEN: Streckenmaut.

TSCHECHIEN: Vignette; 10 Tage 10,50 Euro, 1 Monat 15 Euro, 1 Jahr 50,50 Euro.

UNGARN: Vignette; 4 Tage 6 Euro, 10 Tage 10 Euro, 1 Monat 17 Euro, 1 Jahr 148 Euro.

Maut-Informationen zu den jeweiligen Ländern hat der ADAC auf seiner Internetseite www.adac.de/reise_freizeit/maut aufgelistet (für Mitglieder). Mit dem Routenplaner unter www.maps.adac.dekann man die Kosten im Voraus berechnen.

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