Das Legoland Billund in Dänemark hat lebenden Zuwachs bekommen – und neue Attraktionen für die Besucher

Wo Mister P. sich wohlfühlt

Eins, zwei, drei watschelnde Pinguine in einer Reihe und: Action! Ende April war der erste offizielle Arbeitstag für Mister P., Gertie und Co. Kopfsprünge ins kühle Nass, Brust-, Delphinschwimmen und Tauchen standen auf dem Plan. 17 Eselspinguine sind die Stars im neuen Polar Land im dänischen Städtchen Billund. Das ist dort, wo es die bunten Lego-Steine wie Sand am Meer gibt, im Freizeitpark Legoland in Südjütland.

„Das 12 500 Quadratmeter große Polar Land ist die größte Investition in der mehr als 40-jährigen Geschichte des Parks und hat ein Volumen von zehn Millionen Euro“, verkündet Direktor Henrik Höhrmann. Umweltschützer Philippe Cousteau, ein Enkel des berühmten Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau, enthüllt zusammen mit vielen aufgeregten Kindern den Pinguin-Pool. Schneebälle fliegen gegen einen schwarzen Vorhang vor dem Sichtfenster im Amphitheater und lassen ihn zu Boden sinken. Von all dem bekommen die Tiere nichts mit. Aus ihrer Perspektive sind die Scheiben abgedunkelt.

Leben wie in der Antarktis

Ihren Namen verdanken die Pinguine den charakteristischen Esellauten, die sie ausstoßen. Ihr neues Zuhause ist so entwickelt, dass ein artgerechtes Leben möglich ist. Temperaturen und Lichtverhältnisse sind dem natürlichen Rhythmus der Antarktis nachempfunden. „Geboren wurden die Eselspinguine ohnehin im Zoo von Edinburgh“, erklärt Henrik Höhrmann: „Ein Leben in Freiheit ist ihnen völlig fremd. Der Umzug per Flieger nach Billund war eher eine Abwechslung.“ Die Flugzeugkabine, in der die Tiere eineinhalb Stunden in hölzernen Transportkisten ausharrten, war eigens für sie auf zehn Grad Celsius heruntergekühlt. Täglich muss nun eine Tonne Schnee produziert werden, da sich die Frackträger auf Eis am wohlsten fühlen und gerne im Schnee spielen.

Zu den neuen Attraktionen für Adrenalin-Süchtige gehört auch der Polar X-plorer. An einem Wasserfall vorbei fahren Gäste mit der Achterbahn bis auf eine Höhe von zehn Metern, um dann im freien Fall mit 65 Kilometern pro Stunde fünf Meter tief wie durch eine Eisdecke zu stürzen. Wer es ruhiger liebt, der kann das schwarzweiße Treiben durch Glasfenster vom Amphitheater oder vom neuen Pizza- und Pasta-Restaurant aus beobachten.

Auch 44 thematisch passende neue Lego-Modelle gibt es im Polar Land zu bestaunen. Die Hälfte davon sind der Natur nachempfunden, so zum Beispiel zwei lebensgroße Eisbären. Jeder von ihnen hergestellt aus fast 80 000 Lego-Steinchen.

Im Jahr 1968 wurde das Legoland Billund eröffnet. Seit 2002 gibt es ein deutsches Legoland im bayerischen Günzburg. Auch hier werden zusätzlich zu den klassischen Lego-Attraktionen und Fahrgeschäften Lebendtiere gezeigt. Im Atlantis by Sea Life-Tunnel schwimmen Hunderte von Fischen – auch Haie und Rochen – über den Köpfen der Zuschauer.

Für Mister P., Gertie und ihre 15 Kollegen geht der erste offizielle Arbeitstag zu Ende. Die Polarnacht bricht herein. Zeit zum Schlafen für die Pinguine und ihre bunten Lego-Artgenossen.

Von Dagmar Krappe

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