Mittelmeer und Marokko boomen bei Studiosus

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Hauptplatz Djemaa El Fna in Marrakesch: Marokko ist bei Studiosus das beliebteste Reiseziel in der arabischen Welt. Foto: Stefan Weißenborn

Berlin (dpa/tmn) - Studienreisende fahren besonders gerne in typische Urlaubsländer am Mittelmeer. Zumindest bei Studiosus boomen Spanien, Italien und Portugal. Und auch Marokko hat 2014 weiter kräftig zugelegt. Düster sieht es dagegen für Ägypten aus.

Studienreisen rund um das Mittelmeer und in Marokko waren in diesem Jahr bei Studiosus besonders gefragt. Spanien (plus 20 Prozent), Italien (plus 17 Prozent) und Portugal (plus 25 Prozent) sind im Vergleich zu 2013 jeweils zweistellig gewachsen. Das erklärte der Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch bei der Jahrespressekonferenz in Berlin. Ein wesentlicher Grund für den Anstieg seien gesunkene Preise im Vergleich zum Jahr davor. "Wir haben 2013 ein richtiges Preisproblem gehabt", sagte Kubsch.

Auch Griechenland ist wieder deutlich im Kommen. Die Zahl der Studiosus-Gäste stieg im Vergleich zum Vorjahr um 134 Prozent auf 2025. Und weitere Steigerungen sind gut möglich: "Da ist nach wie vor viel Luft drin", erklärte Kubsch.

Marokko verzeichnet 2014 ein Plus von 53 Prozent und ist bei Studiosus die stärkste Destination in der arabischen Welt (4059 Gäste). Auch die Emirate und der Oman haben - wie im Vorjahr - deutlich zugelegt. Selbst nach Israel sind trotz des Gaza-Konflikts mehr Studienreisende geflogen als noch im Jahr zuvor. Und Iran sei der "Shooting Star", erklärte Kubsch. Die Zahl der Studienreisenden hat sich in einem Jahr fast vervierfacht. Für 2015 rechnet der Veranstalter mit weiteren Zuwächsen.

Ägypten ist dagegen stark eingebrochen: Die Nachfrage sei nahezu auf Null gefallen, sagte Kubsch. Die Zukunft könnte jedoch wieder etwas besser werden. "Es geht jetzt langsam wieder los." Die Türkei wurde in diesem Jahr nicht mehr so stark nachgefragt. Das habe an der politischen Situation und nicht an der Sicherheitslage gelegen, sagte Kubsch.

Das gesamte südliche Afrika liegt bei Studiosus 28 Prozent im Plus (5151 Gäste) und ist auf der Fernstrecke die stärkste Destination. Auch Mittel- und Südamerika ziehen mehr Studienreisende an. Für Indien sind die Zahlen rückläufig. Das Image des Landes habe unter den Berichten über Vergewaltigungen westlicher Urlauberinnen gelitten, erläuterte Kubsch. Asien habe insgesamt etwas an Nachfrage verloren. Allerdings ist Japan weiter kräftig gewachsen. Insgesamt verzeichnete der Veranstalter, der im April 60 Jahre alt wurde, ein Gästeplus von 10 Prozent.

Seine Europareisen stellt Studiosus 2015 in zwei Katalogen für Süd- sowie Mittel-, Nord- und Osteuropa vor. Beiliegend ist der Katalog "Smart & Small", der sich an Berufstätige richtet und erstmals im Sommer vorgestellt wurde. Wanderreisen bündelt Studiosus in einem Extrakatalog. Dabei stehen Reisen im Vordergrund, die Begegnungen mit Menschen ermöglichen - zum Beispiel mit einem Tabakbauern auf Kuba. Singletrips finden Kunden im Katalog "Me & More". Neue Metropolen für Städtereisen sind Kapstadt und Kopenhagen.

Bei der Marke Marco Polo gibt es mehr Angebote in Iran und Myanmar, vor allem wegen der verbesserten Infrastruktur, wie Produktleiter Holger Baldus erklärte. Marokko werde weiter ausgebaut. Guatemala und Kolumbien stehen wieder im Programm. Neue Aktivreisen gibt es ebenfalls nach Iran und auch nach Vietnam. Outdoor-Reisen erfreuten sich anhaltend hoher Beliebtheit.

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