50 Jahre Schande

Monster-Hotelruine in Italien endlich gesprengt

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Nach 50 Jahren ist die Bauruine des Hotels "Alimuri" an der italienischen Küste bei Sorrent gesprengt worden.

Die Ruine des Hotels „Alimuri“ stand 50 Jahre symbolisch für die Verschandelung der italienischen Küste. Nun wurde das "Öko-Monster" gesprengt.

Eine der bekanntesten Hotel-Bauruinen in Süditalien ist mit einem großen Spektakel gesprengt worden. Das illegal gebaute Zement-Gerippe an der Küste bei Sorrent, auch „Öko-Monster“ genannt, krachte am Sonntag nach einem jahrelangen Rechtsstreit in wenigen Sekunden vor den Augen von Hunderten Schaulustigen in sich zusammen und hinterließ nichts als Staub und Trümmer.

„Es ist ein historischer Tag“, sagte der Bürgermeister der Kommune Vico Equense, Gennaro Cinque, laut der Zeitung „La Repubblica“. Die Ruine des Hotels „Alimuri“ stand 50 Jahre symbolisch für die Verschandelung der italienischen Küste.

Luxushotel mit Meerblick

„Es ist ein Skandal, dass es ein halbes Jahrhundert gedauert hat, derartige Immobilienspekulationen zu zerstören“, schrieb der Präsident der Region Kampanien, Stefano Caldoro, am Montag auf seiner Facebook-Seite. In bester Lage auf einem Felsen mit Meerblick sollte in den 60er Jahren eigentlich ein Luxushotel mit etwa 150 Zimmern entstehen, doch es kam nie dazu.

Umweltschützer kämpften seit langem für den Abriss. Die Organisation Legambiente sprach jetzt von einem „Sieg der Schönheit über die Arroganz des Zements“. Mit der Sprengung wuchs die Hoffnung, dass andere touristische Bauruinen das gleiche Schicksal ereilt. Doch die Mühlen der italienischen Justiz mahlen langsam - so geht auch der Rechtsstreit mit den Besitzern des Hotels trotz Sprengung weiter.

dpa

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