Mann forderte Schadensersatz

Muezzin-Rufe sind kein Reisemangel

Hannover - Ein Tourist hat eine Flugpauschalreise in die Türkei gebucht und danach geklagt. Der Muezzin einer Moschee in der Nähe seines Hotels hatte täglich ab 6 Uhr morgens zum Gebet gerufen.

Muezzinrufe sind kein Reisemangel. In Ländern wie der Türkei seien sie landestypisch - vergleichbar mit dem Geläut von Kirchenglocken in christlichen Ländern, entschied das Amtsgericht Hannover (Az.: 559 C 44/14). In dem Fall hatte der Kläger eine Flugpauschalreise nach Doganbey in der Türkei gebucht.

Er bemängelte, dass sich in der Nähe des Hotels eine Moschee befand und der Muezzin ab 6.00 Uhr morgens durch einen Lautsprecher mehrmals täglich für jeweils fünf Minuten zum Gebet rief. Vom Reiseveranstalter forderte er deshalb Schadenersatz in Höhe von rund 1160 Euro. Vor Gericht blitzte er damit jedoch ab.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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