Nach Beschwerden: Prag verbannt Segways von Gehwegen

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Durch die Altstadt von Prag drängen sich in der Urlaubszeit Tausende Touristen. Für Segway-Fahrer ist die gesamte Unesco-Weltkulturerbe-Zone nun verboten. Foto: Wolfgang Thieme

In vielen Metropolen Europas sind Touristen mit Segways unterwegs. Doch in Prag hat das Forbewegungsmittel bei den Einheimischen für Unmut gesorgt. In der Altstadt müssen Besucher ihre Besichtigungstour daher wieder zu Fuß machen.

Prag (dpa/tmn) - Die Touristenmetropole Prag geht gegen den Segway-Verkehr in der historischen Altstadt vor. Die Stehroller sind künftig im Bereich der Innenstadt auf Bürgersteigen und Fahrradwegen sowie in Fußgängerzonen verboten. Das entschied nun der Stadtrat.

Segway-Touren sind bei Touristen beliebt, die damit schnell die tschechische Hauptstadt erkunden können. Zuletzt hatten sich aber Beschwerden der Einheimischen über rüpelhafte Fahrer gehäuft. Täglich sind rund 300 Segways im Prager Stadtzentrum unterwegs.

Es kam bereits zu Unfällen: Anfang der Woche stieß eine 42-jährige Touristin auf ihrem Segway an einem Zebrastreifen gegen eine Straßenbahn. Sie wurde mit einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht. Das neue Verbot gilt in der gesamten Unesco-Weltkulturerbe-Zone und tritt demnächst in Kraft. Eine Ausnahme gilt für die Prager Polizei: Die Beamten patrouillieren seit mehr als zehn Jahre mit dem Elektroroller auf Straßen und Gehwegen.

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