Nervenkitzel zwischen Himmel und Erde

Mit Tempo übers Eis: Nicht nur auf der Piste, auch auf zugefrorenen Seen kann man im Winter hervorragend kiten.

Das Prinzip klingt einfach: Eine Lenkstange, ein großer, fallschirmähnlicher Zugdrachen, Ski oder Snowboard an den Füßen, genügend Wind und schon kann’s losgehen. In der Praxis sind dann doch noch ein paar Übungseinheiten nötig, um das Sportgerät sicher und kontrolliert zu beherrschen und sich dann in rauschendem Tempo über den Schnee ziehen zu lassen – Glücksgefühle inklusive.

Immer mehr Skigebiete locken vor allem jüngeres Publikum mit dem Adrenalinkick der besonderen Art. Geprüfte Lehrer machen mit dem großen Drachen vertraut, geben Hinweise für die richtige Haltung und Hilfestellung bei den ersten Flug- und Fahrversuchen. Gut aufgehoben ist man zum Beispiel in Schulen, die nach den Richtlinien der KSA (Kite & Snowkite Association) oder des VDWS (Verband Deutscher Windsurfing- und Wassersportschulen) arbeiten.

Man braucht viel Platz

Da man fürs Snowkiting vor allem viel Platz braucht, sind breite Skipisten unerlässlich – etwa am Rittner Horn in Südtirol. Auf 2200 Metern Höhe sind dort die Windverhältnisse zuverlässig, die Flächen riesig und der Tiefschnee nahezu garantiert. Fortgeschrittene können sich mit einem Führer sogar auf eine spannende Snowkite-Tour abseits der Pisten wagen. Auch der Feldberg im Schwarzwald oder österreichische Skigebiete um Zell am See oder Innsbruck bieten optimale Bedingungen.

Zugefrorene Seen sind ebenfalls gute Orte, um das Snowkiting auszuprobieren. Als Mekka der Snowkiter gelten der schweizerische Silvaplanersee im Engadin, der Zeller See in Österreich und der Reschensee in Südtirol. Auf Letzerem findet Anfang 2012 auch die Weltmeisterschaft der Snowkiter statt, bei der die Profis mit waghalsigen Sprüngen und rasanten Rides das Publikum beeindrucken werden. Übrigens: Der aktuelle Geschwindigkeitsrekord liegt bei 111,2 Kilometer pro Stunde. (bfs/nh)

Von Julia Siegers

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