Kein Schmerzensgeld bei Belästigung durch Händler

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In Bali tragen Kinder und Frauen ihre Lasten auf dem Kopf.

Frankfurt/Main - Händler können im Urlaub ganz schön nerven. Ein Tourist, wollte jetzt Schmerzensgeld vom Reiseveranstalter, weil er von einem Verkäufer bedrängt wurde, dass er sogar stürzte. 

Ein Reiseveranstalter muss jedoch kein Schmerzensgeld zahlen, wenn ein Tourist bei einer Vulkanbesteigung von Händlern bedrängt wird und dadurch stürzt.

Das berichtet die in München erscheinende Fachzeitschrift “NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht“ (Heft 19/2009) unter Hinweis auf ein Urteil des Landgerichts Frankfurt.

Demnach zählt ein solcher Sturz zum allgemeinen Lebensrisiko des Reisenden. Den Veranstalter kann er dafür nicht haftbar machen (Az.: 2/24 S 218/08). Das Gericht wies die Schadenersatz- und Schmerzensgeldklage eines Touristen ab. Der Mann hatte eine Pauschalreise nach Bali gebucht. Bei einer Vulkanbesteigung wurde er von einem Händler so bedrängt, dass er stürzte. Der Kläger meinte, der Reiseveranstalter hätte dafür sorgen müssen, dass er beim Aufstieg nicht belästigt wird. Doch das Landgericht winkte ab: Es sei nicht ersichtlich, welche Maßnahme der Veranstalter hätte treffen können, um den Unfall zu vermeiden. Jedenfalls sei der Veranstalter nicht befugt, die Händler von einem öffentlichen Gelände vertreiben zu lassen. Daher bestehe für die vom Kläger behauptete Haftung keine rechtliche Grundlage.

dpa

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