Städtereisen-ABC

Reise nach Zagreb: Zwischen Mittelmeer- und Balkan-Flair

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Der Kunstpavillon ist ein historisches Wahrzeichen der Stadt und ein Treffpunkt für Straßenmusiker.

Zagreb gilt als Geheimtipp für Städtereisende. Kein Wunder: In der kroatischen Hauptstadt herrscht eine Atmosphäre, die man andernorts vergeblich sucht.

Die Balkan-Metropole mit ihrem kuscheligen Altstadtgassen hat alles, was man für einen Städtetrip über das Wochenende so braucht. Dabei ist die Stadt recht überschaubar, vor allem der historische Kern. Praktisch, denn so liegen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nahe beieinander, nämlich da wo Oberstadt (Gornji Grad) und Unterstadt (Donji Grad) zusammentreffen. Danach laden die Fußgängerzonen, Gassen und vielen Cafés zum Shoppen, Flanieren und Wohlfühlen ein. Das beste daran: Hier kann man fast das ganze Jahr über im Freien sitzen.

Zagreb zu Fuß erkunden

Die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die neben den vielen Parks, klassizistischen Palästen und barocken Kirchen das Stadtbild prägen, können zu Fuß erkundet werden. Vom Hauptbahnhof aus sind es nur wenige Schritte zum Kunstpavillon "Promenadni Koncert". Dort wird im Freien musiziert und auf der Straße getanzt. Eine halbe Stunde ist es von hier zu Fuß bis zur Oberstadt.

Traditionsreiche Handwerkerläden von Schuster bis Hutmacher säumen die Hauptgeschäftsstraße namens "Ilica". Wer jetzt nicht mehr weiter laufen mag, nimmt einfach von hier ab die blaue Zahnradbahn. Viele Touristen genießen den Blick auf die Unterstadt, der sich einem von oben bietet. 

Mittelpunkt der Oberstadt ist der Markus-Platz mit der eindrucksvollen Kirche, deren älteste Mauern aus dem 13. Jahrhundert stammen. Vom Blumenmarkt gelangt man schließlich über Treppen zum größten Gemüsemarkt von Zagreb. Der "Dolac" wird gemeinhin auch als "Bauch von Zagreb" bezeichnet, bei dem Reisende auch das ein oder andere kulinarische Mitbringsel für Zuhause finden.

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Sehenswertes in Zagreb

Wahrzeichen der Stadt und ein absolutes Highlight bei der Sightsteeing-Tour ist die Kathedrale von Zagreb. Ihre mehr als 100 Meter hohen Türme sind die höchsten des gesamten Balkan. Eines der legendärsten Bauwerke der Stadt ist das Hotel Regent Esplanade. 1925 wurde Zagreb dadurch zu einer wichtigen Station des Orient-Express. Berühmte Persönlichkeiten wie Charles Lindbergh, Josephine Baker oder Elizabeth Taylor waren hier schon zu Gast.

Aber auch bei Kunst und Kultur muss sich die kroatische Hauptstadt nicht verstecken. Für Interessierte bietet sich beispielsweise ein Besuch des Archäologischen Museums an, bei dem die ältesten Schriften in etruskischer Sprache bestaunt werden können. Das Haus der kroatischen Kunst vermittelt bereits von außen einen Eindruck der blühenden 30er Jahre in Zagreb und kontrastiert damit die architektonisch eher habsburgisch geprägte Unterstadt.

Oder soll die Reise woandershin gehen? Finden Sie hier eine Übersicht über die schönsten Destinationen für Städtereisen.

Reise-Informationen zu Zagreb

Zagreb ist die Hauptstadt Kroatiens.

Einwohnerzahl: rund 790.000

Flughafen: etwa 20 km südöstlich des Stadtzentrums bei der Ortschaft Pleso (ZAG)

Kulinarisches: Fleischgerichte (Cevapcici etc.), Fischspezialitäten (Tintenfisch, Hummer), herzhafte Suppen, Speck, Käse, Schinken, einheimischer Wein und Kräuterschnaps

Sehenswürdigkeiten: Oberstadt, Unterstadt, Kathedrale, Kirche des heiligen Franz, Marienkirche, Erzbischofspalast, Gemüsemarkt, Ban-Jelačić-Platz

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Die Plitvicer Seen in Kroatien

Weltnaturerbe der Unesco: Die türkisen Wasserfälle gehören zu den spektakulärsten Naturschauspielen der Welt. Foto: Archiv Nationalpark Plitvicer Seen/dpa-tmn
Weltnaturerbe der Unesco: Die türkisen Wasserfälle gehören zu den spektakulärsten Naturschauspielen der Welt. Foto: Archiv Nationalpark Plitvicer Seen/dpa-tmn © Nationalpark Plitvicer Seen
Auf Holzstegen über gurgelnde Kaskaden: Plankenwege verbinden die Seen und Wasserfälle. Foto: Archiv Nationalpark Plitvicer Seen/dpa-tmn
Auf Holzstegen über gurgelnde Kaskaden: Plankenwege verbinden die Seen und Wasserfälle. Foto: Archiv Nationalpark Plitvicer Seen/dpa-tmn © Nationalpark Plitvicer Seen
Wie eine Burg mitten im Nirgendwo: Titos einstige Villa steht in keinem Reiseführer. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn
Wie eine Burg mitten im Nirgendwo: Titos einstige Villa steht in keinem Reiseführer. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn © Florian Sanktjohanser
Wo einst die Promis feierten: Die Fenster in Titos Villa sind längst zersplittert. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn
Wo einst die Promis feierten: Die Fenster in Titos Villa sind längst zersplittert. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn © Florian Sanktjohanser
Kanutour auf der Mreznica: Der Karstfluss sieht mit seinen Travertinbarrieren aus wie eine Mini-Ausgabe der Plitvicer Seen. Sein Wasser ist so rein, dass man es trinken kann. Foto: Mario Mihajlik/www.4riversadventures.com/dpa-tmn
Kanutour auf der Mreznica: Der Karstfluss sieht mit seinen Travertinbarrieren aus wie eine Mini-Ausgabe der Plitvicer Seen. Sein Wasser ist so rein, dass man es trinken kann. Foto: Mario Mihajlik/www.4riversadventures.com/dpa-tmn © Mario Mihajlik
Besuchermagnet aus Wasser: Mehr als 1,3 Millionen Urlauber kamen im vergangenen Jahr zu den Plitvicer Seen. Foto: Archiv Nationalpark Plitvicer Seen/dpa-tmn
Besuchermagnet aus Wasser: Mehr als 1,3 Millionen Urlauber kamen im vergangenen Jahr zu den Plitvicer Seen. Foto: Archiv Nationalpark Plitvicer Seen/dpa-tmn © Nationalpark Plitvicer Seen
Anita Marinkovic zog vor vier Jahren von Zagreb auf einen Bauernhof nach Primislje. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn
Anita Marinkovic zog vor vier Jahren von Zagreb auf einen Bauernhof nach Primislje. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn © Florian Sanktjohanser
Selbst bei Touristen aus Asien bekannt: In Rastoke gab es einst mehr als 40 Mühlen. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn
Selbst bei Touristen aus Asien bekannt: In Rastoke gab es einst mehr als 40 Mühlen. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn © Florian Sanktjohanser
Fähren bringen die Urlauber über den Kozjak-See. In der Hochsaison im Sommer müssen sie dabei mit längeren Wartezeiten rechnen. Foto: Archiv Nationalpark Plitvicer Seen/dpa-tmn
Fähren bringen die Urlauber über den Kozjak-See. In der Hochsaison im Sommer müssen sie dabei mit längeren Wartezeiten rechnen. Foto: Archiv Nationalpark Plitvicer Seen/dpa-tmn © Nationalpark Plitvicer Seen
Claudio Otocan führt die Mühle seiner Schwiegermutter. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn
Claudio Otocan führt die Mühle seiner Schwiegermutter. Foto: Florian Sanktjohanser/dpa-tmn © Florian Sanktjohanser
Der Nationalpark Plitvicer Seen befindet sich in Mittelkroatien und umfasst zwei Seen mit dazwischen liegenden Wasserfällen. Das Gebiet umfasst 296,85 Quadratkilometer. Foto: Florian Sanktjohanser
Der Nationalpark Plitvicer Seen befindet sich in Mittelkroatien und umfasst zwei Seen mit dazwischen liegenden Wasserfällen. Das Gebiet umfasst 296,85 Quadratkilometer. Foto: Florian Sanktjohanser © dpa-infografik GmbH

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