Oman

Oman: Wandern im Wadi

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Festes Schuhwerk nicht vergessen: Die Wanderung im Wadi Nakhar führt auf schmalen Pfaden entlang der schwindelerregenden Steilhänge zum verlassenen Dorf Sap Bani Khamis.

Einsame Sandwüsten, grüne Oasen, schroffe Gebirge: Der Oman ist rau und exotisch und für Wanderer ein anspruchsvolles Ziel.

Wer denkt bei einer Reise in den Oman nicht sofort an Wüste und Sand? Weit gefehlt: Das Sultanat an der Straße von Hormus bietet durchaus landschaftliche Vielfalt. Gebirgsketten mit 3000 Meter Höhe, die fruchtbaren Ebenen der Batinah, die grüne Provinz Dhofar, 1700 Kilometer Küste mit unzähligen Sandstränden – aber natürlich auch riesige Wüsten – bieten Wandern ungezählte Möglichkeiten für spannende Touren.

Das Hadjargebirge erstreckt sich vom äußeren Norden des Landes über 600 Kilometer parallel zur Küste des Omanischen Golfs bis unterhalb der Hafenstadt Sur. Und es lädt zu zahlreichen Wanderungen ein. Startet man mit dem Jeep in Nizwa, etwa 180 Kilometer von der Hauptstadt Muscat entfernt am Südrand des Hadjargebirges, kommt man bald in den Dunstkreis des höchsten Berges des Oman, des Jabal Shams (2970 Meter).

Das Wadi Nakhar am Fuße des Jabal Shams, wird auch als der Grand Canyon des Omans bezeichnet. Steile Felswände ragen an den Seiten des schmalen Tals empor. In einer dieser Wände führt auf einem schmalen Felsweg eine „Balkon-Wanderung“ zum verlassenen Dorf Sap Bani Khamis.

Man startet im Dorf Al Khatim. Schon bald ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt – an manchen Stellen geht es knapp einen Meter neben dem Weg fast einen Kilometer senkrecht in die Tiefe. Knapp zwei Stunden geht man bis zum verlassenen Dorf, stets von atemberaubenden Ausblicken in das Wadi Nakhar begleitet. Die Terrassenfelder des Dorfes ernährten einst 15 Familien, heute gibt es nur noch einige Ruinen.

Wandern im Oman ist nichts Ungewöhnliches, gibt es doch inzwischen zahlreiche markierte Wege. Trotzdem sollte man manche Touren nicht ohne ortskundigen Führer unternehmen. Das gilt gleichermaßen, wenn es sich um Ausflüge in die Wüste handelt. Doch eine Nacht im Camp in der Wahiba-Wüste mit dem Erlebnis eines Sonnenuntergangs in den Dünen gehört einfach dazu.

Fotogalerie: Faszinierender Oman

Wenn man nicht wandert, bieten Muscat und die anderen Städte oder die vielen Oasen, wie zum Beispiel das traumhafte Wadi Bani Khalid, gelungene Abwechslung. Die großen Märkte von Muttrah, Nizwa und Sur können einen atemlos machen, sehenswert auch der Frauen-Suq von Ibra. Oder die frisch renovierte größte Lehmsiedlung im Oman in Bahla. Und immer wieder wird man dabei überrascht von der Gastfreundlichkeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft der Omanis. Und wer höflich fragt, ob ein Foto erlaubt ist, der wird auch meist nicht abgewiesen.

Von Peter Fritschler

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