Reise: Souvenirs, die unter die Haut gehen

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Auch der gewöhnliche Sonnenbrand ist eine Krankheit.

München - Unglaublich! Jeder dritte Deutsche kehrt krank aus dem Urlaub zurück. Der Traumurlaub verwandelt sich schnell in einen Alptraum. Als Souvenir bleibt eine mitgeschleppte Krankheit. 

Souvenirs aus dem Urlaub sind meist mit tollen Erinnerungen verbunden. Sie können aber auch das Gegenteil hervorrufen. In erster Linie dann, wenn es sich um fiese Krankheiten handelt.

Es ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Fern vom Alltag auf Reisen in ein fremdes Land, möchte man sich sorglos erholen. Doch genau dort lauern oft Riskien für die Gesundheit: Madenwürmer, Fußpilz, Mallorca-Akne oder Durchfall.

Reisekrankheiten -  Souvenirs die unter die Haut gehen

durchfall
Die mit Abstand häufigste Reiseerkrankung ist  Durchfall. In den meisten Fällen ist der Reisedurchfall eine Schutzreaktion des Körpers. Gifte und Krankheitserreger sollen auf schnellstem Wege ausgeschieden werden. Ruhe ist das beste Therapeutikum. Schutz: Bevorzugung gekochter Speisen, Obst schälen, Eiswürfel vermeiden, Körperhygiene © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Ulcus Molle oder Weicher Schanker ist eine sexuell übertragbare, vor allem in den Tropen häufig auftretende Krankheit. Sie äußert sich wenige Tage nach Ausbruch durch Hautgeschwüre an den Geschlechtsorganen. Vor allem Männer sind gefährdet. Schutz: Verhütung mit Kondom © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Fußpilz lauert überall im Urlaub, wo sich viele Menschen barfuß bewegen. Denn, Schwimmbad, Hotelzimmern- und Kabinenböden tummeln sich Hautpartikel, die mit Pilzsporen versehen sein können. Eine Wunde am Fuß oder ein schwaches Immunsystem genügen um sich zu infizieren. Der Pilz löst starken Juckreiz aus und ist sehr hartnäckig. Schutz: Haus- und Badeschuhe, Flip Flops, Desinfektion © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Madenwürmer leben im Dickdarm des Menschen. Sie sind ein häufig vorkommender Parasit der vor allem Kinder befällt und starken Analjuckreiz auslöst. Nach dem Baden in unreinen Hotelpools oder dem Spielen am Sandstrand ist die Gefahr besonders groß.  © dpa
Schutz: Die Fingernägel kurzhalten- und die Hände oft und gründlich mit Seife gewaschen. Stuhlgang beobachten, Hygiene nach dem Toilettengang, Familienmitglieder vorbeugend mitbehandeln  © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Die  Feuerqualle ist ein Nesseltier und lebt in Nord- und Ostsee sowie im Atlantik. Gefahr besteht durch Kontakt mit dem Tier, aber auch durch abgestoßene, frei schwebende Tentakel. Das Nesselgift verursacht rote brennende Striemen auf der Haut. Im schlimmsten Fall können Kopfschmerzen und Schwindelgefühl oder sogar Herzprobleme auftreten. Schutz: Auf Gefahrenschilder achten, Schutzcreme © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Hepatitis A ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-A-Virus verursacht wird. Die Infektion kommt vor allem in bestimmten Regionen wie Süd- und Südosteuropa, Afrika, Asien sowie Süd- und Mittelamerika vor. Symptome sind Durchfall, Abgeschlagenheit, Gelbsucht sowie Kopf- und Gliederschemrzen. Die Krankheit wird durch unreines Trinkwasser und Schmierinfektion übertragen. Schutz: Impfung © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Lungenegel: Die Krankheit tritt in Ostasien, im tropischen Afrika sowie in Mittel- und Südamerika auf. Nach dem Verzehr roher infizierter Krabben oder Krebse, wandern die Larven aus dem Darm über die Lebervene in die Lunge. Hauptsymptom ist ein blutiger- und schleimiger Hustenreiz. Die Egel können in der Lunge bis zu 20 Jahre überleben. Schutz: In gefährdeten Gebieten Krabben- und Krebsarten ausschliesslich gekocht verzehren. © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Vor allem bei Tauchurlauben besteht erhöhte Gefahr für eine Ohreninfektion. Sie entsteht wenn bakteriell infiziertes Wasser in den Gehörgang kommt. Der Gerhörgang ist eine perfekte Brutstätte für die Bakterien. Kinder sind eine Hochrisikogruppe. Es empfiehlt sich nach Schnorchel- und Tauchgängen die Ohren mit Süßwasser zu spülen. Schutz: Ohrenreinigung beim HNO vor Abreise, Süßwasserspülung © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Schimmelpilze können einen Vielzahl von negativen körperlichen Reaktionen hervorrufen. Diese treten relativ bald nach Sporenkontakt auf. Husten, Bronchitis, Fieber, Hautreizungen und Magen-Darm-Krankheiten sind nur eine Auswahl der möglichen Folgen. Besonders Kinder sind sehr gefährdet. Schutz: intensives Stoßlüften © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Mallorca-Akne entsteht durch das Zusammenwirken von UV-Strahlung und fetthaltigen Sonnenschutzmittlen. Sie äußert sich durch starken Juckreiz und Pustelbefall. Nach dem ersten intensiven Sonnenbad treten Ausschläge und Pusteln am Dekolleté, der Haut und den Beinen auf. Betroffen sind häufig junge Menschen mitteleuropäischer Herkunft. Schutz: fettfreie Sonnenschutzmittel, Vitamin E, Beta-Karotin-Einnahme, zu Urlaubsbeginn auf ausgiebige Sonnenbäder verzichten © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
In Afrika, Ostasien, Mittel- und Südamerika leben Mückenarten, die für uns weitaus gefährlicher als europäische Mücken sind. Sie übertragen lebenbedrohliche Krankheiten wie Malaria und das Denguel-Fieber. Nach Einbruch der Abenddämmerung, empfiehlt es sich lange Ärmel und Hosenbeine zu tragen. Schutz: Moskitonetze, Fliegengitter, Mückenschutz, Aufenthalt in klimatisierten Räumen © dpa
Unerwünschte Urlaubssouvenirs
Blutegel leben vorzugsweise in Gewässern und Wäldern tropischer Regionen Afrikas, sowie in Süd- und Mittelamerika. Mit ihren Saugnäpfen an den Körperenden saugen sie sich an der Haut fest. Um ans Blut zu gelangen schneiden sie mit ihrem Kiefer eine kleine Wunde in die Haut. Sind sie satt, lassen sie sich  fallen und hinterlassen eine Hautrötung. Schutz: Ätherische Öle, Zitronensaft, Essig, Nylonstrümpfe © dpa
Sonnenbrand
Der "klassische" Sonnenbrand zählt zu den unterschätztesten Hauterkrankungen überhaupt. Diese Entzündung zeigt sich durch eine Rötung oder Schwellung der betroffenen Stellen. Es können über Jahre sogar Tumore und Geschwülste entstehen. Schutz: Meidung von starker Sonnenbestrahlung, Wahl des geeigneten Lichtschutzfaktors der Sonnencréme  © dpa

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