Mit Ski und Pferd: Skijöring auf der Schwäbischen Alb

Riesenspaß im Schnee

Tempo, Tempo: Wenn Dishna Gas gibt, fliegen schon mal die Schneebrocken. Deshalb sollte der Skifahrer nicht einen Westernhut wie hier auf dem Foto, sondern einen Helm tragen. Foto: nh

Bei frostigen Temperaturen fühlt sich Dishna erst so richtig wohl. Die Vollblut-Araberstute galoppiert durch den Schnee, der die Felder rund um Meidelstetten bedeckt. Andere fahren jetzt Schlitten, vergnügen sich auf den Skipisten oder gleiten beim Langlauf durch die stille Winterlandschaft der Schwäbischen Alb. Willi Wolf aber sitzt im Sattel und hinter Dishna hängt ein Skifahrer am Schleppseil. Vor fünf Jahren hat Willi Wolf, der in Meidel-stetten einen Reitstall betreibt, das Skijöring für sich entdeckt.

Der Sport, der ursprünglich aus Skandinavien kommt, ist ein bisschen wie Wasserskifahren auf Schnee mit Pferd. Eigentlich braucht man dazu nicht viel: Einen versierten Reiter und einen Skifahrer, der mit den Brettern vertraut ist und einen Helm mit Visier trägt. Denn wenn Dishna richtig Gas gibt, bleibt es nicht aus, dass Schnee- und Eisbrocken durch die Luft fliegen.

Zwei- und Vierbeiner brauchen Kondition

Das A und O ist natürlich das Pferd, das wie Dishna nicht nur gute Nerven, sondern auch Kondition hat: „Wer durch den tiefen Schnee laufen muss, braucht eine gute Puste“, sagt Willi Wolf. Eine, maximal zwei Stunden dauert eine Skijöring-Tour. Und zwar nicht, weil das Pferd nicht mehr könnte: „Normalerweise ist der Skifahrer derjenige, der Halt schreit“, schmunzelt Willi Wolf. Sich am Schleppseil festzuhalten, das am anderen Ende um den Sattelknauf geschwungen wird, geht ganz schön in die Arme. Und natürlich braucht man den passenden Untergrund: Mindestens so viel Schnee, „dass die Maulwurfshaufen nicht mehr rausschauen“, sagt Willi Wolf.

Spontanität ist nötig

Wer zum Skijöring kommen will, sollte deshalb spontan sein: Wenn Schnee- und Wetterlage passen, können kurzfristig Termine vereinbart werden. „Ich habe mir für die Skijöring-Touren nicht den Wettkampfsport, sondern das Wanderreiten zum Vorbild genommen“, sagt Willi Wolf. Dementsprechend hat die ausgedehnte Skijöring-Tour verschiedene Etappen. Solche, auf denen man einfach nur den Blick auf winterliche Wälder und deren Ruhe genießen kann. Und andere, auf denen das Pferd „mal so richtig Stoff geben kann“. (RSPS/nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.