Unterwegs im Tessin: Am Luganer See schweizer Spezialitäten und italienisches Flair genießen

Die Schokoladenseite der Schweiz

Claudia Panico hat den schönsten Beruf der Welt. Mit strahlendem Lächeln begrüßt sie die Besucher und winkt die Gäste einladend näher. Schon stehen alle vor dem Schokoladenbrunnen – jetzt ist Probieren angesagt. Die zarte Köstlichkeit zerschmilzt auf der Zunge und macht Appetit auf mehr.

Gleich darauf steht man mitten im kleinen Schokomuseum, Claudias Arbeitsplatz in Caslano am Luganer See, und informiert sich ausgiebig über die Geschichte der süßen Nascherei. Danach wird die Chance genutzt, den Schweizer Chocolatiers ganz genau auf die Finger zu schauen. Fasziniert beobachten die Gäste, was diese alles liebevoll kreieren. Natürlich hat man auch anschließend die Gelegenheit sich in dem kleinen angeschlossenen Laden mit einem Jahresvorrat an Schokolade einzudecken.

Kalorien abtrainieren

Später setzt das schlechte Gewissen ein und es gilt, die Kalorien wieder abzutrainieren. Dazu gibt es rund um den Luganer See im sonnenverwöhnten Schweizer Kanton Tessin zahllose Möglichkeiten.

Der Monte Generoso erhebt sich am Rande des Sees auf 1705 Meter. Eine Zahnradbahn tuckert von Capolago am Luganer See aus in 40 Minuten auf den majestätischen Aussichtsberg. Noch ist entspanntes Zurücklehnen und Genießen angesagt, während der Bahnführer die Fahrgäste immer höher durch kleine Tunnels, vorbei an steilen Abgründen und über saftig grüne Wiesen kutschiert.

Immer mit Ausweis

Oben angekommen, kann man eine einzigartige Aussicht auf den See genießen, die majestätischen schneebedeckten Schweizer Viertausender bestaunen und an klaren Tagen einen Blick auf die Po-Ebene bis Mailand erhaschen. Jetzt rückt man den überflüssigen Pfunden zu Leibe, indem man einen der vielen Wanderwege erkundet stets mit dem Ausweis in der Tasche, da man nie so genau weiß, ob man sich schon in Italien oder wieder in der Schweiz befindet.

In der Heimat der Gämsen, die am Monte Generoso noch in größerer Anzahl vorkommen, kann man so imposante Vögel wie den Schlangenadler oder den Schwarzmilan beobachten und sich im Sommer zwischen Pfingstrosen und Alpenveilchen zu einem Picknick niederlassen, während bis ins Frühjahr hinein vereinzelt Schnee liegt.

Nach so viel Bewegung ist Dolce-Far-Niente – süßes Nichtstun – angesagt. Dazu eignet sich am besten ein Café an der Piazza Riforma in Lugano, bei Espresso und natürlich: Schweizer Schokoladentorte. Hier fühlt man sich wie in Italien. Wenn die Sonne aus einem wolkenlosen Himmel auf die Piazza herunterstrahlt, finden sich sowohl Einheimische als auch Touristen ein und alle versuchen, einen der begehrten Sitzplätze in den Cafés zu ergattern. † Info: Schweiz Tourismus, Rossmarkt 23, 60311 Frankfurt

T 00800 / 100 200 29 www.myswitzerland.com/de

von Ursula Angelika Küffner

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