Sexy Wäsche für den Nacktscanner

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Der in Hamburg eingesetzte Scanner vom Typ L-3 ProVision ATD produziert keine Körperbilder mit Konturen, sondern zeigt an einer Art Strichmännchen verdächtige Stellen an.

Die ersten Körperscanner am Hamburger Flughafen haben im ersten Monat schon 100.000 Passagiere freiwillig genutzt. Doch scheinbar glauben viele die Scanner zeigen pikante Details von ihrem Körper.

Fast jeder Fünfte (19 Prozent) befürchten, dass man mehr sehen könnte, als einem lieb ist, ergab eine Umfrage mit über 1.000 Teilnehmern von lastminute.de. Bei den Männern sind es 12 Prozent, bei Frauen mehr als doppelt so viel mit 25 Prozent.

Auch wenn an den Bildschirmen der Sicherheitskontrollen nur eine schematische Darstellung des Körpers zu sehen ist- wie ein Strichmännchen, verhalten sich einige Fluggäste nun anderes.

Mehr als jeder Fünfte würde genauer darauf achten, frische und ordentliche Unterwäsche zu tragen, wenn es Körperscanner am Flughafen gibt. Unter den Frauen sind es übrigens sehr viel mehr, als unter den Männern (25 Prozent gegenüber 16 Prozent).

Doch den Unsicheren stehen 39 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer gegenüber, denen es schlicht egal wäre, ob etwas zu sehen wäre. (Durchschnitt: 42 Prozent).

Der bundesweit erste Test eines Körperscanners am Hamburger Flughafen soll sechs Monate dauern und ist für die Passagiere freiwillig. Auslöser für die Prüfung der neuen Technik war der vereitelte Sprengstoffanschlag eines Nigerianers auf ein US-Passagierflugzeug Ende 2009. Der Mann hatte den Sprengstoff in seiner Unterhose versteckt.

Körperscanner: Die wichtigsten Infos

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Beine breit, Arme hoch! Die ersten Körperscanner sind an deutschen Flughäfen im Einsatz. Hier die zehn wichtigsten Infos für Reisende. 1. Wie funktioniert der Nacktscanner? Der Körper reflektiert oder strahlt Wärmewellen ab, die vom Gerät aufgespürt werden, das dadurch ein Abbild des menschlichen Körperserstellt. Gegenstände am Körper erkennt der Scanner durch sogenannte Wärmeschatten. © dpa
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2. Werden Bilder von meinem Körper gespeichert? Körperbilder werden nicht erzeugt und demzufolge auch nicht ausgewertet. Detektionsdaten werden sofort nach der Kontrolle gelöscht. © dpa
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3. Muss ich mich ausziehen? Nein! Der Körperscanner kann den Fluggast zwar bis zur nackten Haut durchleuchten. Eine Software verhindert diese Darstellung. © dpa
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4. Kann ich mich dagegen wehren, dass das Gerät bei mir eingesetzt wird? Die Körperscanner sind noch Testeinsatz. Sie sind nur an bestimmten Sicherheitstoren aufgestellt. Wer nicht möchte, kann – zumindest jetzt noch – bei einem anderen Securitycheck anstehen. © dpa
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5. Sieht man mich im Körperscanner nackt? Nein. Erkennt das Gerät keine verdächtigen Gegenstände, zeigt der Monitor dem Sicherheitspersonal nur ein „o.k.“ auf dem Bildschirm. Hat es vermeintlich Gefährliches entdeckt wird nicht der tatsächliche Körper abgebildet, sondern eine Figur, die aussieht wie ein Ampelmännchen. Die verdächtigen Stellen sind mit gelben Flaggen gekennzeichnet. © dpa
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6. Kann ich mein Handgepäck mit in den neuen Scanner geben? Nein. Das muss wie bisher auf das Laufband gelegt werden. © dpa
7. Ist die Strahlung gesundheitsschädlich? Laut Angaben des Herstellers werden keine Röntgenoder radioaktiven Strahlen benutzt, sondern Radiowellen, die 10.000 Mal weniger intensiv sein sollen als die von Mobiltelefonen.
7. Ist die Strahlung gesundheitsschädlich? Die neuen Körperscanner arbeiten, laut Angaben der Bundesregierung, mit einer sogenannten Millimeterwellentechnologie und sind für den Menschen gesundheitlich unbedenklich. © dpa
8. Sieht man mein Piercing auf dem Monitor? Kleine Gegenstände erscheinen schemenhaft.
8. Sieht man mein Piercing auf dem Monitor? Kleine Gegenstände erscheinen schemenhaft. © picture alliance / dpa
9. Muss ich früher zum Flughafen, weil es längere Wartezeiten beim Securitycheck gibt? Das neue Gerät fertigt 350 Passagiere pro Stunde ab. Verzögerungen sollten deshalb nicht auftreten.
9. Muss ich früher zum Flughafen, weil es längere Wartezeiten beim Securitycheck gibt? Das neue Gerät fertigt 350 Passagiere pro Stunde ab. Verzögerungen sollten deshalb nicht auftreten. © picture alliance / dpa
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10. Wo werden die Scanner eingesetzt? In den Flughäfen von Amsterdam, London und Zürich. In den USA arbeitet man bereits mit rund 200 Geräten auf 51 Flughäfen. Im November 2012 führte Australien an allen internationalen Flughäfen Körperscanner ein. Insgesamt 14 Körperscanner sind derzeit (2015) an sechs deutschen Airports im Einsatz. © dpa

dpa

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