Die Wintersportregion um Maria Alm im Salzburger Land hat sich zum 150-Kilometer-Pistenparadies gemausert

Skischaukeln in Hochkönigs Reich

Vorfahrt für Kinder: Gebannt verfolgen diese Pisten-Zwerge das Abschluss-Rennen. Für die jüngsten Wintergäste gibt es in Maria Alm sogar einen Gästekindergarten im Skigebiet.

Ein Bergdorf mit bäuerlichem Charme, gemütliche Skiabfahrten am Hausberg und urige Hütten mit Schmankerl-Garantie. Im beschaulichen Wallfahrtsort Maria Alm am Steinernen Meer sucht man Après-Ski-Remmidemmi gottlob (noch) vergebens, der Stammgästeanteil ist hoch und die Pisten am Aberg-Langeck sind zwar von Anfängern gut zu bewältigen, halten aber auch für geübte Fahrer noch Herausforderungen bereit.

Sinalco-Bahn schließt Lücke

Seit in diesem Winter die Lücke in der Pisten-Verbindung zur nahen Ski-Region Hochkönig geschlossen wurde, hat sich das einstige Mauerblümchen im königlichen Winterreich zur Schneeprinzessin gemausert. Mit dem Bau der knallgelben „Sinalco-Bahn“, einer 3,6 Kilometer langen Kabinenbahnverbindung zwischen dem Almer Ortsteil Hintermoos und Hinterthal, ist mit über 150 Pistenkilometern das zweitgrößte, zusammenhängende Skigebiet im Salzburger Land entstanden. Brettlfans können jetzt nahtlos zwischen den Skigebieten Maria Alm, Dienten und Mühlbach pendeln – seine eindrucksvolle Majestät, den 2941 Meter hohen Hochkönig, immer im Blick. Auch wurde die Region wegen ihrer Familienfreundlichkeit, des behaglichen Ambientes und des großartigen Panoramas gerade erst vom ADAC SkiGuide 2011 zum „Top-Aufsteiger des Jahres 2011“ gekürt.

Obwohl mit bis zu 1900 Metern nicht besonders hoch gelegen, gilt die Ski-Arena als zuverlässiges „Schneeloch“ im Schutz des Hochkönig-Massivs. Als Namenspatron überragt der markante Fast-Dreitausender die gleichnamige Ski-Arena – ohne selbst für den Wintersport erschlossen zu sein. Wer den Gebirgsstock bezwingen will, muss dies schon auf eignen Beinen tun – mit Tourenski, Steigfellen und bester Kondition. In Sachen Schnee geht seine Majestät auf Nummer Sicher: Wenn Frau Holle im Winterreich Hochkönig doch mal Pause macht, produzieren 145 Schneemaschinen und 286 Schneelanzen entlang der Pisten genügend Nachschub an weißer Pracht.

Vier Snowparks

33 Seilbahn- und Liftanlagen erschließen die Skiregion Hochkönig, die in der Regel bis Ostern ungetrübten Fahrspaß für die ganze Familie bietet. Snowboarder können sich austoben in vier Snowparks (zwei in Mühlbach, je einer in Dienten und Maria Alm), wo Kickerlines, Jiblines und atemberaubende Steilkurven die Boarder herausfordern. Die Skizwerge, die gerade erst dem lammfellbewehrten Schlitten entwachsen sind, erobern derweil im Pflugschuss die „Schweewutzellinie“ mit Wellenbahn und Minischanze am Aberg. Hier gibt es auch einen Gästekindergarten an der Mittelstation Bärmooshütte – mitten im Skigebiet. Kinder ab zwei Jahren werden stundenweise, halb- oder ganztags betreut (außerhalb der Weihnachtsferien jeden Samstag von 9.30 bis 15.30 Uhr sogar kostenlos), während Mama und Papa den Pulverschnee genießen oder einfach mal Pause machen.

Am besten in einer der kleinen, ursprünglichen Jausenhütten wie etwa der Wastlalm am Aberg (am Karlift), wo die Wirtsleute Sepp und Claudia Geisler ihren vielen Stammgästen Essigwurst, frischen Kaiserschmarren und deftiges G´röstel am offenen Kaminfeuer servieren – Plaudereien über Kantenschliff und Schneelage inklusive.

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