Obertauern in den Salzburger Alpen lockt mit Schnee satt und seiner Tauernrunde

Spaß rund um die Schüssel

Tolles Panorama: Tief unten und doch über 1700 Meter hoch liegt das Dorf Obertauern. Rund um den Ort verläuft über 100 Pistenkilometer die Tauernrunde. Foto: Gödecke

Wo der Schnee zuhause ist. Mit diesem Slogan wirbt das österreichische Obertauern um Ski-Touristen. Die Werbetexter versprechen nicht zu viel. Schnee bis zum Abwinken hat der mit 1700 Metern höchste Wintersportort der Salzburger Alpen reichlich zu bieten, und das von Ende November bis Anfang Mai.

Auch die Lage des mit fast einer Million Übernachtungen unter den Top-Five der österreichischen Ski-Metropolen rangierenden Passhöhen-Dörfchens sucht ihres Gleichen: Nicht nur vom Dorf nach oben, auch rund um den Ort ziehen sich Pisten jeden Schwierigkeitsgrades, verbunden durch ein gut durchdachtes Netz aus Liften und Bergbahnen.

„Nicht umsonst werden wir die Schneeschüssel Österreichs genannt“, ruft mir Ski-Guide Christian zu, während wir die blau-rote Piste von der 2200 Meter hohen Zehnerkar-Bergstation aus hinuntercarven. Über uns der blaue Himmel, gegenüber die majestätische Kulisse der Matterhorn-ähnlichen Seekarspitze und unten in der Schüssel, halb im Schnee versunken und gerade deswegen Zentrum des winterlichen Treibens: Obertauern.

Eine Skirunde um den Ort

In kaum zehn Minuten schweben wir vom Dorf über die Ortsstraße hinweg wieder hinauf auf 2100 Meter hoch. Seit diesem Winter schaufelt der nagelneue Grünwaldkopflift die Skifahrer sogar als Kombibahn mit Achtersesseln und Zehner-Kabinen nach oben.

Wir folgen dem roten Wegweiser und befinden uns auf einem weiteren Markenzeichen Obertauerns: der „Tauernrunde“. Sie führt Skifahrer und Boarder entweder im Uhrzeigersinn oder diesem entgegen über sämtliche Pisten einmal rund um den Ort und immer wieder zurück zum Ausgangspunkt. 26 Seilbahnen, Liftanlagen und sechs Skibrücken über die Passstraße fungieren dabei als Zubringer und Verbindungselemente zu und zwischen den 100 Pistenkilometern.

Nach einer kurzen Einkehr auf der auch für Nichtskifahrer zu Fuß erreichbaren Kringsalm-Terrasse geht es weiter am Hundskogel entlang über die Edelweißhütte hinunter ins Dorf. Die beheizten Ledersessel der Schaidbergbahn bieten eine kurze Verschnaufpause auf dem Weg hinauf zur Gamskarspitze. Statt der steilen schwarzen wählen wir die autobahnähnliche blaue Piste für die Genussabfahrt nach unten. „Das ist die Vielseitigkeit, die Obertauern ausmacht“, sagt Skilehrer Christian. „Fast von jedem Gipfel führen schwere und leichte Abfahrten wieder hinunter. Da ist für jeden was dabei“.

Megasteil oder gemütlich

Wen es wirklich in den Füßen juckt, der wagt sich an die „Gamsleiten II“, eine der steilsten Pisten der Alpen heran. Die 45 Grad steile Abfahrt fast vom Gipfel der 2353 Meter hohen Gamsleitenspitze können auch die 400 PS starken Pistenraupen nur mit Stahlseilsicherung präparieren. Wer es gemächlicher mag oder noch nicht so gekonnt auf Brettern oder Board steht, der tummelt sich eher in Dorfnähe an den Übungshängen, wo sich auch der neue „Bibo-Bär-Familienskipark“, ein Schnee- und Spielparadies mit einem „Dorf der Tiere“ befindet. Um die großen und kleinen Wintersportler kümmern sich Skilehrer aus fünf Skischulen.

Après-Ski

Und wer tagsüber die Tauernrunde mal links und mal rechts herum abgefahren ist, auf den wartet abends ein munteres Après-Ski-Nachtleben, ob in urigen Discos, Clubs oder gemütlichen Lokalen der zünftigen-alpinen Art.

Von Axel Gödecke

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