Querfeldein mit GPS

Sport- und Outdoor-Navis: Lohnen sie sich wirklich?

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Mit dem GPS-Navi sicher ans Ziel.

Praktischer Helfer oder nutzlose Spielerei? Bei der Tauglichkeit von GPS-Navis in Zeiten von Smartphones scheiden sich die Geister. Doch sie haben viele Vorteile.

Beim Wandern verlaufen, im Tiefschnee verirrt, mit dem Mountainbiken verfahren - das kann bei Aktivitäten in freier Natur schon mal passieren. Mit einem GPS-unterstützten Outdoor-Navi in der Tasche können Sie diese Situation jedoch vermeiden.

Navigationsgeräte für den Sport- und Outdoorbereich gibt es mittlerweile schon seit ein paar Jahren auf dem Markt. In den ersten Jahren kosteten GPS-Geräte der Marktführer gut und gerne rund 500 Euro, mittlerweile sind Outdoor-Fans bereits mit weniger als 100 Euro gut ausgestattet.

Zu unterscheiden sind eigenständige Geräte, Navi-Armbanduhren oder auch (kostenpflichtige) Apps fürs Smartphone. Herkömmliche GPS-Navis haben jedoch nach wie vor die Nase vorn, wenn es um Empfang, Strapazierfähigkeit, Präzision und Akkuleistung geht.

Bisher gibt es nicht viele Hersteller, die sich auf dem Markt etabliert haben. Die US-Marke Garmin gilt unter Experten jedoch als Spitzenreiter. Die deutschen Hersteller Falk und Medion sind bei Outdoor-Fans wegen der leicht zu bedienenden Navi-Geräte beliebt.

Wer braucht ein Outdoor-Navi?

Die handlichen und robusten Navis gehören für viele zur Outdoor-Ausrüstung mit dazu. Ein solches Gerät bietet sich für jeden Bergsteiger, Mountainbiker oder Tourengeher an, der vor allem auf längeren Strecken gerne alleine unterwegs ist oder unbekannte Gebiete erforscht.

Smartphone-App oder GPS-Gerät?

Der Vorteil von Apps mit Geländekarten, Wegstrecken und vorgeschlagenen Touren liegt auf der Hand: Man benötigt kein weiteres Gerät, und viele Apps sind sogar kostenlos. In manchen Fällen berechnen Apps die Route sogar schneller als GPS-Navis, wie Stiftung Warentest berichtet. Außerdem lassen sich auf dem Handy mehrere Apps nutzen, während das Navi nur von einer einzigen Software unterstützt wird. Dafür benötigen Smartphones eine stabile Mobilfunk-Verbindung, während viele Navis auch ohne Netz funktionieren. Letzteres ist vor allem auch praktisch, wenn es im Urlaub ins Ausland geht oder in Regionen, in denen es kein oder nur schlecht ausgebautes Mobilfunknetz gibt.

Der große Nachteil der Navi-Apps: Durch GPS und Display ist der Akku des Smartphones innerhalb weniger Stunden leer. Hier empfiehlt es sich, auf Powerbanks - mobile externe Akkus - zurückzugreifen, damit auf dem Gipfel nicht plötzlich der Saft ausgeht. Handys reagieren noch dazu recht empfindlich auf Feuchtigkeit und Erschütterungen. Wenn Wanderer oder Biker mit dem Handy navigieren, sollten sie dem Gerät zumindest eine stabile Schutzhülle überziehen. 

Worauf kommt es beim Sport- und Outdoor-Navi an?

Falls Sie sich für ein GPS-Navi entscheiden, sollten Sie auf einige Details achten. Die Fachzeitschrift computerbild hat dazu sechs Tipps für Verbraucher zusammengestellt:

  • Display: Hier gibt es verschiedene Größen, von 2,2 Zoll bis 4 Zoll. Wichtiger ist jedoch, dass die Anzeige selbst bei starkem Sonnenlicht gut lesbar ist. Deshalb sollte sie gut beleuchtet sein.
  • Halterung: Viele Geräte haben einen Karabiner-Haken zur Befestigung am Rucksack oder an der Gürtelschlaufe. Biker benötigen eine Halterung, in der das Gerät auch bei Fahrten über Stock und Stein sicher am Lenker festsitzt.
  • Kompass: Ein Magnetkompass mit drei Achsen zeigt die richtige Richtung an, egal in welcher Position. Da die meisten GPS-Geräte die Richtung erst ab einer gewissen Geschwindigkeit bestimmen, ist bei langsamerem Tempo unter 3 km/h die Richtungsanzeige mittels Magnetkompass praktisch.
  • Höhenmesser: Präziser als per GPS funktioniert die Messung via Druckdose. Am genauesten funktioniert das Messgerät, wenn es vor dem Start auf die entsprechende Höhe eingestellt wurde.
  • Karten: Das mitgelieferte Kartenmaterial variiert je nach Preisklasse und Hersteller. Meistens lassen sich jedoch zusätzliche Karten auf den Speicherchip laden. Die Geräte von Falk und Medion kommen mit topografischen Karten daher, sind dafür aber nicht rund um den Globus nutzbar.
  • Akkus: Eines der wichtigsten Kriterien, wenn man sich für ein GPS-Navi entscheidet. Der Akku sollte für einen Tagesausflug reichen. Am besten haben Outdoor-Fans jedoch einen aufgeladenen Ersatz-Akku dabei.

Outdoor-Navis haben bessere Antennen und Akkus als das Handy

Fazit: Bei längeren Routen ist ein GPS-Gerät zu empfehlen. Die Akkus reichen üblicherweise wesentlich länger als die vom Handy und sie halten Tauchgänge und Stürze ohne Schäden aus. Die Orientierung klappt bei Navis normalerweise besser, da sie über bessere Antennen verfügen. Moderne Outdoor-Navis sind mittlerweile relativ günstig und haben viele praktische Funktionen

Das Garmin eTrex 10 mit 2,2-Zoll-Display kommt beispielsweise mit Geocaching-Modus, Flächenberechnung oder Jagd- und Angelkalender daher und ist außerdem noch wasserdicht. (Partnerlink)

Von Felix Mildner

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