Wandern im schwedischen, norwegischen und finnischen Lappland

Auf den Spuren der Sami

Blick auf die Lappenforte: Vom Gipfel des Nuolja aus sieht man das Trogtal zwischen den Bergen Tjuonatjåkka und Nissuntjårro besonders gut. Mit seinem charakteristischem U-Profil bildet es das Wahrzeichen von Abisko.

Lapporten heißt das zwei Kilometer breite Trogtal am Rande des Abisko-Nationalparks in Schweden. Mit seinem charakteristischen Profil ist es so etwas wie das Wahrzeichen von Abisko und eines der beliebtesten Fotomotive Lapplands. Die Samen nennen es Cuonjavaggi. Die schönsten Blicke auf die Lappenpforte, die unweit des Sees Torneträsk in der Provinz Norbotten liegt, hat man wohl vom Gipfel des Nuolja oder Njulla, wie ihn die Samen nennen.

Der Aufstieg beginnt an der Fjällstation Abisko (385 Meter über NN). Wer den Blumenreichtum an den Berghängen in vollen Zügen genießen will, der macht sich am Rande des Canyons, den der Abiskojakka schneidet, zu Fuß auf den Weg bis auf den 1169 Meter hohen Gipfel. Wer in aller Ruhe erste Blicke auf Fjäll und Tundra genießen will, der nutzt den Sessellift, dessen Talstation bei 700 Metern liegt. Von der Bergstation (850 m) geht es auf steinigem Weg durch das baumfreie mit Heide bewachsene Gelände. In einer Stunde Gehzeit ist man am Steinhaufen, der den Gipfel markiert. Von dort hat man in der Tat nicht nur einen herrlichen Blick auf die Lappenpforte, sondern auch auf den Torneträsk und die umliegenden Bergketten.

Der Rückweg führt über weite Berghänge mit karger Landschaft und tiefen, wasserreichen Tälern zum Skiort Björkliden. Und wer Glück hat, läuft mitten durch eine der zahlreichen Rentierherden.

Einzigartige Landschaften

Die Suche nach Spuren der Ureinwohner Lapplands haben wir in Finnland begonnen, in Rovaniemi. Das Polarkreismuseum Arktikum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Der zum größten Teil unterirdische Museumsbau am Ufer des Ounasjoki hat ein 170 Meter langes Glasdach, das nicht nur für Architekten sehenswert ist. Vor allem aber beherbergt das Arktikum das Provinzmuseum Lapplands und bietet in diesem einen Querschnitt durch das Leben der Samen von gestern bis heute. Von Rovaniemi in Finnland fahren wir 500 Kilometer weit bis ins schwedische Björkliden am Torneträsk-See im Abisko-Nationalpark.

Bizarre und schroffe Bergformen von einzigartiger Schönheit bieten die Lofoten, das nächste Ziel. Dann geht es auf den Spuren der Sami weiter in Norwegens nördlichster Universitätsstadt, Tromsö, und in den nächsten Tagen über Alta bis zum Nordkap.

Auf dem Weg zum nördlichsten Ende Europas bieten sich immer wieder die schönsten Ziele an. Auf den Lofoten Wanderungen mit voralpinem Charakter, in Tromsö der Besuch der Eismeerkathedrale oder des botanischen Gartens und bei Alta die Felsritzungen, die zwischen 2500 und 6200 Jahren alt sind.

Vom Nordkap führt die Spurensuche zurück nach Finnland. Auf dem Weg nach Saariselkä nahe der russischen Grenze machen wir in Karasjok halt. In der Stadt steht das autonome Parlament der Samen. Saariselkä liegt südlich des mystischen Sees der Samen, des Inarijärvy, und ist hauptsächlich im Winter wegen seines beliebten Skigebietes frequentiert. Im Sommer bietet der Urho-Kekkonen-Nationalpark herrliche Wanderrouten im Fjellgebiet und den Weg zum Sokosti (718 m), von dem man die faszinierendsten Sonnenuntergänge erleben kann.

Von Peter Fritschler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.