Verspätung, Annullierung, Über­buchung

Stiftung Warentest: So kommen Flug-Passagiere an ihre Entschädigung

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Fluggast-Entschädigung - das steht Ihnen zu.

Sie wollen in den Urlaub fliegen, doch der Flug wird annulliert. Was Ihnen jetzt zusteht und wie Sie es sich holen, darüber informiert Stiftung Warentest.

Ärgerlich, doch leider gar nicht so selten: Verspätungen von Flügen, Annullierungen oder sogar Überbuchung kommen in Deutschland häufig vor. Doch was können Passagiere tun, um sich dann ihre Entschädigung zu holen?

Stiftung Warentest: Das sind Ihre Rechte als Flug­gast

In folgenden Fällen können Ihnen laut Stiftung Warentest zwischen 250 und 600 Euro Entschädigung zustehen:

  • Zielflughafen mit einer Verspätung von drei Stunden oder mehr erreicht. Passagiere haben dann sogar Anspruch auf pauschale Entschädigung für die verlorene Zeit.
  • Flug wurde annulliert.
  • Sie konnten wegen Überbuchung den Flug nicht antreten.

Lesen Sie hier: So wenig Zeit bleibt der Crew zwischen zwei Flügen, das Flugzeug startklar zu machen.

Die Voraussetzungen, wenn Sie eine Entschädigung einfordern, sind:

  • Start­flughafen oder Haupt­sitz der Air­line liegen in der EU. Grundlage ist immer die Fluggastrechteverordnung Nummer 261/2004 der Europäischen Union (EU).
  • Sie machen Ihren Anspruch innerhalb von drei Jahren ab Ende des Fluges geltend.

Video: Nicht immer gibt es eine Entschädigung

Airlines wollen jedoch häufig die Zahlung verweigern, indem sie etwa eine Annullierung als "außergewöhnlichen Umstand" bezeichnen. Dies ist jedoch nicht allgemeingültig und oftmals schlichtweg falsch. Weiter unten erfahren Sie dazu mehr Infos.

Lesen Sie hier: Warum Sie kurz vor einer Flugreise auf keinen Fall zum Zahnarzt gehen sollten.

So viel steht Passagieren laut Stiftung Warentest zu

Welchem Passagier welche Entschädigung zusteht, richtet sich laut Stiftung Warentest nach der Flugdistanz. Die Entschädigungshöhe ist unabhängig vom gezahlten Ticketpreis. Wer also ein Ticket für zehn Euro bei einer Billigairline gekauft hat, dem steht dennoch die pauschale Entschädigung in voller Höhe zu. Diese lässt sich online unter Luftlinie.org selbst errechnen.

Lesen Sie hier: Geheimes Signal: Das bedeutet das "Bing"-Geräusch im Flugzeug wirklich.

Außergewöhnliche Umstände: In welchen Fällen die Air­line nicht zahlen muss

Gründe für Verspätungen und Ausfälle gibt es viele:

  • Unwetter
  • Vulkan­asche
  • Streik
  • Tech­nische Probleme an der Maschine

Das sind nur einige Beispiele. Was geprüft werden muss, ist, ob es sich tatsächlich um "außer­gewöhnliche Umstände" handelt. Wenn die Airline das Ereignis weder beein­flussen noch vermei­den konnte, sieht es für Passagiere schlecht aus. Sie haben dann keinen Anspruch auf Entschädigung. Wichtig hierbei ist aber, dass die Airline vor Gericht im Härtefall beweisen muss, dass es sich um einen "außer­gewöhnlichen Umstand" gehandelt hat. Das ist nämlich gar nicht so einfach. Daher sollten Passagiere auch immer bei verschiedenen Online-Flug­gast­helfern anfragen, ob sie ihren Fall übernehmen, wie Stiftung Warentest empfiehlt.

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sca

Diese Dinge sollten Sie im Flugzeug unbedingt beachten

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Mit diesen Tricks bleibt der Platz im Flugzeug neben ihnen möglicherweise frei: Wählen Sie einen Sitzplatz links - die rechte Seite ist im Flugzeug die beliebtere. Am unattraktivsten ist zudem der Gangplatz im hinteren Drittel des Flugzeugs, nämlich Sitzplatz 19C. Vermeiden Sie die Reihen sechs und sieben, diese Plätze sind bei Reisenden beliebt. Außerdem gilt: Seien Sie schnell. © pixabay
Ihr Flugticket enthält sensible Daten zu Ihrer Person. Schreddern Sie es also nach der Reise. So kann es nicht in die falsche  Hände gelangen.
Ihr Flugticket enthält sensible Daten zu Ihrer Person. Schreddern Sie es also nach der Reise. So kann es nicht in die falsche  Hände gelangen. © dpa
Beim Start und der Landung werden die Lichter im Flugzeug ausgeschaltet. Dies stellt eine Vorsichtsmaßnahme dar: Die Beleuchtung wird an die äußere Umgebung angepasst, damit sich die Augen der Passagiere und der Crew an die Dunkelheit gewöhnen und im Ernstfall eine bessere Orientierung und Sicht haben.
Beim Start und der Landung werden die Lichter im Flugzeug ausgeschaltet. Dies stellt eine Vorsichtsmaßnahme dar: Die Beleuchtung wird an die äußere Umgebung angepasst, damit sich die Augen der Passagiere und der Crew an die Dunkelheit gewöhnen und im Ernstfall eine bessere Orientierung und Sicht haben. © pixabay
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An Flughäfen kommen täglich tausende Reisende aus der ganzen Welt an. Die Anzahl an Keimen ist daher besonders hoch. Waschen Sie sich also auf Flughafen-Toiletten besonders gut die Hände. © pixabay
Jedes Flugzeugfenster hat ein kleines Loch: Es stellt eine Art Entlüftungsventil dar und sorgt dafür, dass die Luft im Steigflug heraus- und im Sinkflug hineinströmen kann. Dadurch wird im Flugzeug der richtige Luftdruck aufrecht erhalten.
Jedes Flugzeugfenster hat ein kleines Loch: Es stellt eine Art Entlüftungsventil dar und sorgt dafür, dass die Luft im Steigflug heraus- und im Sinkflug hineinströmen kann. Dadurch wird im Flugzeug der richtige Luftdruck aufrecht erhalten. © pixabay
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Ein Fehler, den viele Menschen nach der Flugbuchung machen: Sie informieren sich nicht weiter über mögliche Änderungen. So kann man oftmals Geld sparen. © pixabay
Kennen Sie den Begriff "Boeing Belly"? Getränke mit viel Kohlensäure können im Flugzeug Blähungen auslösen. Schuld daran sind die Druckverhältnisse in der Luft.
Kennen Sie den Begriff "Boeing Belly"? Getränke mit viel Kohlensäure können im Flugzeug Blähungen auslösen. Schuld daran sind die Druckverhältnisse in der Luft. © iStock/ddub3429
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Fensterläden im Flugzeug sind bei Start und Landung offen: Denn die Crew muss im Notfall freie Sicht nach draußen haben. © pixabay
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Durch den Druck in der Kabine verändern sich unsere Geschmacksnerven leicht. Dadurch schmeckt uns auch Tomatensaft hoch über den Wolken besser: Die Säure der Tomaten wird nicht so stark wahrgenommen. © iStock/rebius
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Wenn Sie abergläubisch sind, haben Sie Glück: Sie werden in einem Flugzeug niemals die Sitzreihe 13 antreffen. Manche Fluggesellschaften vermeiden auch noch Reihe 17, da diese Zahl in einigen Ländern ebenfalls als Unglückszahl angesehen wird. © pixabay
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Piloten dürfen während des Fluges nicht das Gleiche essen: Das ist zwar keine offizielle Regelung, wird aber von Piloten gerade auf Langstreckenflügen berücksichtigt. Der Grund: Um einer möglichen Lebensmittelvergiftung vorzubeugen, wird verschiedenes Essen serviert. © dpa
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Dass Tomatensaft an Bord besser schmeckt, haben Forscher am Fraunhofer-Institut nachweisen können. Der Grund: In einem Flugzeug nehmen die Geschmacksnerven wegen des anderen Luftdrucks und der geringeren Luftfeuchtigkeit anders wahr. © dpa
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Durch verschiedene Faktoren schmeckt das Essen im Flugzeug hoch oben in der Luft tatsächlich besser. Unter anderem liegt das am Geräuschpegel und dem Luftdruck, der unsere Geschmacksnerven verändert. © pixabay

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