Nichts für schwache Nerven

Horror-Attraktion: Diese Tour hat noch niemand bis zum Ende geschafft

Selbst hartgesottene Horror-Fans schaffen die Tour nicht bis zum Ende: Im Grusel-Anwesen McKamey Manor werden Teilnehmer an ihre Grenzen gebracht.

Der Besuch von Spukhäusern oder verlassenen, gruseligen Orten liegt im Trend, doch nur wenige bieten die Art von Schrecken, die auf Besucher der Horror-Tour von McKamey Manor wartet. Sie sollten nur weiterlesen, wenn Sie Nerven wie Drahtseile haben.

Horror-Tour: Wie alles begann

Russ McKamey setzte die Idee seiner Horror-Tour in den Anfängen im Hinterhof seines Hauses in San Diego um. Schon damals wurden Horror-Fans unter extremen Bedingungen durch die Tour geschleust - und keiner schaffte sie bisher bis zum Schluss.

Heute hat McKamey seine Schreckensshow nach Nashville im US-amerikanischen Tennessee und Huntsville in Alabama verlegt. In McKamey Manor hat der extreme Spuk weltweite Aufmerksamkeit erlangt und eine kulthafte Fangemeinde gefunden.

McKamey Manor's Umzug nach Tennessee war laut Berichten nicht einfach. Sogar die lokale Polizei veröffentlichte eine Erklärung auf ihrer Facebook-Seite, in der das Manor angeprangert wurde. McKamey sagte gegenüber dem Portal Circa: "Auf dieser Seite habe ich Morddrohungen bekommen." Der Post musste daraufhin gelöscht werden. Ganz unberechtigt war der Hinweis der Polizei jedoch  scheinbar nicht: Es soll bereits jemand einen Herzinfarkt während der Horror-Tour erlitten haben.

Die Regeln sind beängstigend einfach: Besucher unterzeichnen zunächst eine Verzichtserklärung. Im Gegensatz zu einer typischen Geistervilla hat diese Horror-Tour eine Liste von Anforderungen, die erfüllt werden müssen, bevor man an dem Abenteuer teilnehmen kann. Die Haftungsverzichtserklärung ist 40 Seiten lang und muss von Teilnehmern laut vor der Kamera verlesen werden.

Dann beginnt der wahrhaftige Horror.

Lesen Sie hier: Makabre Touristen-Attraktion - dieses Film-Haus wird überrannt.

Von Taranteln bedeckt, in Särge gesteckt

Die Tour der Besucher wird auf Video festgehalten, jede Sekunde der Tortur wird aufgezeichnet. Wie es heißt, gäbe es mittlerweile nach 30 Jahren des Bestehens der Tour Hunderte von Videos. Die meisten davon sind auf dem YouTube-Account von McKamey Manor zu finden, den sich wirklich nur Hartgesottene ansehen sollten.

Menschen werden dabei auf ihrem Weg durch den Horror mit Taranteln konfrontiert oder in Särge gepackt. Und sie werden erst wieder raugelassen, wenn der blanke Horror ihnen ins Gesicht geschrieben steht.

Obwohl die Tour wirklich harte Kost ist, stehen bei McKamey rund 24.000 Menschen auf der Warteliste. Und das, obwohl Personen, die die Horror-Tour bereits hinter sich haben, schreckliche Schmerzen erlitten und emotionale Narben davon getragen haben.

Lesen Sie hier: Gäste und Mitarbeiter dieser Hotels erlebten den blanken Horror.

Die neue Tour heißt "Resurrection" und bietet eine überraschend angenehme Ergänzung namens "Holly's Playhouse". Holly Hevner war ein leidenschaftlicher Fan der McKamey-Manor-Filme, bevor sie Russ McKamey traf und an der Tour teilnahm.

Das sind die Anforderungen an Teilnehmer von McKamey Manor

1. Altersnachweis: Teilnehmer müssen 21 Jahre und älter sein; mit Zustimmung der Eltern ist die Teilnahme auch von 18-20 Jahren möglich.

2. Vorab muss ein Skype- oder FaceTime-Interview mit Russ McKamey stattfinden, um festzustellen, ob Sie die richtige Einstellung zu der Tour haben.

3. Nachweis einer Krankenversicherung.

4. Ein Brief Ihres Arztes, der besagt, dass Sie geistig und körperlich für die Teilnahme infrage kommen.

5. Überprüfung des strafrechtlichen Hintergrunds, also ob in der Vergangenheit schwere Straftaten vorlagen.

6. Vor Ort gibt es noch einen Speichelabstrich für ein Drogenscreening: Aufgrund der extremen Tour muss jeder nüchtern und klar bei Sinnen sein.

Im Video sehen Sie, was es mit der Horror-Tour auf sich hat (Vorsicht: nichts für schwache Nerven)

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Das ehemalige Olympische Dorf Berlin im brandenburgischen Elstal.
Das ehemalige Olympische Dorf Berlin im brandenburgischen Elstal. © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa
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Das ehemalige Olympische Dorf Berlin im brandenburgischen Elstal. © Bernd Settnik dpa/lbn
Das Seebad Prora auf Rügen.
Das Seebad Prora auf Rügen. © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa
Das Seebad Prora auf Rügen.
Das Seebad Prora auf Rügen. © Stefan Sauer/dpa
Beelitz Heilstätten
Beelitz Heilstätten © Oliver Mehlis/dpa-Zentralbild/dpa
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Beelitz Heilstätten © Oliver Mehlis/dpa-Zentralbild/dpa

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