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Unglück abgewendet: Flugzeug in Mexiko entgeht knapp einem Crash

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Von: Franziska Kaindl

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Am Flughafen Mexiko City wäre es beinahe zu einem Crash gekommen: Während ein Flugzeug starten wollte, machte sich ein anderes an den Landeanflug – auf derselben Piste.

Es ist wohl der schnellen Reaktion des Piloten sowie der Aufmerksamkeit einer anderen Crew zu verdanken, dass es am Flughafen Mexiko City am Samstagabend (7. Mai) zu keinem Unglück gekommen ist. Der Airbus Neo mit dem Kennzeichen Y4-799 machte sich gerade zur Landung auf der Piste 05L bereit, als er im letzten Moment abbrach und durchstartete – das zeigt ein Video, welches aktuell auf Twitter kursiert. Auf derselben Landebahn befand sich ein anderer Flieger nämlich gerade im Startprozess.

Volaris-Pilot bricht Landung nach Warnung ab

Beide Flugzeuge gehören der mexikanischen Billigairline Volaris an. Laut Chef Enrique Beltranena sei dank der geschulten Crews niemand verletzt worden, wie aerotelegraph.com berichtet. Seine Aussagen ließen dem Branchenportal zufolge darauf schließen, dass es keine Warnung vom Kontrollturm gegeben hatte. Erst eine andere Crew am Boden hatte bemerkt, dass etwas falsch läuft und den Piloten der herannahenden Maschine gewarnt. Der Chef der Behörde Seneam, die für die Luftraumüberwachung zuständig ist, ist laut mexikanischen Medienberichten zurückgetreten.

Chaos an den Flughäfen bei Mexiko-Stadt? Pilotenvereinigung warnt

Offenbar kam es am Flughafen Mexiko City in letzter Zeit häufiger zu unglücklichen Vorfällen. So habe die Internationale Föderation der nationalen Pilotenverbände IFALPA laut aerotelegraph.com erst am 4. Mai gewarnt, dass es vermehrt dazu gekommen sei, dass Maschinen mit wenig Treibstoff lange in der Luft über dem Airport bleiben mussten. Zudem sei es zu falschen Warnungen und anderen Problemen gekommen.

Ein Grund dafür könnte der im März neu eröffnete Flughafen Felipe Ángeles in der Nähe von Mexiko-Stadt sein. Mit der umgewandelten Militärbasis befinden sich nun zwei Flughäfen in 2.200 Metern Höhe über dem Meeresspiegel bei einer Stadt, die von Bergen umgeben ist – ein Umstand, den Luftfahrtexperten laut der Nachrichtenagentur AFP schon vor Inbetriebnahme kritisierten. Die Flugverkehrskontrolle habe IFALPA zufolge außerdem nur wenig Schulung erhalten, um das neue Verkehrsaufkommen im Luftraum zu meistern. Daher empfiehlt IFALPA den Cockpitcrews: „Wenn Sie eine Freigabe erhalten, die Sie für fragwürdig halten, klären Sie die Freigabe erst zu Ihrer Zufriedenheit ab.“ (fk)

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