Urlaub wie Jogi Löw: Gewinner berichten aktuell aus Mauritius

Kathleen Hach und Thomas Böhlert

Im vergangenen Jahr hatten wir gemeinsam mit dem Reiseveranstalter TUI eine echte Traumreise verlost: Die Gewinner sollten eine Woche lang Urlaub machen wie Bundestrainer Jogi Löw, das Werbegesicht von TUI.

Es ging um eine Reise nach Mauritius inklusive Flug und Übernachtung im Fünf-Sterne-Luxushotel. Und zwar genau das Hotel, in dem der Werbespot mit Joachim Löw gedreht wurde.

Die glücklichen Gewinner, Kathleen Hach und Thomas Böhlert, sind am 31. Januar nach Mauritius geflogen und werden uns tagesaktuell berichten, was sie erleben und wie es ihnen ergeht. (jkn)

1.2. Abends

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wir sind angekommen, etwas erschöpft aber sehr lebendig direkt mit beiden Beinen im Paradies! Das ist sehr passender Weise der Name unseres Hotels auf der südwestlichen Halbinsel von Mauritius.

Die Insel passt der Größe nach etwa 20-mal in unser Hessenland. Wenn man es auf dem Globus sucht, fährt man mit dem Finger von Deutschland nach Süden, bis fast in die Südspitze von Afrika. Rechts daneben findet man Madagaskar und noch etwa 900 km weiter Richtung Osten praktisch Mitten im Indischen Ozean - Mauritius.

Wir sind gestern in Frankfurt gestartet. Seit ich das letzte Mal geflogen bin, wurde jeder Sitzplatz mit einem Navi ausgestattet. So kann ich euch genau sagen, dass ich es mir beim Überfliegen von Italien der Länge nach über vier Sitzplätze der Mittelreihe lang gemacht habe und beim Überqueren von Namibia wieder aufgestanden bin :-) Der Anflug auf Mauritius war super - man überfliegt praktisch einmal die ganze Insel. Für diese südliche Gegend sieht es überraschend grün aus. Temperatur und Luftfeuchtigekeit haben wir am Flughafen fotografiert - unbestechbar.

Etwa 1 1/2 Stunden nach dem 13stündigen Flug waren wir mit dem Taxi auch schon am Hotel angekommen. Wir haben auf der Herreise mit drei Menschen gesprochen - alle kannten unser Hotel Paradies und konnten nur Gutes berichten. Die gesamte Wegstrecke war grün - vorbei an Zuckerrohr, durch arme Dörfer, an Bananenstauden und Straßenrandgrün, was manchen Gärtner zu Hause das Herz höher schlagen liese, so reich an großen gelben Blüten.

Unser Zimmer - eine Suite. Das Badezimmer - riesig. Der Balkon - überdacht und zum Tanzen groß. Auf uns wartet nun in einem der vier (!) Restaurants der Hotelanlage das Abendessen.

Liebe Grüße an alle und an unserem Ankunftstag besonders an unsere Kinder und die Familien in Bühle, Eschwege im Werra-Meißner-Kreis, Gieckau im schönen Nautschketal, Lohfelden, Bad Nauheim und Frankfurt.

2.2.

Hallo Hessen! Liebe Leserinnen und Leser,

alle die mich kennen wissen, dass Essen eben gerade nicht zu meinen Hobbys gehört. Hier aber ist es ein ganz besonderer Genuss, nicht nur für die Augen. Wir haben uns gestern Abend für das tropische Buffet entschieden. Die Tische waren alle mit weißen Tischdecken bis zum Boden gedeckt.

Eine kleine Auswahl der Köstlichkeiten.

Fast jeder Platz hatte Aussicht aufs Meer oder den schönen Pool. Kerzen auf allen Tischen und dezente Beleuchtung in dem großen, reedgecktem Vorbau des Le Brabant, eines der Restaurants in der Hotelanlage. Dezente Musik im Hintergrund, dazu das Schlagen der leichten Wellen - sehr, sehr edel! Das Personal ist ausgesprochen freundlich. Die Stühle werden beim Platznehmen den Gästen zurechtgeschoben, das Wasser beim Essen nachgeschenkt.

Eine kleine Auswahl der Köstlichkeiten.

Ein Kellner kam mir gestern auf dem Weg vom Buffet zum Tisch entgegen und hat mir den Teller getragen ;-) Heute morgen haben wir amüsiert beobachtet, wie einem Gast die Serviette auf den Schoss gelegt wurde. Alle Gäste sind schick angezogen. Trotzdem absolute Wohlfühlatmosphäre. Krawatten? - Fehlanzeige.

Die Fotos zeigen einen Mini-Mini-Einblick auf die Nachtischauswahl vom Abend und meinen Früchteteller vom Frühstück. Herzliche Grüße von der Südhalbkugel, heute besonders an jene Leserinnen und Leser, die sich mit uns um diese tolle Reise beworben haben. Nicht traurig sein, das nächste Mal hat sicher einer von Euch Glück!

Kathleen (PS: Thomas liegt zurzeit am Strand)

2.2. Abends

Liebe Leserinnen und Leser der HNA,

wer nach Mauritius fliegt, der möchte natürlich Sonne, Strand und Meer. Genau das haben wir heute genossen. Bereits auf unserer Taxifahrt zum Hotel konnten wir viele Kilometer Strand sehen. Der schönste davon - laut Prospekt 7 Kilometer, befindet sich vor unserem Hotel!

An dem weitläufigem Sandstrand wechseln sich Restaurants und Liegen ab. Letztere sind ein- oder zweireihig aufgestellt, meist zwei oder drei Liegen unter einem der schönen kleinen reedgedeckten Schirmchen. Liegen gibt es in großer Auswahl. Niemand muss sich hier beeilen, eine Liege für den Tag zu reservieren. (Hinweis zum Foto: Die Liegen mit den blauen Handtüchern sind belegt, die anderen frei). Super auch: braungebrannte Boys in schneeweißen Anzügen bringen dem Gast jeden Wunsch zur Liege.

Für alle lesenden Schulpflichtigen (und alle Eltern, die gelegentlich ans Vokabellernen erinnern) in Deutschland: Was man möchte, sollte man in Englisch oder Französisch bestellen können. Die Muttersprache der Kinder auf der Insel heißt kreolisch. Ab der ersten Klasse lernen alle Schüler Englisch und Französich. Ab der sechsten Klasse kommt eine dritte Fremsprache hinzu.

Und nun der Oberhammer: Zwischen den Palmen sind immer mal wieder Hängematten gespannt, ausreichend breit für zwei Personen - und die sind auch frei!

Bei unserem Strandspaziergang sind viele kleine Sandkrabben vor uns in die Löcher verschwunden. Handtellergroße schwarze Krabben gab es auf dunklen, angelegten Steinhaufen. Im Wasser sahen wir Seeschlangen (?), jedenfalls ellenbogenlange schwarze, etwa dreifingerdicke Tiere. Auch zwei Geckos haben wir bereits beobachtet. Einer war mit seinen kleinen Saugnäpfen an den Füßen bis zu unserem Balkon hochgeklettert, um sich hier zu sonnen.

Bei unserem Strandspaziergang haben wir auch den ersten Kotakt zu dem wärmsten unserer drei Weltmeere aufgenommen. Das Wasser des Indischen Ozeans ist tatsächlich badewannenwasserwarm! Vom Strand aus sichtbar brechen sich die Wellen am Horizont. Das Wasser ist daher nicht nur warm und klar, sondern am Strand auch sehr ruhig und so auch für kleinere Kinder bestens geeignet. Grund dieses Phänomns ist ein Korallenriff, was fast die ganze Insel umschließt.

Auf unserem zweiten Bild haben wir die schönste Stranddusche festgehalten, die wir bisher gesehen haben. Wer bereits jetzt große Lust hat, das Hotel näher kennen zu lernen: www.paradis-hotel.com (weil nicht deutsch: Paradies ohne langes i)

Herzliche Grüße, besonders diesmal an unsere Kolleginnen und Kollegen in der Gemeinde Schauenburg und der wingas in Kassel, sowie allen Menschen, die mit Ihrer Arbeit die Wasserver- und Entsorgung organisieren, Straßen bauen und erhalten sowie die Energieversorgung sichern.

Am Donnerstag wird unser Wecker bereits um 6 Uhr klingeln, denn wir haben ein Boot gemietet und hoffen auf eine ganz besondere Begegnung...

Voller Vorfreude

Kathleen und Thomas

Reisebericht vom 3.2.

Heute morgen klingelte bei uns bereits 6 Uhr der Wecker. Nach kurzem Frühstück stiegen wir zu zwei Mauritiern ins Boot und starteten Richtung Meer. Blauer Himmel war unser Begleiter und das Wasser lag in einem Türkis bald vor und hinter uns, wie es die schönsten Bilder der Urlaubskataloge von den Tropen zeigen.

Delfine begleiteten die Bootstour der Gewinner.

Wir hatten das Riff, an dem sich vom Strand aus sichtbar die Wellen brechen, gerade hinter uns gelassen, als unsere beiden Begleiter sehr aufmerksam nach vorn schauten. Und nun konnten auch wir schon die glatten, grauen Rücken erkennen ... Wir waren etwas aufgeregt. War das alles? Würden sie jetzt flüchten und wenn ja, würde das Boot sie verfolgen? Der Ausflug ist laut Reiseführer nicht ganz unumstritten. Wir hatten nach einiger Überlegung aber entschieden, dass es natürlicher ist, die Tiere hier im freien Meer zu beobachten als in Bassins, wo sie täglich mehrfach Besuchern die gleichen Kunststücke zeigen...

Bilder der Reise

HNA-Leser berichten aus Mauritius

Da waren sie also, die D e l f i n e. Einer, zwei nebeneinander, drei in der Gruppe, fünf zusammen ... Ganz ruhig tauchen sie auf, holen Luft und tauchen wieder ins Meer, um kurz darauf wieder aufzutauchen, Luft zu holen ... kaum hatten wir einen Rythmus erkannt, tauchten sie tief hinab. Wir haben sie eine Weile beobachtet. Mit uns sind noch drei andere Boote an der Beobachtungsstelle, jeweils 2 Gäste an Bord. Wollen wir schnorcheln?? Bei den Delfinen im Wasser schwimmen? Klar, ich will.

Taucherbrille auf, Schnorchel in den Mund und rein ins Wasser. Einer der Bootsjungen kommt mit. Wir sehen die Delfine vor uns, tief unter uns im Wasser. .. 10 Meter bis zum Grund. Höre ich sie wirklich "reden"? So intensiv? Ja, es sind die Geräusche der Delfine, die ich höre, bestätigen mir später unsere Begleiter.

Wieder an Bord, sind die Delfine noch immer um uns und es werden immer mehr... Sie schwimmen im großen Kreis um die Boote herum, sind auf Futtersuche und haben auch Babys dabei. Bis auf weniger als 5 m kommen die Tiere ans Boote heran, manchmal sehen wir 10 gleichzeitig. Wir stehen und staunen... eine ganze Stunde lang! So schön!

Als wir uns dann von diesen eleganten Meeressäugern verabschieden, fahren wir am Strand entlang und machen später nochmals Halt um zu schnorcheln. Diesmal kommt auch Thomas mit. Über dem Riff schwimmen wir zwischen den bunten Fischen wie im Aquarium. Ich glaube, es gab noch kein Futter, denn sie knappern manchmal an uns, sind fast handzahm...

Vom Boot aus entdecken wir im klaren Wasser noch Seeigel, Seesterne, Seeschlangen ... Ein unvergesslicher Ausflug!

Sehr herzliche Grüße in die Heimat. Wir hoffen, Ihr habt das neue Blitzeis alle ohne Plessuren überstanden.

Besondere Grüße heute an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wolfhagen, sowie alle musikliebenden Menschen, besonders an den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Wolfhagen.

Reisebericht vom 4.2.

Heute haben wir ein Auto gemietet, um zwei Orte zu besichtigen. Zunächst einmal galt es jedoch, sich an den Linksverkehr zu gewöhnen. Der Fahrer sitzt nicht nur rechts und fährt auf der linken Spur, der Ganghebel ist weiterhin in der Automitte und muss daher mit der linken Hand bedient werden. Letztlich hat Thomas das aber mit Bravour gelöst.

Unser erstes Ziel war eine Krokodilfarm. Diese Tiere haben wir uns von Weitem angesehen, während wir die großen Schildkröten nicht nur aus der Nähe beobachteten, sondern auch feststellten, dass sie sich gern streicheln lassen. Die Haut war überraschend kühl. Die Tiere selbst in dem großen Gehege werden dort gezüchtet und entsprechend ihres Alters in verschiedenen Gruppen gehalten. Und ich frage mich – warum haben selbst die alten Schildkrötendamen eigentlich keine Falten?

Wir haben im Restaurant kein Krokodilfleisch probiert und auch keine echten Krokodiltaschen oder -gürtel gekauft, zumal wir vorher die Krokodilbabys gesehen haben… Unsere Führerin konnte sich im Gegenzug nicht vorstellen, dass Deutsche Schweine essen.

Den Nachmittag haben wir in Port Louis, der Hauptstadt von Mauritius verbracht. Sie zählt etwa 155.000 Einwohner und ist damit etwas kleiner als Kassel. Wir fanden am Hafen ein schönes Einkaufszentrum mit sehr edlen Geschäften und nur wenige Meter weiter die Marktstraße mit sehr, sehr einfachen Ständen. Nach dem ausdrücklichen Wunsch zweier junger Damen, ein typisches Mauritiussouvenier mitzubringen, waren wir auch danach unterwegs. Das typischste Souvenir gibt es eigentlich gar nicht mehr… Leider wurden wir heute auch nicht fündig. Was es ist, verraten wir ein anderes Mal.

Am Abend sind wir einem Insidertipp zum Abendessen gefolgt. Wir haben jeden Abend die Auswahl aus acht Restaurants. Vier in unserer Hotelanlage und vier weitere in der benachbarten. Thomas meint, dass kann man gar niemanden erzählen - tue ich auch nicht.

Heute Morgen haben wir noch etwas Neues am Frühstücksbuffet entdeckt: im Kühler steht eine geöffnete Flasche Champagner … Wir grüßen alle und aus gegebenem Anlass meine Wellness-Damen-Gruppe aus Bielefeld!

Reisebericht vom 5.2.

Wir haben heute einen Ausflug unternommen, der sich „Der farbige Süden“ nennt. Holla, die Waldfee ... eine Fülle an Bildern und Informationen hielt der Tag für uns bereit.

Los ging es mit dem Besuch eines Vulkankraters. Dann erfuhren wir einiges über die Religion der Hindus und besuchten den Heiligen See, beobachteten die Menschen bei der hinduistischen Götterverehrung und wer wollte, durfte gar in den Tempel. Super Mittag in einem Bergrestaurant mit traumhafter Aussicht auf die Süd-Westküste. Dann Blick auf einen 100m hohen Wasserfall und Besuch der „Siebenfarbigen Erde“. Dieses Naturphänomen ist das Modell des Auswaschens von Basalten.

Wir sahen Ananas auf den Feldern und mussten uns eingestehen, dass wir bisher nicht wussten, wo diese Früchte wachsen: auf Feldern, die an unsere Erdbeerfelder erinnern. Die Pflanzen sind jedoch etwa kniehoch. Pro Pflanze wächst nur eine Frucht und die braucht bis zur Reife 13 Monate. Auch wissen wir jetzt, wie eine Kaffeepflanze aussieht. Und nun lernten wir noch wie aus Zuckerrohr Rum wird. Die Mauritier verwenden die ganze Pflanze: die braunen Blätter als Dachdeckung, den Zucker – für Zucker und Rum und aus den Resten wird Biogas. Es gibt Rum einmal destilliert, doppelt destilliert und alten Rum, dieser wird in Holzfässern verschieden lang gelagert. Wir probierten alle – in dieser Reihenfolge.

Die nächsten Proben: Rum mit Ananasgeschmack, Rum mit Zitronengeschmack, Rum mit Vanille, Rum mit Kaffeegeschmack und zwischendurch einen Cocktail mit Rum.

Reisebericht vom 6.2.

Heute nun haben wir bereits den letzten offiziellen Tag auf dieser traumhaften Insel verbracht - und zwar mit Berty, unserem persoenlichen Reiseleiter. Unsere Tour führte uns in den Norden, unser Ziel war der Botanische Garten.

Wir sahen viele Pflanzen zum ersten Mal in unserem Leben: zum Beispiel Lotusblumen, Ingwerpflanzen, Lippenstiftpalmen, Muskatbaeume, Baume mit rauhen Blaettern (Schwiegermutterbaeume), Baume mit Cashewnuessen, Baume mit seidenweichen Blaettern (Schwiegervaterbaeume) ... Wir bringen viele schöne Erinnerungen und Eindrücke mit nach Hause und mussten doch erkennen, dass wir Euch nicht alles beschreiben konnten. Zum Beispiel die Geräusche der Vögel und den Duft in unserer Empfangshalle.

Für meine Schwester habe ich heute aber noch das Mitbringsel gefunden, was es nur auf Mauritius und doch nicht hier gibt: einen Dodo. Das ist ein Vogel, der nicht fliegen kann, den die Holländer aufgegessen und damit ausgerottet haben - der mauritische Nationalvogel.

Herzlichen Dank an alle, die uns diese wunderbare Reise ins Paradies ermöglicht haben!!!

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