TUI-Winterkataloge: Neue Ziele – Pauschalreisen sind die Gewinner der Krise

Urlauber zieht es in die Ferne

Fernreisen stehen bei deutschen Urlaubern hoch im Kurs. Die TUI verzeichnet in diesem Reisesegment einen Zuwachs von 31 Prozent. Das erklärte TUI-Deutschland-Chef Volker Böttcher am Montag bei der Vorstellung der Winterkataloge in Göhren-Lebbin (Mecklenburg-Vorpommern). Böttcher rechnet in diesem Jahr mit einer neuen Rekordzahl auf der Fernstrecke: Branchenweit werden 4,8 Millionen deutsche Urlauber in fernen Reisezielen erwartet. Die TUI bietet dafür in sechs Katalogen Reisen in 44 Länder an. Zur Auswahl stehen rund 1400 Hotels und 330 Rundreisen, für die die TUI eine Durchführungsgarantie gibt. Damit hat der Reiseveranstalter sein Fernreisen-Programm in der Wintersaison deutlich erweitert.

Panama und Taiwan

Erstmals kann man mit der TUI nach Panama und Taiwan fliegen. In Panama können Urlauber zwischen acht Hotels und drei Rundreisen wählen, Taiwan startet mit drei Hotels und verschiedenen Ausflugsprogrammen.

Preise weitgehend stabil

Dabei müssen sich Urlauber im Winter für die Fernziele auf eine Preiserhöhung von rund drei Prozent einstellen. Böttcher begründet das mit gestiegenen Kerosinkosten und ungünstigeren Wechselkursen. Möglichkeiten zum Sparen im TUI-Fernreise-Angebot bietet der neue „Turbo-XXL-Bonus“. Wenn man die verschiedenen Frühbucher- und Bonusangebote kombiniere, könne eine vierköpfige Familie beispielsweise bei einem Urlaub in der Dominikanischen Republik, in Mexiko oder auf Kuba bis zu tausend Euro sparen.

Reisen zu so genannten Mittelstreckenzielen wie Ägypten oder die Kanaren werden im Schnitt um ein Prozent billiger. Hier hat die TUI als neues Ziel Jordanien mit zehn Hotels, zwei Rundreisen und zwei Wanderreisen im Angebot.

Wer in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz Urlaub machen möchte und die Anreise selbst organisiert, muss ein bis zwei Prozent mehr bezahlen. Die Mehrwertsteuersenkung habe für Hotels in Deutschland laut Böttcher auf die Preisgestaltung keinen Einfluss genommen. Nach seinen Erfahrungen, so der TUI-Chef weiter, hätten viele Hoteliers das Geld in die Renovierung ihrer Häuser investiert.

Aschewolke gemeistert

Die isländische Aschewolke und verschiedene Unwetter haben in den vergangenen Monaten das Krisenmanagement des Veranstalters gefordert. Man sei hervorragend aufgestellt und viele Dankesbriefe von zufriedenen Urlaubern, die so schnell wie möglich nach Hause gebracht wurden, seinen ein schöner Lohn für die geleistete Arbeit, sagte Böttcher. Die Veranstalterreise, wie die Pauschalreise jetzt genannt wird, entwickelte sich dabei zur Krisengewinnerin. „Die Kunden legen angesichts von Krisen (...) mehr Wert auf Sicherheit“, erklärt Böttcher. Dabei sei das Angebot mit früheren Pauschalreisen nicht zu vergleichen und garantiere ein Höchstmaß an Flexibilität und Individualität.

Mehr Reisebüros

Beim Verkauf der Reisen setzt die TUI – neben dem Internet – nach wie vor stark auf die Reisebüros vor Ort. Die Anzahl der eigenen Büros soll in den nächsten Jahren verdoppelt werden. Laut Mario Köpers, Leiter der TUI-Unternehmenskommunikation, werden gerade im Bereich der Veranstalterreisen derzeit gut neunzig Prozent im Reisebüro gebucht. Dabei schätzen die Kunden vor allem die hohe Beratungsqualität und den persönlichen Kontakt zum Reisebüro, so Köpers weiter.

Von Jutta Kneissler

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