Urteil zu Flugverspätung wegen Todesfall an Bord

+
Urteil: Verspätet sich ein Flug wegen eines Todesfalls an Bord der Maschine, gilt nicht der sonst übliche Entschädigungsanspruch.

Der Flug nach Kairo verspätete sich wegen eines Todesfalls an Bord so deutlich, dass der Anschlussflug ans Urlaubsziel nicht mehr zu erreichen war. Ein Urlauber klagte auf Entschädigung.

Verspätet sich ein Flug wegen eines Todesfalls an Bord der Maschine, gilt nicht der sonst übliche Entschädigungsanspruch. Ein Todesfall ist als “außergewöhnlicher Umstand“ zu werten, für den nicht die Fluggesellschaft oder der Reiseveranstalter verantwortlich gemacht werden kann. Die Klage eines Fluggastes wies das Amtsgericht Frankfurt entsprechend als unbegründet ab (Az.: 31 C 2177/10 Ä83Ü). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift “ReiseRecht aktuell“.

Die kuriosesten Fälle vor Gericht

Reise: Die kuriosesten Fälle vor Gericht 

Der Kläger hatte eine Pauschalreise ans Rote Meer in Ägypten gebucht. Der Flug nach Kairo verspätete sich wegen eines Todesfalls an Bord so deutlich, dass der Anschlussflug ans Urlaubsziel nicht mehr zu erreichen war. Vom Reiseveranstalter wollte der Urlauber deshalb über die Entschädigung von gut 80 Euro hinaus, die er schon erhalten hatte, eine Ausgleichszahlung von 400 Euro. Zu Unrecht, argumentierte das Gericht: Gegen Verzögerungen, die sich durch einen plötzlichen Todesfall ergeben, könne der Veranstalter “keine zumutbaren Maßnahmen ergreifen“.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.