Vergnügungspark an Bin Ladens Todesort

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Abbottabad im Nordosten Pakistans

Peschawar - Zoo, Restaurant und Sportpark - um den Tourismus anzukurbeln plant eine Stadt in Pakistan jetzt einen Vergnügungspark. Doch der Ort für das Projekt hat eine schaurige Geschicht. Zufall?

Die Stadtverwaltung von Abbottabad im Nordosten Pakistans will in der Stadt, in der Al-Kaida-Chef Osama bin Laden 2011 getötet wurde, einen Vergnügungspark bauen. Geplant seien unter anderem Restaurants, ein Zoo und verschiedene Sporteinrichtungen, sagte der Tourismusminister der Provinz, Syed Aqil Shah, am Montag. Das Projekt habe nichts mit dem schlechten Ruf zu tun, der Abbottabad seit dem Auffinden Bin Ladens anhafte.

Der Tourismus in der Region solle angekurbelt werden. Abbottabad liegt etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Islamabad entfernt und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Vergnügungspark werde etwa 50 Millionen Dollar kosten, hieß es weiter. Mit dem Bau solle in einigen Wochen begonnen werden.

Osama bin Laden: Leben, Tod und Schrecken

Osama bin Laden ist tot! Zehn Jahren war der meist gefürchtete Terrorist der Welt auf der Flucht. US-Soldaten spürten ihn am frühen Morgen des 2. Mai 2011 in seinem Versteck in Pakistan auf und erschossen ihn. Der Leichnam des Al-Kaida-Führers wurde auf See bestattet, wie aus US-Regierungskreisen verlautete. Bin Laden wurde vermutlich am 10. März 1957 in Saudi-Arabien geboren. © AP
Der Sohn eines Bauunternehmers schloss sich 1979 den "Gotteskriegern" an. Das Ende der 1980er Jahre gegründete Terrornetzwerk Al-Kaida (“Die Basis“) kämpft für eine islamistische Weltordnung. © dpa
Bin Laden galt als der Anführer von Al-Kaida. Er soll unter anderem für die Bombenanschläge auf die US-Botschaft in Nairobi 1998 verantwortlich sein. Dabei starben 219 Menschen. © dpa
Der studierte Wirtschaftswissenschaftler rief seit 1998 zum "Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen" auf. © AP
Trauriger Höhepunkt: Zwei entführte Passagiermaschinen fliegen in die Zwillingstürme des World Trade Centers. © AP
Bei dem Anschlag sterben rund 3000 Menschen. © dpa
Der Al Kaida-Chef bin Laden und sein Stellvertreter Eiman el Sawahiri versteckten sich in den Bergen Pakistans. © AP
Fortan meldete er sich nur noch mit Haasbotschaften aus dem Untergrund zu Wort. © AP
Noch aus seinem Versteck heraus gelang es ihm eine neue Generation von Gesinnungsgenossen heranzuziehen. © AP
"Der Gerechtigkeit ist genüge getan", sagte US-Präsident Barack Obama. Seine Landsleute feierten auf den Straßen. © dpa/ AP
Ist das Foto echt? Zeigt es Osama bin Laden? Medienberichten zufolge handelt es sich hier um ein altes Foto. © dpa
31. August 2004: Eine mutmaßliche Tschetschenin sprengt sich in Moskau an der U-Bahn-Station Rischskaja in die Luft. Elf Menschen sterben, 50 werden verletzt. Al Kaida bekennt sich zu der Tat. © dpa
23. Juli 2005: Bei mehreren Anschlägen im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich werden 66 Menschen getötet. Zu den Anschlägen bekennen sich eine mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Organisation und die Gruppe “Heilige Krieger von Ägypten“. © dpa
9. November 2005: Drei Selbstmordattentäter reißen in der jordanischen Hauptstadt Amman 60 Menschen mit in den Tod. Die bis dahin im Irak operierende Terrorgruppe Al-Kaida um den Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi bekennt sich zu der Tat. © dpa

AP

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