Gesund und vielfältig in Bewegung

Mit seinen weiten Stränden, den Deichen und dem gut ausgebauten Radwegenetz ist das Wangerland ein Paradies für Wanderer

Das Erlebnis schier unbegrenzter Weite und unverstellter Horizonte, das Urlauber an der Nordsee besonders genießen, bietet sich im Wangerland in ungewöhnlicher Großzügigkeit. Allein die Küste misst rund 27 Kilometer. Die vielen Möglichkeiten für gesunde Bewegung, Spazierwege und Wanderungen aller Art, die sich damit eröffnen, addiert das Wangerland noch mit seinen Qualitäten als eine der größten deutschen Flächengemeinden: Die weitläufige ländliche Idylle vor den Deichen steht nicht nur für Ruhe und Beschaulichkeit, sondern auch für zahllose Gelegenheiten, den Urlaub zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit sportlich motiviertem Schritt zu beleben.

Ein vorzügliches Radwegenetz

Bei Radfahrern haben die Vorzüge des Wangerlandes schon lange buchstäblich die Runde gemacht. Das Radwegenetz misst rund 200 km, bestens ausgeschildert und für Touren nach persönlichem Belieben und Können perfekt geeignet.

Die Herausforderung durch Steigungen ist eher gering, die Erlebnisqualität dafür umso höher. Das ist auch international bestätigt: Als 2011 der durch sechs Länder führende Nordseeküsten-Radweg eröffnet wurde, trug das Wangerland zur 5942 langen Gesamtstrecke einen einladenden Teil bei. Dabei war das beliebte Wegenetz ursprünglich gar keine Erfindung für Erholungssuchende und moderne Wandersleute. Schon vor Jahrhunderten legten die Menschen hier Wege an, um die oft weit auseinander liegenden Dörfer und Wurten miteinander zu verbinden. Auf historischem Grund bewegen sich Radwanderer auch, wenn sie dem wangerländischen Pilgerweg folgen. Insgesamt 13 Kirchen lassen sich auf diese Weise kennenlernen – und damit auch die Geschichte und Kultur einer Gegend, in der die hoch aufragenden Bauwerke nicht selten auch als Zufluchtsort vor der Übermacht der Natur oder fremder Herrscher dienten. Heute darf der Besucher das Gegenteil genießen: Der Pilgerweg zeigt die Kirchen vor allem als Oasen der Ruhe.

Wer mag, kann im Wangerland also vorgezeichneten Routen folgen und dafür auch das Kartenmaterial der Wangerland Touristik mit diversen gut beschriebenen Vorschlägen nutzen. Oder man fährt „der Nase nach“ und kann auch in diesem Fall sicher sein: Die klare, gesunde Nordseeluft ist immer dabei, die Wege verlaufen jenseits von Stress und Hektik und bieten stattdessen jede Menge schöner Landschaft, immer wieder den Blick aufs Meer und viele Rastplätze, Cafés und Gaststätten für den erholsamen Zwischenstopp.

Und „nebenbei“ lernt man auch die vier touristischen „Perlen“ des Wangerlandes kennen, die Orte Hooksiel, Horumersiel-Schillig, Minsen-Förrien und Hohenkirchen. Was den Radfahrern recht ist, ist auch den Wanderern willkommen: Das abwechslungsreiche Radwegenetz eignet sich vortrefflich für alle Unternehmungen zu Fuß – vom Spaziergang bis zur anspruchsvollen Tagestour. Ein besonderes Vergnügen sind zudem Wanderungen auf den Deichkronen mit dem Blick über das weite grüne Land auf der einen und der Nordsee auf der anderen Seite.

Gut zu Fuß kann sich der Urlauber auch an den Stränden des Wangerlandes erleben

Der Wechsel von feinsandigen Stränden und grünen Wiesen ist allerdings nicht nur für die Füße eine Freude. Nicht zuletzt gehört zum Wandern im Wangerland auch der Spaziergang auf dem Meeresboden. Wenn sich die Nordsee bei Ebbe aus dem Wattenmeer zurückgezogen hat, ist der Weg in einen ganz besonderen Lebensraum frei.

Ausgebildete Wattführer erklären die einzigartige Natur, die von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Außerdem geleiten sie den unkundigen Wanderer sicher ins Watt und wieder zurück. Wer die Bewegung an der frischen Luft hingegen lieber sportlich versteht, findet im Wangerland ebenfalls die passende Route. Seit 2005 gibt es zwei Nordic-Walking-Parks, die insgesamt 14 Strecken zwischen 1,8 und 13,8 km ausweisen. Bei einer Gesamtstreckenlänge von über 100 km und der schönen Landschaft drumherum wird hier eventuell Muskelkater, aber garantiert keine Langeweile aufkommen.

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