"Apokalyptische Szenen"

Warum der Flughafen von Ibiza gerade zur Müllhalde verkommt

Am Flughafen auf Ibiza häufen sich die Müllberge. Der Grund: Zu Beginn der Hochsaison haben die Reinigungskräfte dort ihre Arbeit niedergelegt.

Urlauber müssen am Flughafen von Ibiza aktuell regelrecht durch liegen gebliebenen Müll waten. Denn die Reinigungskräfte sind mit dem Beginn der Hochsaison in Streik getreten.

Müllberge

Am Hauptdrehkreuz der Insel sammeln sich ganze Berge von Müll. Bilder, die in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, zeigen Plastikflaschen, Papierreste und weggeworfene Lebensmittel, die sich über den Boden des Flughafens verteilen.

Alex Monkiewicz, die am Sonntag nach einem Kurzurlaub auf der spanischen Insel nach Manchester zurückflog, sagte gegenüber dem Newsportal Manchester Evening News, dass sie der Anblick des Flughafens schockiert habe. "Wir haben gesagt, dass es [am Flughafen Ibiza] wie während einer Apokalypse aussieht. Es sind buchstäblich Tonnen von Müll."

Grund für den Streik

Wer nun denkt, die Reinigungskräfte streiken für mehr Lohn oder bessere Arbeitsbedingungen, der irrt. Das Putzpersonal fordert einfach nur seinen ausstehenden Lohn. Nach Angaben der Zeitung "Ultima Hora" bekommen die Reinigungskräfte nämlich seit drei Monaten kein Gehalt mehr ausbezahlt.

Kein Ende in Sicht

Auf der Website der Fluglinie EasyJet heißt es, die Reinigungsfirma für die Terminalgebäude am Flughafen Ibiza habe am 17. Mai einen Streik angekündigt. Weiter heißt es: "Bitte beachten Sie, dass während dieser Zeit das Terminal und die Einrichtungen im Gebäude nicht gereinigt werden. Wir empfehlen daher, unsere Toiletten an Bord unserer Flugzeuge oder vor der Fahrt zum Flughafen zu benutzen. Obwohl diese Situation außerhalb unserer Kontrolle ist, bedauern wir die Unannehmlichkeiten."

Ein Ende scheint nicht in Sicht. Eine Mitarbeiterin sagt gegenüber dem Sender SWR3: "Wir streiken so lange, bis wir Geld bekommen. Viele von uns haben Kinder und warten seit drei Monaten auf das Gehalt. Kredite laufen weiter – wir müssen Strom bezahlen, Wasser. Das kann hier gerade niemand."

sca

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Rubriklistenbild: © Twitter

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