Eine kulinarische Rundreise

Wein, Kürbiskernöl und Klapotetz - Herbst in der Steiermark

Wein aus der "Steirischen Toskana": Mehr als 80 Weinbauern bauen entlang der Schilcher Weinstraße ihre Reben an. Foto: Steiermark Tourismus/ikarus.cc
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Wein aus der "Steirischen Toskana": Mehr als 80 Weinbauern bauen entlang der Schilcher Weinstraße ihre Reben an.
In diesem Hang des Weinbaubetriebs Glirsch wird die Blaue Wildbacher Traube angebaut. Aus ihr wird der steirische Schilcher hergestellt. Foto: Bernd F. Meier
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In diesem Hang des Weinbaubetriebs Glirsch wird die Blaue Wildbacher Traube angebaut. Aus ihr wird der steirische Schilcher hergestellt.
Dieses Kürbiskernöl kommt aus der Ölmühle Herbersdorf. Sie ist eine der ältesten der gesamten Region. Foto: Bernd F. Meier
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Dieses Kürbiskernöl kommt aus der Ölmühle Herbersdorf. Sie ist eine der ältesten der gesamten Region.
Weinlese bei Arnsfels. Oben am Hang steht die Klapotetz-Windmühle. Foto: Bernd F. Meier
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Weinlese bei Arnsfels. Oben am Hang steht die Klapotetz-Windmühle.
Rebstöcke, lockere Wolken, das Laub hat sich schon verfärbt: Herbstidylle an der Südsteirischen Weinstraße. Foto: Steiermark Tourismus/ Harry Schiffer
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Rebstöcke, lockere Wolken, das Laub hat sich schon verfärbt: Herbstidylle an der Südsteirischen Weinstraße.
Verkostung eines echt steirischen Schilcher-Weins: Er wird aus der Blauen Wildbacher Traube gemacht. Foto: Steiermark Tourismus/ Gery Wolf
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Verkostung eines echt steirischen Schilcher-Weins: Er wird aus der Blauen Wildbacher Traube gemacht.
Die Kerne aus den Kürbissen werden in der Steiermark zu Öl verarbeitet. Die ältesten Ölmühlen der Region sind etwa 200 Jahre alt. Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
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Die Kerne aus den Kürbissen werden in der Steiermark zu Öl verarbeitet. Die ältesten Ölmühlen der Region sind etwa 200 Jahre alt.
Eine Klapotetz-Windmühle soll die Vögel aus den Weinbergen vertreiben. In der Südweststeiermark werden die Mühlen in Miniatur auch an Touristen verkauft. Foto: Vino Cool/ Harald Eisenberger
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Eine Klapotetz-Windmühle soll die Vögel aus den Weinbergen vertreiben. In der Südweststeiermark werden die Mühlen in Miniatur auch an Touristen verkauft.
Gernot Becwar ist seit 40 Jahren Ölmüller. Im September und Oktober ist für ihn Hochsaison, dann liefern die Landwirte ihre Kürbisse an. Foto: Bernd F. Meier
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Gernot Becwar ist seit 40 Jahren Ölmüller. Im September und Oktober ist für ihn Hochsaison, dann liefern die Landwirte ihre Kürbisse an.

Besonders im Herbst lohnt sich ein Besuch in der Genießerregion Südweststeiermark. Weinrouten führen zu urigen Buschenschenken und Ölmühlen.

Mahlen, kneten, rösten, pressen: Im September und Oktober ist in der Ölmühle Herbersdorf Hochsaison. Tag für Tag liefern Landwirte aus den Dörfern ringsum Kürbiskerne in die kleinste Ölmühle der Steiermark.

"Täglich stellen wir 200 Liter Steirisches Kürbiskernöl her", erklärt Gernot Becwar. Er ist seit 40 Jahren Ölmüller und Chef einer der ältesten Ölmühlen der Region, mehr als 200 Jahre gibt es sie schon. "Früher galt Kürbiskernöl als Öl der armen Leute." Doch seit etwa 15 Jahren habe das Öl, das nach Nüssen und Brotrinde duftet, auch Einzug in die Gourmetküchen gehalten.

Von der Ölmühle Herbersdorf sind es nur ein paar Kilometer bis zur Schilcher Weinstraße. Die 50 Kilometer lange Autoroute ist eine der sogenannten Themenstraßen in der Südweststeiermark. Zwischen dem nördlichen Ligist nahe Graz und Eibiswald an der Grenze zu Slowenien schlängelt sich die Route kurvenreich durch das sanfte Hügelland. Über Stainz, Bad Gams und Deutschlandsberg führt die Route vorbei an Weingärten, sattgrünen Wiesen, Kürbisfeldern und dunklen Wäldern.

Mehr als 80 Weinbauern pflegen ihre Rebengärten entlang der Schilcher Weinstraße. Auf vielen Winzerhöfen werden zum Nachmittag die urigen Buschenschenken aufgesperr. Die Schenken gehen auf eine Verordnung von Kaiser Joseph II. zurück, wonach die Winzer dort nur Weine aus eigenem Anbau und kalte Speisen servieren dürfen.

"Der Steirische Rosé stammt von der Blauen Wildbacher Traube und darf nur bei uns angebaut werden", erklärt Winzer Siegfried Krottmayer vom Weinhof Glirsch. Der einsam gelegene Hof befindet sich seit 150 Jahren in Familienbesitz. Heute bewirten die Krottmayers die Gäste nicht nur im Buschenschank, sondern halten wie etliche Weingärtner auch ein paar Zimmer für Urlauber bereit.

"Die Klapotetz hab' ich abgestellt, damit ihr ruhig schlafen könnt", ruft Siggi Krottmayer seinen Urlaubsgästen zu. Klapotetz? Das ist Slowenisch und bezeichnet die klappernden Windmühlen der Steiermark. Wer ihren Geheimnissen auf den Grund gehen will, verabredet sich am besten mit Erich Silberschneider in Arnfels. Den Klapotetzbau hat er schon vor über 40 Jahren von seinem Onkel übernommen. Aus 33 Teilen besteht die Klapotetz-Windmühle. Der wichtigste Teil, das Klangbrettl, ist aus Vogelkirsche. "Wenn die Eschenklöppel dort aufschlagen, entsteht der charakteristische Lärm, der Vögel aus den Weinbergen vertreiben soll", sagt Silberschneider.

Trubeliger als an der Schilcher Weinstraße und der Klapotetzroute geht es auf der viel besuchten Südsteirischen Weinstraße zu, die bei Buchenberg auch die Staatsgrenze Österreich-Slowenien bildet. Ein wenig abseits der Route folgt der Steinberghof einem Trend der Zeit und bietet vegane Menüs an. Hausherrin Uli Firmenich nimmt viel Gemüse und Obst, Kürbiskernöl und Keferbohnen. Nur eines gibt es nicht vegan: die traditionelle Brettljause.

Anreise:

Mit Flugzeug, Bahn oder Auto bis nach Graz. Von dort weiter mit S-Bahn oder Mietwagen nach Deutschlandsberg oder Eibiswald. Die Autobahnen in Österreich sind mautpflichtig. Vignette kaufen!

Reisezeit:

Die Saison im Herbst geht von September bis Mitte Oktober.

Informationen:

Tourismus Kompetenz Zentrum Süd & West Steiermark, Hauptplatz 36, A-8530 Deutschlandsberg, Tel.: 0043/3462/43152, E-Mail: office@sws.st

Tourismusverband Südliche Weststeiermark, Eibiswald 82, A-8552 Eibiswald, Tel. 0043/3466/43256, E-Mail: info@suedweststeiermark.at

dpa/tmn

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