Das Lindner Hotel Binshof in der Pfalz verwöhnt mit Nüssen von innen und außen

Wellness mit Walnuss

Olmüller aus Leidenschaft und Überzeugung: Petra und Thomas Steger betreiben eine Ölmühle in der Pfalz. Neben den Weinbergen gibt es dort auch viele Walnussbäume.

Verträumt schaut Thomas Steger auf das runzlige, braune Ding in seiner Hand, hebt es hoch, fragt schmunzelnd: „Wie sieht das aus?“ Wie ein Gehirn, meint einer aus der Runde. Ja, genau, sagt der 49-Jährige und lässt die Walnuss erneut durch seine Hand gleiten. Er überlegt und sagt mit der einem Pfälzer eigenen Ruhe: „Die Form ist irgendwie Programm.“

Walnuss? Gehirn? Der Biologe aus Worms muss es wissen. Er ist ausgewiesener Nussexperte, betreibt eine Ölmühle als Familienbetrieb: „Es gibt kein Lebensmittel, dem eine bessere Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System nachgesagt wird. Und die Nerven beruhigt es auch.“ Tatsächlich gilt die Walnuss als kleines Kraftpaket: Viele ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, B-Vitamine, pflanzliche Eiweiße.

Damit eignet sie sich zum Essen, aber auch für kosmetische Anwendungen. Die Frauen im Alten Rom beispielsweise färbten ihr Haar mit Extrakten der Walnuss. Solche Shampoos gibt es heute wieder und weil der Trend zu Naturprodukten auch in der Kosmetik jenseits der Selbstgestrickte-Socken-Fraktion Einzug hält, besinnt man sich in der Pfalz auf die Nuss.

„Neben den Weinbergen gibt es hier sehr viele Walnussbäume, da bietet es sich geradezu an, diese für unsere Wellnessanwendungnen zu nutzen“, sagt Doris Walch, Spa-Chefin im Lindner-Hotel Binshof nahe der Domstadt Speyer. Seit sieben Jahren kreiert die 42-Jährige immer neue Anwendungen. In diesem Winter sind es Walnüsse aus der Pfalz, die sie mit ihren Mitarbeitern zu Peeling, Badebutter und Massageöl verwandelt.

Dabei werden auch die Öle aus Walnüssen, Haselnüssen sowie das helle, süßliche Mandelöl aus Stegers Ölmühle verwendet. „Diese kaltgepressten Öle sind für die im Winter gestresste Haut super, sie riechen gut und spenden ganz viel Feuchtigkeit“, sagt Walch.

Pflege von außen und von innen will der Binshof bieten. Und so kommt es, dass das Walnussöl den Gast am Nachmittag mit Meersalz bei einem Peeling die Schüppchen von der Haut schmirgelt und am Abend dafür sorgt, dass der Salat mit einer nussigen Note seinem Gaumen schmeichelt.

Wer eine Nussallergie hat, sollte allerdings auf beides verzichten, rät Expertin Walch. Wellness kann er sich dennoch gönnen: Der Binshof verfügt über einen weitläufigen Saunabereich, Klanglichtbaden in einer Solegrotte, Whirlpools. Und im Spa ist die Liste auch abseits der Nuss lang: Sie reicht von klassischen Massagen und Gesichtsbehandlungen über das orientalische Reinigungsritual Hammam und japanische Algenpackungen bis zur Kräuterstempel-Massage aus Indien.

Ein Tipp: Auch wenn Sie den Bademantel nicht mehr ablegen wollen, gehen Sie trotzdem spazieren. Der Walnussbäume wegen. Die ersten stehen gleich vor dem Hotel.

Von Tatjana Braun

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