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Von Diebstahl bis zur „kalten Abreise“: Zimmermädchen gibt schlimmste Erlebnisse mit Gästen preis

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Von: Franziska Kaindl

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Angestellte in der Tourismusbranche erleben nicht selten die kuriosesten Dinge. Ein ehemaliges Zimmermädchen verriet nun ihre schlimmsten Erfahrungen.

Man selbst bekommt sie während eines Hotelaufenthalts oft gar nicht zu Gesicht – dafür erfahren Zimmermädchen aber umso mehr über die Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Gäste. Wie interessant ein Blick hinter die Kulissen sein kann, zeigt nun ein „AMA“-Thread auf der Online-Diskussionsplattform Reddit. „AMA“ steht für „Ask me anything“ (dt. „Fragt mich alles“) und wird oft von Usern als Aufhänger genutzt, die einem interessanten Job nachgehen und anonym Fragen dazu beantworten wollen. Jetzt packte dort ein ehemaliges Zimmermädchen unter dem Nutzernamen „u/Kaffeetasse286“ aus, das drei Jahre lang in dem Beruf gearbeitet hat. Verifiziert ist ihre Geschichte allerdings nicht, deswegen ist alles mit Vorsicht zu genießen.

Zimmermädchen berichtet anonym von unangenehmen Erlebnissen mit Hotelgästen

Bei den Nutzern stößt die Option, ein Zimmermädchen nach ihrem Arbeitsalltag zu befragen, auf großes Interesse. Einer möchte sofort wissen: „Was war dein unangenehmstes Erlebnis mit einem Gast?“ Und wie zu erwarten, hat die ehemalige Hotelmitarbeiterin hier einige Anekdoten zu erzählen. Eine davon ist zum Beispiel: „Ein Gast hat behauptet, ich hätte ihm erlaubt, um 18.00 Uhr auszuchecken. War gelogen und ich habe per Kamera nachgewiesen, dass ich den Gast nie gesprochen habe.“ Bei einer anderen Begebenheit habe sie einem Gast sein gewaschenes und gebügeltes Hemd bringen wollen „und er hat mich angeschrien, denn er wollte nicht gestört werden“. Dabei habe er das Hemd gebraucht. Auch in unangenehme Situationen sei sie versehentlich hineingeplatzt: „Ein Pärchen, das ‚dabei‘ war und mein Klopfen nicht gehört hat – die haben mich nicht mal gesehen und ich bin leise wieder raus.“

Ein Zimmermädchen hält einen Stapel weißer Handtücher in der Hand.
Zimmermädchen bekommen so einiges von ihren Gästen mit. (Symbolbild) © Zeljko Dangubic/Imago

Was Hotelgäste gerne mitgehen lassen

Immer wieder hört man auch davon, dass Gäste sich fast schon zu sehr wie daheim fühlen und einfach Kleinigkeiten aus dem Hotelzimmer mitgehen lassen. Auch das ehemalige Zimmermädchen bestätigt auf Reddit, wie großzügig sich manche Gäste am Inventar des Hotels bedienen: „Gäste haben fast das komplette Zimmer ausgeräumt inkl. Stühlen und Minibar. Eigentlich dämlich, man weiß ja, wer es war. Klassiker waren Handtücher, alles andere kaum, z. B. Bademäntel hat in der ganzen Zeit keiner bei meinen Zimmern geklaut.“

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Zimmermädchen berichtet von „Kaltabreise“ eines Gastes

Abgesehen von Fauxpas‘ und ungehobeltem Verhalten der Gäste können Hotelmitarbeiter aber auch in tragische Situationen geraten, wie eine Frage eines weiteren Users offenbart. Dieser wollte wissen, ob das ehemalige Zimmermädchen schon einmal erlebt hat, dass ein Gast im Hotel verstorben ist. „Ja, nicht bei mir, aber bei einer Kollegin – einer lag unter dem Bett“, schreibt die Frau. „Ganz makaber wurden solche Fälle eine ‚Kaltabreise‘ genannt, da kriege ich immer noch Gänsehaut“. Wie er unter das Bett gekommen war, verstehe sie bis heute nicht.

Trinkgeld bei Zimmermädchen immer gerne gesehen

Viele Reddit-Nutzer interessieren sich außerdem, dafür, wie man dem Personal etwas Gutes tun kann. Die Antwort darauf ist sehr simpel: „Kein Witz – ein ‚Hallo‘, ‚guten Morgen‘ oder irgendwas in der Art. Das war für mich tatsächlich ganz schlimm, denn sobald ich die Uniform trug, wurde ich für die Gäste unsichtbar und sie haben mich nur sehr selten zurückgegrüßt. Sie guckten mich nur an und gingen weiter.“ Wer den Zimmermädchen zusätzlich unter die Arme greifen wolle, könne seine Bettwäsche selbstständig abziehen und aufs Bett oder den Boden werfen. Auch über ein Trinkgeld habe sie sich immer sehr gefreut – gerade weil es kein Muss sei.

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