WM-Vorrundenspiel endet mit 28:21

Deutschland gegen Kroatien im Schnellcheck: Handballer demonstrieren Stärke

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Geballte Faust: Kreisläufer Patrick Wiencek bejubelt einen seiner sechs Treffer.

Kassel. Welch eine Vorstellung! Die deutschen Handballer besiegen im letzten WM-Vorrundenspiel Kroatien mit 28:21 (13:9). Nun trifft das Team auf Katar. Unser Schnellcheck:

Beeindruckend. Mit einem deutlichen 28:21 (13:9)-Sieg gegen Kroatien haben sich die deutschen Handballer bei der WM in Frankreich den ersten Platz in der Gruppe C gesichert. Unser Schnellcheck zum letzten Vorrundenspiel:

Zunächst die Frage: Wie geht es denn jetzt weiter für den Europameister? 

Der erste Platz hat zwei Vorteile. Erstens: Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) trifft am Sonntag im Achtelfinale auf den vermeintlich leichteren Gegner aus Katar (18 Uhr). Zweitens: Das Spiel findet in Paris statt, das DHB-Team hat somit keine Reisestrapazen vor sich.

Wie war das abschließende Gruppenspiel? 

Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson brauchte ein paar Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Kai Häfner sorgte für das 1:0, dann waren aber erst mal die Kroaten an der Reihe. Luka Stepancic brachte seine Farben nach fünf Minuten 3:1 in Führung. Bis dahin trat die deutsche Deckung zu verhalten auf.

Aber dann. Als wäre diese Anlaufzeit nötig gewesen, drehte die DHB-Abwehr nun richtig auf. Aggressiv, beweglich - Finn Lemke und Co. brachten den kroatischen Rückraum zur Verzweiflung. Zudem fand Torwart Andreas Wolff in die Partie. Kurzum: Die Mannschaft vom Balkan erzielte zwölf Minuten keinen Treffer. Zwölf! Und das deutsche Team zog auf 7:4 davon. Nach 30 Minuten hieß es dann 13:9. Eine beeindruckende Vorstellung bis dahin.

Und der zweite Durchgang? Kroatiens Trainer Zeljko Babic versuchte es mit einem siebten Feldspieler im Angriff und hinten mit einer 3-2-1-Formation. Das zeigte Wirkung - Manuel Strlek verkürzte auf 12:14 aus kroatischer Sicht (36.). Das DHB-Team musste sich kurz schütteln. Und dann: Hinten kompakt, nach vorn mit Tempo. Steffen Fäth (37.), zweimal Patrick Wiencek (37./42.), Uwe Gensheimer (44.), Groetzki (45.) - da stand es plötzlich 19:13. War’s das? Noch nicht ganz. Kroatien kam noch einmal auf zwei Treffer heran. Und wieder legte der Europameister eine Schippe drauf, demonstrierte eindrucksvoll seine Stärke und zog endgültig davon.

Geht das Ergebnis eigentlich in Ordnung? 

Und wie. Es war der erwartete Härtetest. Aber immer, wenn die Partie zu kippen drohte, legte der Europameister einen Zahn zu. Das imponierte. Hier und da schlich sich zwar mal kurz der Schlendrian ein. Trotzdem: Mit dieser Vorstellung hat die deutsche Mannschaft gezeigt: Mit uns ist bei dieser WM absolut zu rechnen.

Wer war der Mann des Abends in Rouen? 

Da gibt es gleich mehrere Kandidaten. Zum einen Wolff. Der Torwart hielt phasenweise 57 Prozent der Bälle, die auf seinen Kasten kamen. Außerdem zeigte er seine Passqualitäten. Zum anderen hat sich Patrick Wiencek ein Sonderlob verdient. Mit sechs Treffern war der Kieler bester deutscher Werfer und überdies eine Stütze in der Deckung.

Kamen die Rückkehrer zum Einsatz? 

Nach 19 Minuten betrat Hendrik Pekeler das Spielfeld und traf direkt zum 9:4. Kann man mal so machen. Insgesamt drei Tore, eine Bank im Mittelblock - starke Rückkehr. Holger Glandorf feierte in der 23. Minute sein Comeback auf der großen Handballbühne, trat aber nicht weiter in Erscheinung.

Wie lief die Übertragung im Internet? 

Punkt eins: Markus Götz macht einfach Spaß. Als die deutsche Abwehr mal wieder einen Wurf der Kroaten blockte und Pekeler seinen starren Blick aufsetzte, sagte der Kommentator: „Die Bad Boys sind böse.“ Punkt zwei: Vier-, fünfmal stockte die Übertragung. Einfach nur ärgerlich. Zum Glück nicht in entscheidenden Momenten.

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