Guter Zuspruch beim Boxclub Münden

300 Zuschauer sehen Frrokajs Sieg gegen Florenz

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Rechte Gerade: Ioannis Frrokaj (rechts) kommt in dieser Szene gegen Lorenzo Peruzzi mit seiner Schlaghand durch.

Hann. Münden – Über drei Stunden lang kamen die Mündener Boxsportfans am Samstag in der Jahnturnhalle auf ihre Kosten. Es war wohl die beste Veranstaltung des Boxclubs Münden der vergangenen Jahre. Und auch das Ergebnis des Hauptkampfes passte dazu – selbst wenn es nicht unumstritten war.

Im letzten Kampf des Nachmittags war Mündens Spitzentalent Ioannis Frrokaj (19) gegen Lorenzo Peruzzi (24) in den Ring gestiegen. Beide lieferten sich einen augenscheinlich ausgeglichenen Kampf, in dem ausnahmsweise auch der Mündener mit griechischen Wurzeln einiges einstecken musste. Da Frrokaj aber zuvor erst drei Kämpfe im Seniorenbereich bestritten hatte, konnte seine Leistung gegen den weitaus erfahreneren Kontrahenten absolut überzeugen. Als sein knapper Punktsieg nach drei hart umkämpften Runden von Ringsprecher Thorsten Schmook verkündet wurde, brandete Applaus in der sehr gut besuchten Halle auf. Peruzzi hob allerdings den Zeigefinger und machte deutlich, dass er mit dem Urteil nicht einverstanden war. „Ich hatte nach diesem Kampf eigentlich auch mit einem Unentschieden gerechnet“, gab Frrokajs Trainer Bernd Kulle zu Protokoll. Frrokaj zollte seinem Gegner Respekt: „Das war ein schwerer Kampf. Allerdings war ich auch nicht ganz fit.“ Nun wolle er weiter hart an seinem Traum arbeiten: dem Profiboxen.

Zuvor war mit dem erst 15-jährigen Benjamin von Sierakowski ein weiterer Mündener in den Ring gestiegen. Er erkämpfte in einem ebenfalls unterhaltsamen Duell gegen Akel Taha (Heros Salzgitter) ein Remis. Ringarzt Georg Fieseler schickte den Mündener anschließend gleich ins Klinikum. Doch der Verdacht auf Nasenbeinbruch bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Die restlichen neun Kämpfe wurden von Boxern der befreundeten Vereine aus Salzgitter, Peine und Wolfenbüttel ausgetragen. Aus Wolfenbüttel stammte auch der Boxring, den der Mündener Verein gekauft hatte – unter anderem mit einer Spende einer Lutterberger Firma. Nicht nur dafür bedankte sich Mündens Vereinsvorsitzender Bernd Kulle herzlich: „Es war wirklich toll, wie alle Helfer und Sponsoren mitzogen und das alles hier ermöglicht haben!“ Nicht zuletzt habe es den Aktiven vor der beachtlichen Kulisse von rund 300 Zuschauern – viel mehr hätten in die kleine Halle ohne Tribünen auch nicht reingepasst – einen Riesenspaß gemacht.

Nach der Veranstaltung wurde mit den italienischen Boxern und Vereinsfunktionären aus Florenz noch im Bierlokal Unikum in der Altstadt gefeiert. Im nächsten Jahr soll es erneut einen Gegenbesuch der Niedersachsen geben.

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