Fohlen holen mit dem 0:0 in Turin den ersten Zähler in der Königsklasse

Schnellcheck zum Gladbach-Spiel: Achtungserfolg für Schuberts Elf

Strittige Szene: Schiedsrichter Graig Thomson zeigt Gladbachs Alvaro Dominguez die Gelbe Karte nach einer Notbremse. Rechts protestiert Turins Sami Khedira. Fotos: afp/dpa

Kassel. Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat unter dem aus Kassel stammenden Trainer André Schubert den ersten Punkt in der Champions League erreicht. Bei Juventus Turin gab es ein achtbares 0:0. Der Schnellcheck.

Wie war das Spiel in der Turiner Juventus-Arena?

Nun ja, in die Liste der ganz großen Spiele in der Geschichte der Champions League wird diese Partie wohl nicht aufgenommen. Juventus war zwar optisch überlegen, Gladbach aber machte es nicht schlecht, setzte auf einzelne Nadelstiche. Heraus kamen insgesamt recht wenige Höhepunkte, zumal Gladbach defensiv gut stand.

Turin hatte seine stärkste Phase nach einer halben Stunde und zehn Minuten nach der Halbzeit. Paul Pogba und Alvaro Morata versuchten es, aber die Präzision im Abschluss fehlte. Und wenn ein Schuss wie in der 57. Minute mal aufs Tor kam, war Gladbachs Keeper Yann Sommer zur Stelle.

Dem Bundesligisten fehlte dagegen insgesamt der konsequente Zug zum Tor. So setzte sich Fabian Johnson in der 17. Minute zwar gekonnt auf der linken Seite durch. Als er aber im Strafraum war, kam sein Pass nach innen zu ungenau. Das 0:0 war so irgendwie folgerichtig und auch gerecht, weil die Borussia ordentlich kämpfte und dagegenhielt.

Welche Folgen hat das Ergebnis für Mönchengladbach?

Gladbach bleibt mit einem Zähler Letzter der Gruppe, ist aber nicht chancenlos. Nach dem 2:1 von Manchester City gegen Sevilla ist Sevilla mit drei Punkten zumindest schon mal in Reichweite.

Gab es einen Aufreger?

Diesmal ohne Glückspulli an der Seitenlinie: Gladbachs André Schubert.

Durchaus. Kurz vor der Halbzeit unterlief Gladbachs Innenverteidiger Alvaro Dominguez ein folgenschwerer Fehlpass. Er spielte unbedrängt zu Turins Alvaro Morata – ein Pass von Alvaro zu Alvaro quasi. In der Folge foulte Dominguez als letzter Mann Morata – Notbremse. Schiedsrichter Craig Thomson aus Schottland gab aber nur Gelb. Da hatte der Gladbacher Glück, auch wenn die Entscheidung gerade noch vertretbar war, weil Dominguez’ Teamkollege Andreas Christensen die Situation wohl noch hätte klären können.

Was machte eigentlich Sami Khedira?

Der deutsche Nationalspieler spielte auch mit – so viel steht fest. Allerdings: Der Turiner fiel nicht weiter auf.

Gab es eine Überraschung?

Oh ja. Es gab diesmal nämlich keinen Elfmeter gegen Gladbach. Das ist durchaus erwähnenswert bei der Flut an Strafstößen in letzter Zeit. Torwart Yann Sommer soll nun ganz traurig sein, weil er gar keine Möglichkeit erhielt, einen Elfmeter zu halten. Keine Überraschung dagegen war, dass Gladbachs Granit Xhaka die Gelbe Karte sah. Er kassiert nämlich in der Regel noch gewissenhafter Verwarnungen als Gladbach Strafstöße.

Wann wird André Schubert nun eigentlich vom Interimstrainer zum Cheftrainer befördert?

Hoffentlich bald. Die Frage danach an den aus Kassel stammenden Schubert und Gladbachs Manager Max Eberl und die immer selben Antworten darauf sind mittlerweile nämlich ziemlich nervig. Davon ab: Was spricht noch dagegen? Sogar ZDF-Experte Oliver Kahn lobt ihn.

Apropos Schubert: Was machte der Mann mit dem grünen Glückspulli?

Er trug keinen grünen Glückspulli, sondern den Vereinsanzug – war ja Champions League. Ansonsten war der 44-Jährige im Gespräch gewohnt souverän. Und die Frage nach seiner Zukunft als Interimstrainer, Cheftrainer oder was auch immer, die er schon vor dem Spiel das erste Mal während dieser Übertragung gestellt bekam, kann er ja eh im Schlaf beantworten.

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