Australian Open in Melbourne

Becker zu Djokovic-Aus: „Das ist ein Erdrutsch“

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Was für eine Überraschung: Titelverteidiger Novak Djokovic ist sensationell in der zweiten Runde der Australian Open ausgeschieden.

Melbourne -  Titelverteidiger Novak Djokovic ist sensationell in der zweiten Runde der Australian Open ausgeschieden - Philipp Kohlschreiber hatte dagegen keine Probleme. 

Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber haben es in die dritte Runde der Australian Open geschafft - Titelverteidiger Novak Djokovic sensationell nicht. Der sechsmalige Champion aus Serbien unterlag dem Usbeken Denis Istomin am Donnerstag in Melbourne 6:7 (8:10), 7:5, 6:2, 6:7 (5:7), 4:6 und verpasste die Chance, alleiniger Rekordsieger zu werden. Istomin ist nur die Nummer 117 der Weltrangliste.

„Respekt für Denis, er hat verdient gewonnen. Er war der bessere Spieler in den entscheidenden Momenten. Ich habe bis zum letzten Ball alles probiert“, sagte Djokovic. „Zuerst tut es mir leid für Novak, ich habe mich selbst überrascht“, meinte Istomin, der nach dem Match den Tränen nahe war. Ex-Djokovic-Trainer Boris Becker kommentierte im TV-Sender Eurosport: „Das ist eine neue Weichenstellung für Novak. Das Turnier hat sich komplett verändert. Das ist ein Erdrutsch.“

Zverev zufrieden: „Habe in den wichtigen Momenten gut gespielt“

Auch die Weltranglisten-Dritte Agnieszka Radwanska flog durch das 3:6, 2:6 gegen die 34 Jahre alte Kroatin Mirjana Lucic-Baroni, die nur die Nummer 79 der Welt ist, aus dem Turnier. Die im Vorjahr gegen Angelique Kerber im Finale unterlegene Serena Williams meisterte dagegen auch die zweite schwierige Aufgabe. Die sechsmalige Siegerin aus den USA gewann 6:3, 6:4 gegen die Tschechin Lucie Safarova, der sie zuvor 2015 im French-Open-Finale gegenübergestanden hatte. Auch die Mitfavoritinnen Karolina Pliskova aus Tschechien und Dominika Cibulkova aus der Slowakei sowie der Weltranglisten-Dritte Milos Raonic aus Kanada kamen mit glatten Siegen in die dritte Runde.

Alexander Zverev siegte parallel 6:2, 6:3, 6:4 gegen Qualifikant Frances Tiafoe aus den USA. Nach dem glatt gewonnenen ersten Satz musste der 19-jährige Hamburger mehr Gegenwehr des neun Monate jüngeren Tiafoe brechen, kam aber nach 1:57 Stunden Spielzeit weiter.

Zverev zeigte sich zufrieden, dass er nach dem mühsamen Auftakterfolg diesmal nur drei Sätze benötigte. „Ich habe in den wichtigen Momenten gut gespielt“, sagte er. Tiafoe kennt er schon lange aus gemeinsamen Juniorenzeiten in Florida. Am Samstag wartet im ehemaligen Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal aus Spanien oder Ex-Finalist Marcos Baghdatis aus Zypern eine viel härtere Aufgabe.

Kohlschreiber siegte noch souveräner mit 7:5, 6:3, 6:0 gegen den Amerikaner Donald Young und muss nun gegen den Franzosen Gael Monfils antreten, den er in bisher 14 Duellen nur zweimal schlagen konnte - eine Statistik, die dem Augsburger nicht behagt. Trotzdem freut er sich auf die Partie: „Das ist immer eine Riesenshow.“

Petkovic enttäuscht von eigener Leistung

Das Aus kam dagegen für Andrea Petkovic durch das 0:6, 5:7 gegen die Tschechin Barbora Strycova. Petkovic verbuchte im sechsten Vergleich mit Strycova erst beim Stand von 0:2 im zweiten Satz den ersten Spielgewinn. Zwar kam die Darmstädterin nun endlich besser in die Partie, insgesamt machte die 56. der Weltrangliste aber zu viele Fehler und schlug auch nicht gut genug auf.

„Ich will nicht gewinnen, wenn ich so spiele. Es ist gut, dass ich verloren habe, sonst lerne ich nicht daraus“, sagte Petkovic und bemängelte ihre Passivität. „Das war ein Rückfall ins letzte Jahr. Das reicht nicht für die Ziele, die ich habe.“

Bereits am Mittwoch waren Titelverteidigerin Angelique Kerber, Qualifikantin Mona Barthel und Mischa Zverev in die Runde der letzten 32 eingezogen, damit sind fünf von einst 14 Deutschen noch dabei.

dpa

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