Nächste Niederlagen in Paris

Auch Kohlschreiber und Barthel bei French Open raus

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Auch Philipp Kohlschreiber scheiterte bereits bei den French Open. Foto: Petr David Josek

Es läuft weiter nicht gut für die deutschen Tennisprofis in Paris. Vor allem der zuletzt formstarken Mona Barthel hatten die Experten bei den French Open mehr zugetraut. Doch wie Philipp Kohlschreiber flog auch Barthel in der ersten Runde raus.

Paris (dpa) - Die deutschen Tennisprofis steuern bei den French Open auf das schlechteste Ergebnis seit neun Jahren zu. Am Dienstag verabschiedeten sich in Philipp Kohlschreiber und Mona Barthel zwei weitere Deutsche in Paris gleich in der ersten Runde.

Kohlschreiber verlor gegen den Australier Nick Kyrgios mit 3:6, 6:7 (4:7), 3:6. Barthel war beim 0:6, 4:6 gegen die Bulgarin Tsvetana Pironkova ebenfalls weitgehend chancenlos.

2008 hatte in Sabine Lisicki nur eine Deutsche die erste Runde überstanden, danach standen in der französischen Hauptstadt immer mindestens sechs deutsche Tennisprofis in Runde zwei. Am Dienstag sind beim mit 33,8 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Event noch Alexander Zverev, Jan-Lennard Struff, Dustin Brown, Annika Beck und Tatjana Maria im Einsatz, um die die Bilanz zu verbessern. Bislang steht nur Carina Witthöft in Runde zwei.

Kohlschreiber stand gegen Kyrgios auf Court 2 im Stade Roland Garros von Beginn an auf verlorenem Posten. "Heute war einfach nicht mehr drin. Er hat eine Klasse besser gespielt als ich", sagte der 33 Jahre alte Augsburger, der bislang eine durchwachsene Saison mit vielen kleinen Verletzungen erlebt. "Die vergangenen drei Wochen waren nicht einfach, weil ich eigentlich sehr gerne auf Sand spiele", sagte Kohlschreiber.

Um wieder in Schwung zu kommen, erwägt er nun sogar einen Start beim Challenger-Turnier im tschechischen Prostejov. "Mein Team und ich werden uns zeitnah entscheiden, ob ich das mache. Auf der einen Seite brauche ich Spielpraxis, auf der anderen Seite will ich mich gut auf Rasen vorbereiten", sagte die deutsche Nummer drei. Auf Rasen will er in der Woche nach den French Open in Stuttgart an den Start gehen.

Barthel konnte gegen Pironkova nicht an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen. Im Vorfeld der French Open hatte sie mit dem Titelgewinn beim Turnier in Prag für Furore gesorgt. Doch gegen die Bulgarin lief anfangs nichts zusammen, der ersten Satz war schnell mit 0:6 weg. "Das ist als Start natürlich der Worst Case", sagte Barthel. Danach steigerte sie sich zwar und lag im zweiten Abschnitt mit 4:1 vorne. Doch dann konnte sie weitere Breakbälle nicht nutzen und verlor wieder ihren Rhythmus. "Ich bin mit meiner Entwicklung in den vergangenen Wochen dennoch sehr zufrieden", sagte Barthel.

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