Jede Minute verplant

Auch Mündener Ruderer legen wieder los

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Setzen ihre Boote in die Fulda ein: Yannik Stadler (links) und Lirion Djekovic. 

Der Mündener Ruderverein (MRV) hat einen umfangreichen Plan aufgestellt, um das Training unter Berücksichtigung der strengen Hygiene- und Abstandsvorgaben wieder zu ermöglichen.

„Die Sportler dürfen nur in Kleingruppen kommen und nur im Einer trainieren“, sagt Vereinstrainer Thomas Kossert. Dazu werden feste Zeitfenster vergeben, damit sich möglichst wenig Personen auf dem Bootshausgelände begegnen. Umziehen und Duschen müssen sich die Ruderer zu Hause und auch der Kraftraum ist momentan noch tabu.

Yannik Stadler und Lirion Djekovic gehörten am Mittwoch zu den ersten Sportlern, die das reguläre Training wieder aufgenommen haben. „Es ist schön, dass wir endlich wieder aufs Wasser können“, sagt Stadler während er sein Boot ins Wasser legt. Djekovic folgt mit seinem Einer in gebührendem Abstand. „Im Einer können wir die Abstandsregeln von zwei Metern sehr gut einhalten“, erklärt Djekovic. Allein die Ruder seien fast drei Meter lang und dienten damit als natürliche Abstandshalter zwischen den Booten. Auch wenn die Freude über das individuelle Training groß ist, bleibt ein Wermutstropfen: „Rudern ist ein Mannschaftssport und natürlich wären wir jetzt gerne im Vierer oder Achter unterwegs“, sagt Stadler, der am vergangenen Wochenende eigentlich als Schlagmann des Niedersachsen-Vierers bei der Großen Bremer Ruderregatta an den Start gegangen wäre.

Doch diese Regatta – wie auch alle anderen Wettkämpfe und Meisterschaften, die bis Ende August geplant waren – sind vom Deutschen Ruderverband ersatzlos gestrichen worden. „Wir hoffen, dass im Herbst wenigstens noch die Landesmeisterschaften und die Deutschen Sprintmeisterschaften stattfinden können“, sagt Kossert. Es sei allerdings für die Verbände aktuell sehr schwer, Ausrichter zu finden, die trotz der großen Planungsunsicherheiten für solche Großveranstaltungen bereitstünden.  nh

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