Deutsches Eishockey-Team enttäuscht erneut

Auch rechnerisch keine Chance mehr: DEB-Team scheitert bei WM

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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verlor gegen Lettland.

Elf Wochen nach ihrem traumhaften Olympia-Erfolg ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft wieder auf dem harten Boden der Realität gelandet.

Update 22.46 Uhr: Nach dem eigenen 1:3 gegen Lettland und dem 5:1 der Finnen am Samstagabend gegen Topfavorit Kanada ist das Vorrunden-Aus nun auch rechnerisch besiegelt. In den noch ausstehenden beiden Gruppenspielen geht es für die Deutschen noch um die Endplatzierung.

Das Team um NHL-Star Leon Draisaitl verlor bei der WM in Dänemark gegen Lettland mit 1:3 (0:0, 0:1, 1:2) und verspielte mit ihrer vierten Niederlage die letzte realistische Chance auf das Viertelfinale.

Mit nur fünf Punkten nach fünf Spielen ist die K.o.-Runde für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) praktisch außer Reichweite. Die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm müsste nicht nur ihre letzten beiden Vorrundenspiele am Sonntag (20.15 Uhr) gegen den zweimaligen Weltmeister Finnland und am Dienstag (16.15 Uhr/beide Sport1) gegen Rekord-Olympiasieger Kanada gewinnen, sondern bräuchte auch noch Schützenhilfe der Konkurrenz.

Starker Beginn, schlechte Chancenverwertung

Der Olympiazweite von Pyeongchang, der 2016 und 2017 unter Sturm jeweils das WM-Viertelfinale erreicht hatte, scheiterte trotz eines starken Beginns vor allem wegen seiner schlechten Chancenverwertung. Das einzige Tor erzielte der Münchner Dominik Kahun (49.) zum 1:3-Anschlusstreffer. Für die Letten, die zuletzt viermal in Folge bei Weltmeisterschaften gegen die DEB-Auswahl verloren hatten, trafen vor 8997 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen Ronalds Kenins (37.), Guntis Galvins (41.) und Andris Dzerins (48.).

Lesen Sie hier das Spiel im Ticker nach

Es ging hart zur Sache.

Mit viel Tempo und Aggressivität ging das Sturm-Team ins Spiel. Harte Checks, konsequentes Forechecking, schnelles und direktes Passspiel setzten die Balten unter Druck. Auch die Paradereihe mit Draisaitl und den Olympiahelden Kahun und Yasin Ehliz ging mit deutlich mehr Geschwindigkeit zu Werke als in den Spielen zuvor.

Einziges Manko: Ein Tor sprang im bis dato besten deutschen Drittel des Turniers nicht heraus. Kurz vor der ersten Pause musste Draisaitl wegen eines Checks gegen den Kopf auf die Strafbank, bis zu Hälfte des zweiten Abschnitts fehlte der NHL-Star der deutschen Mannschaft deshalb.

Hoffnung nach 15 Sekunden zerstört

Der Nürnberger Niklas Treutle, der nach seinen starken Leistungen gegen die USA (0:3) und Südkorea (6:1) erneut im Tor stand, bekam nun mehr Arbeit. Ohne Draisaitl, der in den ersten vier Spielen an acht von zwölf Toren beteiligt war, blieb auch das erste Powerplay erfolglos. Doch die DEB-Auswahl überstand die Strafe des 22-Jährigen schadlos.

Die größte Chance zur Führung hatten US-Collegespieler Marc Michaelis und der Berliner Marcel Noebels, die zu zweit vor dem lettischen Tor auftauchten. Der Schläger eines Abwehrspielers verhinderte aber das 1:0 (37.). Quasi im Gegenzug geriet die deutsche Mannschaft in Rückstand, als bei einem Konter die Abwehr unsortiert war.

Die Hoffnung auf eine Wende im Schlussdrittel war bereits nach 15 Sekunden zerstört. Beim Schuss von Galvins rutschte Treutle der Puck unter der Fanghand durch. Auf der Gegenseite ließ Draisaitl eine weitere Großchance aus (44.). Dzerins machte dann mit dem dritten Treffer alles klar für die Letten.

sid

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