„Peinlich, unsportlich und unmenschlich“

Sex-Provokation vor Spielbeginn: Aufregung um Hallensprecher

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Die Spieler der Löwen Frankfurt treffen im Halbfinale der DEL2 auf die Kassel Huskies.

Kassel - Die Sex-Anspielung eines Eishockey-Stadionsprechers sorgt für viel Wirbel in der Eishockey-Branche. Er hatte den gegnerischen Torhüter in Zusammenhang mit einem Erotik-Video gebracht. 

Nach seiner verbalen Entgleisung droht Rüdiger Storch, Stadionsprecher in Diensten des Eishockey-Zweitligisten Löwen Frankfurt, Ärger mit der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga. Wie Geschäftsführer Rene Rudorisch erklärte, habe man eine Ermittlungsverfahren eingeleitet. „Das ist ein normaler Vorgang, wenn Zusatzmeldungen an den Spielbericht gehängt werden. Wir sind verpflichtet, dem nachzugehen.“

Storch hatte im Vorfeld der Halbfinal-Partie Frankfurt gegen Kassel (3:1) Huskies-Goalie Markus Keller mit folgenden Worten angekündigt: „Der Torwart der Kassel Huskies – präsentiert von unserem Partner Orion – Markus Keller.“ Das berichtet hna.de.

Reaktionen folgen prompt: „So eine Aussage hat nichts mit Sport zu tun“

Was man hierzu wissen muss: Für kurze Zeit kursierte ein Erotikfilmchen des Torhüters im Netz an - auf dieses Video spielte Storch an, als er den Kasseler Keeper mit Orion - einem Vertreiber von Erotik-Artikeln und zugleich Werbepartner der Löwen (!) - in Zusammenhang brachte. 

„Es ist unglaublich, was der Sprecher gesagt hat“, kritisierte Huskies-Trainer Rico Ross bereits in der ersten Drittelpause die Aktion scharf. „So eine Aussage hat nichts mit Sport zu tun. Das war peinlich, unsportlich und unmenschlich. Ich erwarte eine Reaktion von der DEL2 und den Löwen. So eine Aktion dürfen wir im Sport und im Leben nicht tolerieren.“ Löwen-Trainer Paul Gardner entschuldigte sich sogleich und kündigte an, den Vorfall nun intern aufzuarbeiten. Gegen Rüdiger Storch sprachen die Huskies mittlerweile ein Stadionverbot aus. 

lpr

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